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Der Wald als Kohlenstoffsenke

Der Wald – also eigentlich die Bäume - bindet bei seinem Wachstum enorme Mengen Kohlenstoffdioxid. Er trägt so wesentlich zum Klimaschutz bei. In Zeiten steigender CO2-Emissionen sind gesunde Waldflächen, wie wir sie in ganz Nord-Europa finden, ein wichtiger Faktor für eine gute Zukunft. Noch dazu, wenn man bedenkt, dass in Österreich ca. ein Drittel mehr Wald nachwächst, als geerntet wird. Und er wächst schnell – jede Sekunde wächst in Österreich ein Kubikmeter Wald nach!

Tot oder lebendig: Bio-Klima-Anlage Baum
Solange ein Baum wächst (auch wenn er bereits alt ist) nimmt er als lebender Organismus Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre auf. Er entzieht ihr also ein wesentliches Klimagift, wandelt es in harmlosen Kohlenstoff um und gibt den freigewordenen Sauerstoff (O) wieder an die Umgebung ab. Der vermischt sich mit dem Stickstoff der Atmosphäre im Verhältnis von 78:21% zu unserer Atemluft.Der Kohlenstoff (C) hingegen bleibt im Baum. Er bildet sozusagen das Gerüst des organischen Aufbaus und bleibt für die gesamte Zeit, die der Baum als Baum oder Baustoff erhalten bleibt, gebunden. Frei wird er erst, wenn das Holz z. B. verbrannt wird oder verrottet.

Somit sind nicht nur Wälder, sondern auch Bauwerke, Möbel oder gar Spielzeug aus Holz wertvolle Kohlenstoffspeicher, die wesentlich zu einer Reduktion des CO2-Gehaltes der Atmosphäre beitragen. Egal, wie ein Baum genutzt wird: Sein Kohlenstoffgehalt bleibt für die Lebensdauer des Produkts darin gebunden. Der vermehrte Einsatz des CO2-neutralen Rohstoffs Holz spielt eine zentrale Rolle bei der notwendigen weltweiten Reduktion der CO2-Emissionen und wird zu einer wesentlichen und wirksamen Maßnahme des Klimaschutzes. Denn der weiteren Erhöhung der CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre und dem dadurch verstärkten Treibhauseffekt mit der globalen Erderwärmung, des Klimawandels und seiner Auswirkungen kann Holz aktiv entgegenwirken.

Wald nützen und schützen
Allein im österreichischen Wald sind ca. 800 Millionen Tonnen Kohlenstoff gespeichert. Das ist 40 mal so viel, wie hierzulande jährlich an Treibhausgasen produziert wird. Mit dem Zuwachs an Holz nimmt auch dieser Kohlenstoffvorrat zu: Da aber in tropischen Gebieten die Entwaldung auf ungleich größeren Flächen ständig fortschreitet, lassen sich die globalen Treibhausgasemissionen aus fossilen Brennstoffen nur in geringem Ausmaß kompensieren. Umso wichtiger werden die wachsenden Waldflächen auf der Nordhalbkugel für den Klimaschutz. Immerhin bleibt der Kohlenstoff in jenem Holz, das zwar genutzt, aber nicht verbrannt wird, gespeichert.

Viel verbautes Holz bedeutet deshalb: viel gebundener Kohlenstoff, eingebremste Emissionen und viel eingespartes CO2! Und wenn Holz verbrannt wird oder im Wald in Form von Forstabfällen verrottet, verhält es sich jedenfalls CO2-neutral. Das heißt, es gibt nicht mehr an die Atmosphäre ab, als ihr vorher entnommen wurde. Es verhält sich also insgesamt CO2-neutral.

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