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Douglasie

Baum DouglasieWeitere Handelsnamen Douglastanne, -fichte, Oregon pine
Englisch Oregon pine, Douglas fir
Botanischer Name Pseudotsuga menziesii (Mirb.) Franco
Kurzzeichen DG/DGA (für importierte Douglasie)1) (EN-Kurzzeichen: PSMN2))

Kulturgeschichtliches

Nur wenige Besucher des Waldes wissen, dass die stattliche Douglasie vor der letzten Eiszeit in Europa heimisch war. Aus Nordamerika, wo sie sich halten konnte und als wichtiger Nutzholzbaum dient, sandte der Botaniker David Douglas 1828 erste Samen der „Oregon-Pine“ nach Europa. Die Wiedereinführung verlief nicht konfliktfrei, und bis heute arbeiten Forstwissenschafter und Praktiker daran, den wegen des hohen Anteils astfreien Holzes geschätzten Baum standortgerecht anzubauen. Die Charakterisierung als Importholz prägt noch oft die Verwendung im Möbel- und Innenausbau, wenn der Rohstoff mittlerweile auch aus Österreich und Deutschland stammt.

Allgemeines

An Naturstandorten in Nordamerika ist die Douglasie einer der höchsten Bäume der Erde mit Höhen bis 95 m. Die Stämme aus solchen Beständen sind meist 20 m astfrei und 0,9 bis 1,5 m stark. In Europa werden Höhen von 50 m erreicht, mit Stammdurchmessern bis 1,0 m. Am richtigen Standort ist sie schnellwüchsig und erreicht um 100 % mehr Holzzuwachs als die Fichte. Der Stamm ist rund und geradschäftig. Douglasien werden 500 bis 700 Jahre alt, Einzelexemplare über 1000 Jahre.

Holzcharakteristik

Der helle Splint ist schmal und deutlich vom Kern abgesetzt. Importiertes Douglasienholz, von älteren Bäumen stammend, enthält in der Regel einen hohen Anteil besonders feinjährigen Holzes, das mit Jahrringbreiten um 1 mm und entsprechend schmalen Spätholzzonen ein helleres Kernholz ergibt. Ein mehr rötliches Holz mit deutlichen Flader- und Streifenstrukturen tritt bei eher grobjährigen Qualitäten auf. Das bisher in Europa erzeugte Holz stammt von relativ jungen Bäumen und zeigt daher meist einen großen Anteil grobjährigen Holzes.

Eigenschaften

Die Douglasie gehört zu den mittelschweren Hölzern (Darrdichte 470 kg/m³), in der Härte liegt sie wie die Lärche knapp über der Grenze zu den weichen Hölzern (Brinellhärte 20 N/mm²). Die Bearbeitbarkeit ist von der Jahrringbreite abhängig. Engringiges Holz lässt sich gut bearbeiten, breitringiges Holz ist oft spröd und spaltet leicht; ein Vorbohren beim Nageln und Schrauben ist unbedingt erforderlich. Das Holz ist leicht zu trocknen (nach der Trocknung ist eine möglichst lange Lagerzeit vor der Endverarbeitung empfehlenswert), es ist gut zu beizen und zu polieren. In der natürlichen Dauerhaftigkeit ist Douglasie in der Klasse 3 und 4 eingeordnet (mäßig bis wenig dauerhaft), die Imprägnierbarkeit ist im Kern sehr schlecht, im Splint mäßig bis schlecht.

Verwendung

Als Bau- und Konstruktionsholz dient es im Außen- und Innenbereich, für Balkone, Fenster, Haustüren, Fassaden, Freizeitanlagen, Wasserbauten und Bootsstege usw. Stämme nordamerikanischer Herkunft werden oft zu Schälfurnieren und Sperrholz verarbeitet.

Ähnliche Hölzer

Lärche

Der schlanke Baum wird in Europa bis 50 m hoch bei Durchmessern bis 1 m. Die junge Rinde weist zahlreiche Harzbeulen auf, im Alter ist die Borke dick und stark rissig. Die Nadeln sind weich und biegsam, sie duften beim Zerreiben nach Orangen. Die Zapfen sind länglich, gestielt und an den dreispitzigen Deckschuppen leicht erkennbar.

Nadel Zapfen Douglasie