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Oberflächenbehandlung von Holzfußböden

Holzboden - Cabreuva, geölt
Cabreuva, geölt

Oberflächenbehandlungen (Versiegeln, Wachsen, Ölen) von Holzfußböden stellen in erster Linie einen mechanischen und chemischen Schutz (Verschleißschicht) dar. Doch je nachdem, für welche Behandlung Sie sich entscheiden, beeinflussen Sie auch die Gestaltung (mit Farbe), das optische Erscheinungsbild (Glanz) oder die »Durchlässigkeit« des Holzes. Grundsätzlich ist Holz sehr widerstandsfähig, doch auch Wohnen hinterlässt seine Spuren. Hier liegt der große Vorteil von Holzböden, die auch nach vielen Jahren mit geringem Aufwand leicht renoviert werden können. Stärke der Beanspruchung (Schlafzimmer oder Vorraum), Renovierbarkeit und Pflege Ihres Holzfußbodens sind entscheidende Kriterien für die Wahl der Oberflächenbehandlung.

Wie behandelt man Holzoberflächen?

Öle und Wachse werden immer häufiger für die Behandlung von Holzfußböden eingesetzt. Sie erzeugen einen matten Glanz und sind auch punktuell leicht renovierbar (durch Anschleifen und Nachbehandeln). Deswegen kann man auch bei Räumen mit stärkerer Beanspruchung Öle und Wachse anwenden.

Tipp: Je nach Beanspruchung ist jedoch eine regelmäßige Pflege (bei starker Beanspruchung alle 2 – 4 Wochen) mit entsprechenden Zusätzen im Wischwasser notwendig. So bleibt Ihr Holzfußboden widerstandsfähig und beständig schön.

Versiegelungen sind wasser- und chemikalienbeständiger, »dichter« und pflegeleichter. Sie stellen eine filmbildende Beschichtung her und erzeugen eine leicht bis stark glänzende (lackierte) Oberfläche. Versiegelungen verzögern zwar eine Feuchtigkeitsaufnahme und großteils eine Fugenbildung, verringern aber auch die »Atmungsaktivität” des Holzes.

Tipp: Schonen Sie Ihren versiegelten Boden durch z.B. mit Gleitfilz beklebte Stuhl- und Schrankbeine. Aggressive Wasserzusätze sind unnötig. Ein einfaches (nebel)feuchtes Wischen (keinesfalls nass) ist zur Reinigung völlig ausreichend.

Beizen sind rein farbliche Gestaltungen der Oberfläche. Der Vorteil gegenüber deckenden Farblacken: Die Holzstruktur bleibt sichtbar. Doch Beizen bilden keine Schutzschicht und ersetzen Lacke, Öle oder Wachse in keinem Fall.

Raumklima und Oberflächenbehandlungen In der Regel sind Oberflächenbehandlungen für die Raumluft im Wohnbereich unbedenklich. Dies gilt für alle in Österreich verkauften Holzfußböden, egal ob nach der Verlegung im Raum oder bereits beim Hersteller oberflächenbehandelt. Nach einer Studie (siehe www.parkett.co.at/parkett) der Parkettindustrie, die gemeinsam mit dem Umweltministerium erstellt wurde, zeigen die Untersuchungen durchwegs positive Ergebnisse und praktisch keine Belastungen für die Nutzer.

Tipp: Nach der Trocknung von oberflächenbehandelten Böden können Räume sofort benutzt werden. Geringe Geruchsbelästigungen können durch verstärktes Lüften (ca. 1 Woche lang) bald eliminiert werden.

Holzboden - Eiche, geölt
Eiche, geölt

Bildnachweis

Ignacio Martinez

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