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Oberflächenschutz und Vergrauung

Holzfassaden sind den Einflüssen der natürlichen Witterung, wie Sonne, Regen, Wind oder Schnee, ausgesetzt. Die Intensität der Bewitterung wird durch die Lage der Holzoberflächen bestimmt. Die wichtigsten Einflussgrößen darauf sind die geografische Lage, Seehöhe oder die Himmelsrichtung. Dadurch können die Holzoberflächen an ein und demselben Objekt unterschiedlich beansprucht werden. 

Holz kann an der Fassade mit oder ohne Oberflächenschutz zum Einsatz kommen. Wird kein Schutzanstrich angebracht, verändert es im Laufe der Zeit seine Oberflächenstruktur und seine Farbe. Wird oberflächenbehandeltes Holz verwendet, ist Farbe und Optik dauerhafter und einheitlicher, eine regelmäßige Wartung des Anstrichs ist aber erforderlich.

Vergrauung

Der natürliche Farbton des Holzes verfärbt sich bei nichtbehandeltem Holz durch Sonneneinstrahlung, Wetterbeanspruchung sowie auch durch die Besiedelung mit Mikroorganismen oder Verschmutzung und wird grau (Verwitterung). Dabei führt das UV-Licht an der Oberfläche zu einer Umwandlung des nicht wasserlöslichen Holzbestandteils Lignin zu wasserlöslichen Bestandteilen, die sich als braune Verfärbung des Holzes zeigt und mit der Zeit vom Regenwasser ausgewaschen wird. 

Der Prozess der natürlichen Vergrauung kann zunächst unregelmäßig fleckig vor sich gehen, bevor das Holz danach einheitlich vergraut. Auch Bauteile wie Vordächer oder Fensterbretter, die Teilbereiche der Fassade vor Witterung schützen (konstruktiver Holzschutz), können zu einem unregelmäßigen Erscheinungsbild führen. Diese oberflächlichen Veränderungen beeinflussen jedoch die Festigkeit oder Haltbarkeit des Holzes nicht. Nur eine dauerhafte Durchfeuchtung führt zu Schädigung und Verringerung der Lebensdauer. Eine unbehandelte Holzfassade ist wartungsfrei.