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Holzbau in Italien wächst weiter

Meldung erstellt am 01.02.2016

Laut einer aktuellen Studie des italienischen Branchenverbands FederlegnoArredo gewinnt der Holzbau trotz Baukrise in Italien Marktanteile. Inzwischen wird jede 16. Wohnung in Holz gebaut.

Die Studie, die den Holzbausektor in Italien 2014 untersucht, zeigt trotz insgesamt sehr schlechter Baukonjunktur in Italien eine konstant steigende Entwicklung des Holzbaus. Der Anteil des Holzbaus am Wohnungsneubau liegt bei 6,4 Prozent. Bei der letzten Erhebung von Paolo Gardino Consulting im Jahr 2009 lag er noch bei knapp 3 Prozent. 

Rahmenbau und Brettsperrholzbauweise dominieren

Bezüglich der Holzbauweisen dominieren der Rahmenbau mit 55 Prozent und die Massivbauweise mit X-Lam (Brettsperrholz) mit 38 Prozent.

Insgesamt 3.025 Häuser aus Holz wurden 2014 in Italien fertiggestellt, davon waren 2.715 (also rund 90 Prozent) Wohnbauten. Der Gesamtumsatz betrug 658 Mio. Euro, davon wurden 79 Prozent im Wohnbau erwirtschaftet.

Vorgefertigte Holzgebäude: Italien vor Österreich auf Platz vier

Hinsichtlich der Produktion vorgefertigter Holzgebäude reiht sich Italien mit einem Umsatz von 602 Mio. Euro an vierter Stelle in der Länderliste hinter Deutschland, UK und Schweden ein. Österreich folgt auf Platz 5 mit einem Umsatz von 575 Mio. Euro. Dies zeigen die Daten der europäischen Produktionsstatistik PRODCOM.

Rückgang von 35 Prozent im Bausektor allgemein

Die Performance des Holzbaus ist insofern beachtlich, als dass der Bausektor allgemein in Italien zwischen 2008 und 2016 einen Rückgang von 35 Prozent verbuchen musste. Besonders stark war der Wohnungsneubau mit einem Rückgang von 67 Prozent betroffen. Der Bereich Sanierung hingegen wies ein Wachstum von 23 Prozent auf - dies wohl aufgrund der Steuererleichterung für Instandsetzungen und der Anhebung des Energiestandards bei Bestandsgebäuden.

Studie "Häuser und Gebäude aus Holz"

Die Studie wurde vom neu gegründeten Studienzentrum des Dachverbands FederlegnoArredo erstellt, das dazu 225 ausgewählte Unternehmen untersucht hat. Anhand von veröffentlichten Bilanzen, Umfragen zur Marktentwicklung und Interviews wurden Daten ermittelt und hochgerechnet. Die einbezogenen Unternehmen wiesen 2014 einen Umsatz von 911 Mio. Euro auf, davon entfielen 42 Prozent auf Holzbauten. Mehr als 1.800 Gebäude aus Holz haben die Unternehmen hergestellt, das entspricht einem Marktanteil von 60 Prozent am gesamten Holzbau. Die untersuchten Firmen sind mehrheitlich klein strukturiert. Forciert durch den Einsatz von Brettsperrholz nehmen "klassische" Baufirmen den Holzbau in ihr Repertoire auf. 60 Prozent der Firmen fertigen im Schnitt 2 bis 20 Holzhäuser pro Jahr, nur 1 Prozent der Firmen produziert mehr als 50 Holzhäuser im Jahr.

Studie "Häuser und Gebäude aus Holz"
Die 42-seitige Studie ist auf Anfrage bei proHolz Austria erhältlich.
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T +43(0)1/7120474

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