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Holzarten: Edelkastanie

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EdelkastanieEdelkastanie lackiert

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Edelkastanie

Baum EdelkastanieWeitere Handelsnamen Echte Kastanie, Esskastanie
Englisch Sweet chestnut
Botanischer Name Castanea sativa Mill.
Kurzzeichen EK1) (EN-Kurzzeichen: CTST2))

Kulturgeschichtliches

An der Alpensüdseite, wo die Edelkastanie seit Jahrtausenden heimisch ist, wird ihr Holz beim Hausbau, Rebbau, aber auch für Fenster und Möbel verwendet. Fassdauben aus Kastanienholz enthalten allerdings für die Weinlagerung etwas gar viel Gerbsäure – etwas mehr als die Eiche, weshalb aus dem Holz früher Tanninextrakt zum Gerben von Leder erzeugt wurde. Bei der traditionalen Herstellung von Aceto balsamico hingegen soll das mittlere in der Folge der fünf Fermentationsfässer aus Kastanienholz gefertigt sein, das verleiht der gewürzartigen Beigabe zu Speisen ihre zarte Schärfekomponente.

Allgemeines

Die Edelkastanien tragen erst nach 20 Jahren die begehrten Früchte. Die Bäume sind mittelgroß, im Bestand langschäftig, schön belaubt und freistehend breitkronig und kurzschäftig. Sie können mehrere hundert Jahre alt werden. Als Baumart der Mittelmeerländer verlangt die Edelkastanie mildes, nicht zu trockenes „Rebenklima“, erträgt aber auch Schatten. Ihr Zuwachs ist gut doppelt so groß wie jener der Eiche. Die stärkehaltigen Maronen dienten vor Einführung der Erdäpfel vielen Menschen als Notbrot. Die getrockneten Früchte wurden zu Mehl verarbeitet und zu Baumbrot gebacken. Mittellose Personen durften mancherorts auf öffentlichem Boden Esskastanien für den Eigengebrauch anbauen. Heute sind glasierte Maronen oder durchs Lochsieb gepresstes Püree als Leckereien beliebt. Und im Winter wärmen gebratene Kastanien vor dem Genuss die Hände.

Holzcharakteristik

Das Holz der Edelkastanie ist in Farbe und Struktur dem Eichenholz ähnlich, von diesem jedoch aufgrund der mit bloßem Auge nicht sichtbaren Holzstrahlen leicht zu unterscheiden. Es ist ein typisch ringporiges Holz, wobei der Frühholzporenring sich nicht so markant abzeichnet. Der Braunton ist im Vergleich zur Eiche milder.

Eigenschaften

Das Holz der Edelkastanie ist mittelschwer (Darrdichte 530 kg/m³) und weist eine Brinellhärte von 18 N/mm² auf. Es weist geringe Schwindwerte auf und hat ein gutes Stehvermögen. Das Holz ist schwierig zu trocknen mit ausgeprägter Tendenz zu Zellkollaps. Die Bearbeitbarkeit ist gut, es geht auch gut bis befriedigend zu verleimen und ist leicht polierbar. Bei Kontakt mit Eisen können Verfärbungen entstehen. Sehr gut ist die Dauerhaftigkeit, hier liegt Edelkastanie in der Klasse 2, dauerhaft.

Verwendung

Edelkastanie wird als Konstruktionsholz für Innen- und Außenbau, im Wasser- und Schiffsbau eingesetzt. Es wird in Form von Furnieren, für Verkleidungen und als Parkett verwendet. In manchen Ländern dient es auch als Fassdaubenholz.

Ähnliche Hölzer

Eiche

Die Edelkastanie ist ein Baum, der zwischen 10 – 30 m hoch werden kann. Die Borke ist bei jungen Bäumen glatt und olivbraun, später wird sie graubraun und hat tiefe Risse. Die Blätter sind bis zu 25 cm lang, länglich-lanzettlich, ledrig-hart und haben eine glänzend-dunkelgrüne Farbe, die Unterseite ist heller. Der Blattrand ist stachelig-gezähnt. Die Früchte sind grün und stachelig. Wenn sie im Oktober reif werden, platzen die Fruchtschalen auf und geben ihren Inhalt, die Maronen, frei.

Blatt Frucht Edelkastanie