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Erfahrungsaustausch mit Behörden zum mehrgeschossigen Wohnbau in Holz

Behördenvertreter, Planer und Experten der Holzforschung Austria diskutierten in einer abschließenden Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung über Chancen und Grenzen im mehrgeschossigen Wohnbau in Holz.

Als abschließende Veranstaltung zur Ausstellung, lud die Holzforschung Austria gemeinsam mit proHolz Austria Behördenvertreter der Stadt Wien zu einem internen Erfahrungsaustausch betreffend mehrgeschossigen Wohnbau in Holz ein.

Rund 25 Teilnehmer (aus MA 20 Energieplanung, MA 21 Stadtteilplanung, MA37 Baupolizei, MA50 Wohnbauförderung, MA68 Feuerwehr und Katastrophenschutz, etc.) diskutierten den Stand der Technik bei Holzgebäuden sowie insbesondere Entwicklungen im Brandschutz. Dabei wurden Chancen und Grenzen ausgelotet.

Die Diskussion erfolgte vor dem Hintergrund des in den nächsten Jahren stark steigenden Bedarfs an neuen Wohneinheiten in Wien. Aktuelle Bevölkerungsprognosen weisen Wien als prosperierende Metropole aus. Wien wird mittelfristig zum demografisch jüngsten Bundesland Österreichs. Bis 2030 wird die Einwohnerzahl um 250.000 wachsen. Damit einher geht ein Neubau-Bedarf von 8.000 Wohnungen pro Jahr. 80 Prozent des Zuwachses erfolgt in Stadterweiterungsgebieten, der Rest zum größten Teil in Nachverdichtung. Einfluss auf die Entwicklungen im Neubau werden nicht zuletzt die EU-Richtlinien für Energieeffizienz haben, die ein steigendes Interesse am Baustoff Holz erwarten lassen.

Ein wichtiges Ziel, um entsprechende Chancen für den Holzbau nutzen zu können, ist, dass Holz künftig als Standardbaustoff in der Gebäudeklasse 5 eingesetzt werden kann. Der Behörden-Workshop im Rahmen der Ausstellung diente auch dazu, dieses Ziel voranzutreiben.

Bei der Diskussion mit u.a. Stadtbaudirektorin Brigitte Jilka sowie der Leiterin der Kompetenzstelle Brandschutz Irmgard Eder zeigte sich, dass großes Bewusstsein für die Potentiale des Holzbaus vorhanden ist und die Behörden für einen konstruktiven Dialog im Sinne weiterführender Lösungen sehr offen sind.     

Manfred Brandstätter (Holzforschung Austria), Friedrich Schachner (Berufsgruppe Bau), Brigitte Jilka (Stadtbaudirektion Wien), Michael Schluder (Architekt), Irmgard Eder (MA 37 Brandschutz), Martin Teibinger (Holzforschung Austria)