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Niedrigenergie- und Passivhäuser: Bauphysik

Schule

Holz dämmt

Ein besonderer Stellenwert beim energiesparenden Bauen kommt der Gebäudedämmung zu. Dabei kann auf viele verschiedene Dämmmaterialien zurückgegriffen werden. Auch hier empfiehlt es sich, den Verbrauch an grauer Energie in der Herstellung zu berücksichtigen. Neben Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle) und nachwachsenden Dämmstoffen wie Flachs, Hanf, Kork, Schafwolle etc. ist Holz als Ausgangsprodukt für die Gebäudeisolierung besonders gut geeignet. Alle Bauteile vom Dach über Geschossdecken und Wände bis hin zu Fußböden können mit kostengünstigen Dämmprodukten aus Holzwolle bzw. Holzfaserstoffen (Faserdämmplatten) oder Altpapier (Zelluloseflocken) gedämmt werden.

Thermografie

Durch die thermische Sanierung eines Bauwerks mit Hilfe wärmedämmender Maßnahmen können bis zu zwei Drittel der Heizkosten eingespart werden. In diesem Zusammenhang ist die Thermografie ein bewährtes Mittel, um Wärmebrücken im Bestand genau zu lokalisieren und gezielte Maßnahmen zur energietechnischen Optimierung zu setzen. Dabei wird mit Hilfe einer speziellen Kamera die Wärmeabstrahlung des Gebäudes bevorzugt von innen berührungslos gemessen und in einem Wärmebild dargestellt. Dieses zeigt die Wärmeverteilung an den Oberflächen, woraus geschlossen werden kann, welche Vorgänge darunter stattfinden. So lassen sich Kalt- oder Warmwasserleitungen, Hohlräume, schlecht gedämmte Anschlussstellen wie etwa bei Balkonen finden, im Zuge einer Sanierung beheben und Heizaufwand und -kosten sparen.

Luftdichtheit

Trotz des prinzipiell notwendigen Luftaustauschs (egal ob manuell oder mechanisch), ist die Luftdichtheit eines Gebäudes eine wichtige Voraussetzung zur Energiereduktion. Gerade in der Leichtbauweise sollte auf die Dichtheit der Konstruktion größter Wert gelegt werden, um Wärmeverluste und Kondensatschäden zu vermeiden. In der Praxis wird mittels Folien, Baupapier, Gips- oder Holzwerkstoffplatten eine durchgehende, flächige Schicht in die Konstruktion integriert. Um die Luftdichtheit eines Gebäudes zu messen bzw. etwaige Leckstellen zu finden, wird die Blower-Door-Methode angewandt. Dabei wird ein Ventilator luftdicht in eine Öffnung eingebaut und der Luftstrom bei einer bestimmten Druckdifferenz gemessen. Dieses Verfahren empfiehlt sich sowohl bei Altbauten als auch bei Neubauten vor dem Aufbringen der Innenverkleidung, um etwaige Schwachstellen rechtzeitig eliminieren zu können. Besonders im Übergang zwischen Bauteilen, bei Plattenstößen oder der Durchdringung der Dichtungsebene durch Installationen o.ä. muss eine luftdichte Ausführung sorgfältig beachtet werden.

Thermografie

Thermografie
Thermografie Wohnhaus

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