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300 Jahre Nachhaltigkeit

Hans Carl von Carlowitz hat als erster davon gesprochen, dass der Wald nachhaltig zu bewirtschaften sei – und zwar vor 300 Jahren.

Die Idee stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft. Im Jahr 1713 hatte der Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz in der sächsischen Silberstadt Freiberg den Band "Sylvicultura Oeconomica": haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur Wilden Baum-Zucht" veröffentlicht, der als das erste forstwirtschaftliche Werk gilt.

Der Autor erklärt in seinem Buch das Prinzip Nachhaltigkeit, demzufolge in einem Wald immer nur so viel Holz geschlagen werden soll, wie durch Aufforstung nachwachsen kann. Hintergrund dieser Idee war die Holzknappheit in Europa. Große Flächen auf dem Kontinent waren entwaldet, weil die Menschen den damals wichtigsten Rohstoff Holz in rauen Mengen schlugen. Sie bauten beispielsweise Schiffe damit, setzten ihn im Silberbergbau ein und nutzten ihn zum Heizen oder Kochen.

Zum 300sten Geburtstag dieser Idee wurde 2013 zum Jahr der Nachhaltigkeit erklärt.

Hans Carl von Carlowitz hat als erster davon gesprochen, dass der Wald nachhaltig zu bewirtschaften sei – und zwar vor 300 Jahren.