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Qualitätsbewusstsein in Wald und Forst und im Holzbau

Stapel Holzbretter

Österreichisches Holz und Holzwerkstoffe werden nach strengen Auflagen sortiert, in Güte- und Schnittklassen eingeteilt, nach Maßhaltigkeit, Holzfeuchte etc. kategorisiert. Das heißt, man kauft immer eine Qualität, deren Eigenschaften exakt definiert sind. Und der hohe Stand der Ausbildung in Holzfachschulen und das Know-how von Meisterbetrieben steht für höchste Qualität von Verarbeitung und Bauausführung.

Qualitätsbewusstsein in Wald und Forst

Die Forstwirtschaft in Österreich praktiziert seit mehreren Jahren sogenannte Naturverjüngung. Bei dieser Methode überlässt man die Wiederaufforstung zum Teil der Natur, womit erfahrungsgemäß die genetische Vielfalt gewährleistet wird, da ausschließlich an den jeweiligen Standort angepasste Baumarten nachwachsen. Die österreichischen Waldbesitzer richten sich nach den Zertifizierungsrichtlinien des PEFC (Pan European Forest Certification). Die Nutzung des Waldes ist im Forstgesetz streng geregelt: Eine Ernte über 0,5 Hektar muss demnach behördlich genehmigt werden, eine Ernte von über 2 Hektar ist grundsätzlich verboten. Fast alles, was aus dem Wald kommt, wird auch verwertet: Stammholz als Werkstoff, Rinde, Spreißel, Hackschnitzel und Späne als Nebenprodukte in der Holzplatten-, Papier- und Zellstoffindustrie und zur Energieerzeugung.

Qualitätsbewusstsein im heutigen Holzbau

Modernste Klassifizierungstechniken erlauben höchste Präzision in der Klassifizierung und Sortierung von Holzprodukten. Und das ist eine essentielle Voraussetzung für die Qualitätssicherung in Herstellungsbetrieben von Holzprodukten als auch auf den Baustellen.

Heute werden im modernen Holzbau Projekte realisiert, an die noch vor einigen Jahren nicht einmal zu denken war! Das Basteln ist dem Planen, das Improvisieren dem Managen gewichen. Gut organisierte Vorfertigung bringt viele Vorteile, denn gerade der Holzbau eignet sich zum Baukastenprinzip. Keine Massenfertigung, aber industrielle Maßanfertigung im Werk, präzises Timing und kurze Montage vor Ort lautet die Devise.

Stapel Holzbalken
PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) Gütesiegel

Gütesiegel für die Wälder

Zertifizierungsprozesse sollen gewährleisten, dass Holz und Holzprodukte aus ökologisch, ökonomisch und sozial verantwortlicher Waldbewirtschaftung kommen. Sie gingen aus nationalen bzw. regionalen Organisationen für Herkunftsnachweise hervor. Sie definieren Rahmenbedingungen, die national, regional oder von einzelnen Bewirtschaftern erfüllt werden müssen.

Zertifizierungssysteme:

PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes), 1999 als Pan European Forest Certification gegründet, ist heute global tätig. Zertifizierte Waldfläche: 200 Mio. ha (Stand 2008).

FSC (Forest Stewardship Council), 1993 gegründet; global tätig. 90 Mio. ha (2008).

CSA (Canadian Standards Association), 1973 vom kanadischen Normenrat akkreditiert. Zertifizierungsschema in Kanada. 79,3 Mio. ha (2007).

SFI (Sustainable Forestry Initiative), 1995 gegründet, Zertifizierungsschema für die USA und Kanada. 55,4 Mio. ha (2007).

CSA und SFI streben die gegenseitige Anerkennung ihrer Zertifizierungssysteme mit PEFC International an. Die vier angeführten Schemata gelten als die am weitesten entwickelten. Daneben gibt es entsprechende Organisationen unter anderem in Australien, Chile, Brasilien und Malaysia.

proHolz Informationen

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