Inhalt

PEFC: Holz auf dem Prüfstand

Gudrun Hausegger

Im Rahmen unterschiedlicher nationaler und internationaler Abkommen hat sich Österreich verpflichtet, länderübergreifend für eine sorgsame Forst- und Holzwirtschaft zu sorgen. Ein zentrales Thema stellt dabei die illegale Holznutzung dar, die nicht nur zur unkontrollierten Zerstörung der Wälder und somit zur Vernichtung weltweit notwendiger Kohlenstoffsenken führt, sondern auch zu Wettbewerbsverzerrungen und schlussendlich zur Diskreditierung der gesamten Holzbranche.

Laut der Europäischen Kommission wird illegale Holznutzung folgendermaßen definiert: Illegaler Holzeinschlag umfasst Ernte, Transport, Einkauf und Verkauf, wenn dabei gegen nationale Gesetze verstoßen wird. Seinen Ursprung nahm der illegale Holzeinschlag in den großflächigen Zerstörungen tropischer Regenwälder in der Amazonas-Region sowie in Zentralafrika und Südostasien. Ebenso sind Teile der russischen Föderation betroffen.

Um diesem Problem in allen seinen Bereichen (von der Schlägerung bis zum Handel mit illegal geschlägertem Holz) entgegentreten zu können, sind internationale Maßnahmen und Kooperationen notwendig. Mit unterschiedlichen Zertifizierungssystemen wurden wesentliche Instrumente geschaffen, die garantieren, dass das verwendete Holz aus ökologisch, ökonomisch und sozial betriebener Waldbewirtschaftung kommt.

Österreich unterzieht sich freiwillig dem PEFC-Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung (PEFC - Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemas). Österreichs Waldfläche von 4 Mio. Hektar ist in PEFC-Regionen aufgeteilt, die allen Waldbesitzern eine Teilnahme ermöglichen. Alle importierenden Holz-Unternehmen der ersten Verarbeitungsstufe (Säge, Platte, Papier) haben sich Zertifizierungsmaßnahmen unterzogen. Holz aus Österreich ist somit natürlich und kontrolliert.

Foto:

PEFC Deutschland

Dieser Artikel ist abgelegt in: