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Wald und Holz sind CO2-Langzeitspeicher

Rundholz Pefc

Kohlenstoffspeicher Wald

Der Wald bindet während seines Wachstums große Mengen Kohlenstoffdioxid (CO2) und trägt so wesentlich zum Klimaschutz bei: Im Zuge der Photosynthese bindet ein Baum CO2 aus der Luft. Mit Hilfe von Sonnenlicht wird das energiearme CO2-Molekül in ein energiereiches Kohlenstoffatom und ein energiereiches Sauerstoffmolekül zerlegt. Der Sauerstoff (O) wird wieder an die Umgebungsluft abgegeben. Der Kohlenstoff (C) hingegen dient dem organischen Aufbau des Baumes und bleibt für seine gesamte Lebensdauer gebunden.

Wälder sind somit wertvolle Kohlenstoffspeicher, die wesentlich dazu beitragen, den CO2-Gehalt der Atmosphäre zu vermindern: Allein im österreichischen Wald sind ca. 800 Millionen Tonnen Kohlenstoff gespeichert. Das entspricht rund 3 Milliarden Tonnen CO2 und damit der 35-fachen Menge, die jährlich an Treibhausgasen in Österreich ausgestoßen wird. Und mit dem Zuwachs an Holz nimmt auch dieser Kohlenstoffvorrat zu.

Holzprodukte sind CO2-Langzeitspeicher

Wird ein Baum zur Holzproduktion genutzt, so bleibt der Kohlenstoff über die Lebensdauer des Produkts darin gebunden. Das Holzprodukt wird zum dauerhaften Kohlenstoffspeicher. Frei wird er erst, wenn das Holz z. B. verbrannt wird oder verrottet. Somit sind nicht nur Wälder, sondern auch sämtliche Produkte aus Holz (Gebrauchsgegenstände, Möbel, Spielzeug etc.) enorme Kohlenstoffspeicher.

Zusätzlich verhindert die Verwendung von Holz jene CO2-Emissionen, die durch den Einsatz CO2-intensiver (und damit klimaschädlicher) Bau- oder Brennstoffe, wie fossile Energieträger (Erdöl, Erdgas, etc. ) oder Materialien wie Ziegel, Beton oder Stahl, entstanden wären (Substitutionseffekt).

Photosynthese CO2

Die Menge an gespeicherten CO2 ist messbar

Die Menge an CO2, die in einem Holzprodukt gebunden ist, ist messbar: In jedem Kubikmeter Holz ist rund eine Tonne CO2 gespeichert:

Die C-auberformel besagt: 250 kg C/m³ Holz x 3,67 kg CO2 = 917 kg CO2

Holz besteht zu 50 Prozent aus Kohlenstoff (C). 1 Kubikmeter Holz wiegt im Mittel 500 Kilogramm, enthält also 250 Kilogramm C. Wenn C in CO2 umgewandelt wird (oxidiert), entstehen aus 1 Kilogramm C ca. 3,67 Kilogramm CO2. 250 Kilogramm C ergeben 917 Kilogramm CO2, also ca. 1 Tonne CO2 pro Kubikmeter Holz.

Österreich weist im Rahmen des Kyoto-Protokolls eine negative Bilanz auf. Die Verwendung von Holz kann durch die Kohlenstoffspeicherleistung und durch Substitutionseffekte einen konkreten Beitrag zum Erreichen der Emissionsreduktionsziele leisten.

Holz – ein Kreislaufwerkstoff

Holzprodukte sind ressourcenschonende Kreislaufprodukte: Nach ihrer ersten Nutzungsdauer können sie in anderer Form weiterverwendet werden (nach z.B. Abschluss eines primären Einsatzzyklus als u.a. Möbel oder Gebrauchsgegenstand, kann durch Rückbau wiederum das Ausgangsmaterial einer Span- oder Faserplatte entstehen). Das in den Produkten gespeicherte CO2 bleibt während dieser Nutzungen dauerhaft gebunden.

Nach stofflicher Nutzung können Holzprodukte am Ende ihres Lebensweges thermisch genutzt werden. Im Gegensatz zu anderen Baustoffen, die bei ihrer Entsorgung fossile Energie verbrauchen, geben Holzbaustoffe die in ihnen gespeicherte Sonnenenergie CO2-neutral wieder ab.

CO2 Kreislauf

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