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Holzarten und Verlegetechnik für Holzfußböden

Ahorn
Ahorn:Zählt zu den harten Hölzern, zeichnet sich durch seine Schlichtheit aus, zeigt kaum Äste und ist leicht zu färben bzw. zu beizen. 
Birke
Birke:Von seinen Eigenschaften ähnlich des Ahorns, weist des öfteren Markflecken und einen leicht silbrigen Glanz auf.
Birne
Birne:Ist ein hartes Holz, es dunkelt nach und ist oft sehr lebhaft strukturiert und dekorativ.
Buche
Buche:Die Buche ist ein sehr hartes, helles, leicht rötliches Holz und gut zu beizen. Es schwindet und quillt stark (Fugenbildung!).
Buche gedämpft
Buche gedämpft:Durch die Dämpfung wird der leichte Rotton des schlichten Holzes intensiver, unter Lichteinwirkung verblasst der intensive Rotton. Schwindet und quillt stark (Fugenbildung!).
Eiche
Eiche:Die Farbe des Eichenholzes ist hellbraun (Kern) bis gelblichweiß (Splint) und dunkelt nach. Das Holz zeigt kaum Äste und ist sehr hart. Gut geeignet für Parkett.
Erle
Erle:Die Erle ist weich und farblich sehr variantenreich mit Markflecken.
Esche
Esche:Kann von hellgrau bis oliv, von schlicht bis dekorativ auftreten. Es ist ein sehr hartes Holz, schlecht zu beizen und dunkelt häufig zonenweise nach.
Fichte
Fichte:Die Farbe der Fichte reicht von rotbraun (Kern) bis hellgelb (Splint), zeigt häufig Äste und dunkelt gelblich nach. Harzaustritte sind bei dem weichen Holz möglich.
Kiefer
Kiefer:Die Kiefer kann nachdunkeln, ist eher weich und sehr dekorativ mit ihrem typischen Astbild. Harzaustritte sind möglich.
Kirsch
Kirsch:Die harte Kirsche ist sehr dekorativ mit ihrem rötlich braunen Farbton, der stark nachdunkelt.
Lärche
Lärche:Die Lärche ist eher weich und dekorativ mit rotbrauner (Kern) bis hellgelber (Splint) Farbgebung und Astbild. Sie dunkelt nach. Harzaustritte sind möglich.
Nuss
Nuss:Das eher harte Nussholz zeigt ein höchst dekoratives Erscheinungsbild, das sich durch zonenweise Streifen oder dunklere Maserung auszeichnet.
Tanne
Tanne:Das Holz der Tanne ist weich und schlicht, mit oft herausfallenden Ästen. Keine Harz- austritte.
Robinie
Robinie:Die Farbe des sehr harten Robinienholzes von olivgelb, goldbraun (Kern) bis hell- oder grünlichgelb (Splint), mit intensiver Fladerung, macht das Holz sehr dekorativ. Robinie dunkelt nach.

Die gängigsten Parkettholz-Arten

Grundsätzlich unterscheidet man: Schiffboden, Stab-, Riemen-, Mosaik- (Klebe-), Tafel-, Fertig-parkett, Holzstöckelpflaster und Hochkantlamellenparkett. Im Wesentlichen kommen zwei Konstruktionen zur Ausführung, die unter verschiedenen Bedingungen und Voraussetzungen ideal für Ihren Fußboden sind.

Verlegung auf Unterkonstruktion

Unterkonstruktionen müssen eingeplant werden und benötigen eine gewisse Aufbauhöhe von der Rohdecke bis zum fertigen Bodenbelag. Sie bringen allerdings wesentliche Vorteile:

  • Schall- und Wärmeschutz können problemlos in die Unterkonstruktion eingeplant werden.
  • Der Aufbau bleibt im Trockenbau, da ein Estrich nicht notwendig wird (schneller Bezug).
  • Der Boden ist elastisch und schont vor Ermüdung.

Schiffböden werden direkt auf Polsterhölzern verlegt. Alle Arten von Parkett können ebenfalls direkt auf Blindböden verlegt werden. Blindböden sind Unterböden aus Holz oder Holzwerkstoffen. Die Verlegung der Blindböden erfolgt auf Polsterhölzern. Außer Brettern kommen auch Span- oder Holzfaserplatten zum Einsatz.

Verlegung auf Estrich

Am üblichsten bei dieser Verlegetechnik ist das Fertigparkett, das (als Teppichersatz) direkt auf den Estrich geklebt oder schwimmend verlegt wird. Bis auf den Schiffboden (der unbedingt eine Unterkonstruktion benötigt) können alle Parkette (schwimmend oder geklebt) so verlegt werden.

