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Holzarten: Birke

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Birke

Baum Birke

Weitere Handelsnamen Weiß-, Hänge-, Sandbirke; Haar-, Moorbirke
Englisch Common birch
Botanischer Name Betula pendula Roth.; Betula pubescens Ehrh.
Kurzzeichen BI1) (EN-Kurzzeichen: BTXX2))

Kulturgeschichtliches

Wegen ihrer auffälligen weißen Rinde ist die Birke gern gesehen. Winterhart und nahezu überall wachsend, liefert sie aber auch den Menschen seit Jahrtausenden mit Rinde, Holz, Zweigen und Blättern die Grund­stoffe für zahlreiche nützliche Zwecke. Nicht unwesentlich dürfte jener als wasserfestes Klebemittel aus dem Teer der Rinde sein, das bereits zur Jungsteinzeit beste Dienste leistete. Den Nordeuropäern gilt die Birke als kultureller Leitbaum und Mythenträger, allgemein geschätzt, breit genützt und vielfach besungen.

Allgemeines

Weißbirke und Moorbirke sind in ihren Baum- und Holzmerkmalen sehr ähnlich. Man spricht daher allgemein von Birke und Birkenholz. Als robuster Pionierbaum besiedelt die Birke als erste Baumart Kahlflächen und Lichtungen. Sie kommt praktisch in ganz Österreich bis in Höhen von 1500 m vor. Ihr Anteil am Ertragswald liegt bei 0,5 %. Aufgrund gestiegener Nachfrage tritt die früher wenig geschätzte Holzart heute wieder mehr ins Bewusstsein. Als typische Licht­baumart wächst die Birke anfangs rasch, ist aber mit einem Höchstalter von 120 Jahren relativ kurzlebig.

Holzcharakteristik

An dem typisch zerstreutporigen Laubholz sind auf perfekt glatten Querschnitten die Poren als feine helle Punkte erkennbar. Die Jahrringgrenzen werden durch schmale dunkle Spätholzstreifen und gelegentlich erkenn­bare marginale Parenchymbänder markiert. Das blassgelblich- bis rötlichweiße Holz vergilbt nur wenig. Oft zeigen die Hirnflächen rötlichbraune, tangential gerichtete Markflecken, die auf Tangentialflächen als Streifen auffallen. Eingewachsene feine Rindenteile können bei finnischen Birken eine als Maser-Birke bezeichnete, rötlichbraune Struktur hervorrufen.

Eigenschaften

Birkenholz ist schwer (Darrdichte 640 kg/m³) und mit einer Brinell­Härte von 23 N/mm² mittelhart. Es ist ein besonders zähes, elastisches Holz. Jede Bearbeitung wie Hobeln, Fräsen, Drechseln, Schnitzen, Messern und Schälen ist sauber durchführbar. Birkenhölzer lassen sich überdies gut biegen. Lediglich eine Verleimung wird durch die dichte Oberfläche etwas erschwert. Das Holz lässt sich gut trocknen, neigt aber zum Verwerfen. Länger anhaltende Feuchteeinwirkung führt zu unerwünschten Verfärbungen. Daher sollte es mög­lichst schnell vor­getrocknet werden. Birkenholz ist anfällig für Insekten- und Pilzbefall (Dauerhaftigkeitsklasse 5). Die Tränkbarkeit ist gut bis mäßig.

Verwendung

Birkenholz mit welligem Faserverlauf ist für Edelfurniere gesucht (Maserbirke). In den nordischen Ländern wird Birkenholz in großem Umfang zu Sperrholz verarbeitet. Unter den hellen Parketthölzern ist Birke geschätzt. Im Möbelbau wird das Holz nicht selten in verschiedensten Farbtönen verwendet, da es sich leicht einfärben lässt. Weitere Anwendungsgebiete sind Drechsel­waren, Kinderspielzeug, Küchengeräte, Schnitzholz, Bildhauerei. In Österreich dient Birkenholz schwächerer Dimension vor allem zur Erzeugung von Span- und Faserplatten. Wegen geringen Funkenflugs ist die Birke als Kaminfeuerholz sehr beliebt.

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Maserbirke
Maserbirke

Birken erreichen Höhen bis 25 m, die Kronenform ist unregelmäßig, ihre Zweige sind sehr biegsam. Die weiße Rinde junger Birken fällt schon von weitem auf. Später geht sie im unteren Stammbereich in eine schwarze, rissige Borke über. Die kleinen, rhombischen Birkenblätter verfärben sich im Herbst leuchtend gelb. Die geflügelten Samen reifen in den hängenden Fruchtzäpfchen.

Blatt Frucht Birke