Die Natürlichkeit des Holzes spiegelt die Vielfalt der Natur selbst wider. So gleicht keine Holzoberfläche der anderen. Vom hellen Ahorn bis zum dunklen Braun der Nuss reicht das Spektrum. Ob feinmaserig oder ausgeprägt in ihrer Zeichnung – aus der Reichhaltigkeit der Holzarten kann jeder schöpfen. Doch die Qualität Ihres Holzbodens wird letztlich von der Holzart und deren Sortierung bestimmt, ebenso wie das Erscheinungsbild.

Tipp: Fragen Sie bei der Auswahl Ihres Holzbodens einen Fachmann. Achten Sie besonders bei Massivholzparkett auf die Sortierung und auf hohe Qualität.

Parkettart, Verlegemuster und Verlegerichtung ergeben eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten für die Gestaltung Ihres Holzbodens. Bauphysikalisch bringt Holz nur die besten Eigenschaften mit, doch beachten Sie, dass Langlebigkeit und Sanierbarkeit die Qualität des Holzfußbodens bestimmen. Ein Parkettboden kann grundsätzlich überall relativ leicht eingebaut werden. Doch Parkett ist nicht gleich Parkett. Ein Überblick:

Tipp: Holz ist ein natürlicher Baustoff und braucht Bewegungsfreiheit. Deswegen ist bei der Verlegung ein Randabstand von 10 bis 15mm zur Wand einzuhalten.

Schiffböden benötigen unbedingt eine Unterkonstruktion. Sie bestehen aus längsseitig mit Nut und Feder versehenen, ca. 3 bis 5m langen Brettern, die auf der Oberseite durchgehend gehobelt wurden (Dicke ca. 21 bis 24mm). Die Bretter werden zumeist direkt auf Polsterhölzer genagelt.

Tipp: Schiffböden werden üblicherweise in den Holzarten Fichte, Tanne, Kiefer und Lärche angeboten. Schiffböden in Laubholz sind schwierig zu bekommen.

Stabparkett besteht aus schmalen bis zu ca. 45cm langen und ca. 22mm dicken Stäben mit Nut und Feder an Längs- und Breitseite. Stabparkett wird in der Regel auf einen Holzunterboden genagelt oder auf einen ebenen, dazu geeigneten Unterboden (Estrich) mit Spezialkleber verklebt.

Parkettriemen gleichen im Wesentlichen den Parkettstäben, unterscheiden sich aber durch ihre größeren Längen von bis zu einem Meter.

Mosaikparkett besteht aus Lamellen, die zu Verlegeeinheiten zusammengesetzt sind. Die ca. 8 bis 10mm dicken Lamellen werden an ihrer Ober- oder Unterseite durch geeignete Materialien zur leichteren Verlegung zusammengehalten und ausschließlich auf geeignete Unterböden geklebt (Klebeparkett).-

Tafelparkett und Parkettdielenelemente sind vorgefertigte und vorgeschliffene, jedoch nicht fertig oberflächenbehandelte Fußbodenelemente aus ein- oder mehrschichtigem Holz und/oder Holzwerkstoffen.

Fertigparkettelemente sind verlegefertige, oberflächenbehandelte bzw. versiegelte Fußbodenelemente aus ein- oder mehrschichtgem Holz und/oder Holzwerkstoffen, die unmittelbar nach ihrer Verlegung keiner weiteren Oberflächenbehandlung (Schleifen, Versiegeln) bedürfen. Fertigparkett wird in verschiedensten Mustern und in verschiedenen Abmessungen mit Dicken ab ca. 11 mm angeboten.

Tipp: Je dicker die oberste Nutzholzschicht, desto öfter lässt sich der Boden renovieren (abschleifen). Dünnere Fertigparkette sind kostengünstiger und gelten als der typische »Teppichersatz«.

Hirnholzparkett besteht aus quaderförmigen Massivholzklötzchen. Die Klötzchen werden mit einer Hirnholzfläche auf geeignete Unterböden verklebt (Dicke 13 bis 22mm). Der besondere optische Reiz des Hirnholzparketts liegt an den sichtbaren Jahresringen. Praktisch hält diese Verlegeart auch den stärksten Beanspruchungen stand.

Plattenböden sind noch nicht serienmäßig erhältlich. Alle Verlegetechniken (schwimmend oder geklebt) sind mit den neuen High-Tech-Materialien möglich. Massivholz-, Sperrholz-, MDF- oder OSB-Platten werden angeboten, sollten jedoch ohne einen Fachmann (Architekten, Planer, Tischler oder Bodenverleger) bzw. ohne Fachwissen nicht eingesetzt werden.

Holzboden - Robinie, geölt und gewachst
Robinie, geölt und gewachst
Verlegung auf Unterkonstruktion
Verlegung auf Unterkonstruktion
Verlegung auf Estrich
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Bildnachweis

Ignacio Martinez

Fischgraetmuster
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Riemen und Schach
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Flechtmuster
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Kurzriemen Fliegend