Inhalt

WOODBOX & WOODDAYS in Klagenfurt: Holz als Baumaterial der Wahl für Städte und Gemeinden

Meldung erstellt am 08.09.2014

Während ihres zehntägigen Besuchs in Klagenfurt flankierte die WOODBOX die Klagenfurter Holzmesse und regte Dialoge zwischen Politik und interessierten Bürgern über zukunftsorientiertes Bauen mit Holz an

Direkt auf dem Neuen Platz vor dem Rathaus platziert zog die WOODBOX in Klagenfurt viele Besucher an. Jeden Tag konnten rund 500 Interessierte informiert und beraten werden. Bei der Eröffnung im Klagenfurter Rathaus sagte Klagenfurts Vizebürgermeister Albert Gunzer, dass eine Bewusstseinsbildung für den Baustoff Holz wichtig sei und berichtete über mehrere jüngst in Klagenfurt realisierte Holzbauten, wie die Aufstockung der Berufsfeuerwehr, einen Kindergarten und verschiedene Wohnbauten. Insbesondere in einem waldreichen Land wie Kärnten, wo die Holzindustrie ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts ausmacht (im Gegensatz zu 4% im Bundesdurchschnitt) und rund 30.000 Menschen beschäftigt, müsse die Verwendung von Holz am Bau mehr forciert werden.

proHolz Austria-Obmann Hans Michael Offner forderte neue gesetzliche Rahmenbedingungen. In den vergangenen 50 Jahren sei auf dem Gebiet der Holzforschung sehr viel geschehen, wodurch neue Produkte entwickelt werden konnten. Diesen neuen Erkenntnissen habe sich die Bauordnung in Kärnten bisher nicht angepasst. Auch Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Moosburg, Herbert Gaggl, der als Bauherr in seiner Gemeinde bereits mehrere öffentliche Bauten in Holz errichten ließ, forderte die Anpassung der Bauvorschriften an den Stand der Technik und verwies auf den wirtschaftlichen Wert der heimischen Ressource Holz zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung.

Ein wesentlicher Aspekt der WOODBOX ist die Verwendung von Holz als Beitrag zum Klimaschutz. Dazu nahm Alfred Teischinger vom Institut für Holzforschung der Universität für Bodenkultur Stellung. So sei die weltweite Zementindustrie für zehn Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Hier gebe es sehr viel Einsparungspotenzial. Hingegen speichere ein Einfamilienhaus aus Holz 60 Tonnen CO2. Würde man den gesamten Hochbau in Holz realisieren, könnte man soviel CO2-Emissionen vermeiden, wie die Hälfte aller Pkw pro Jahr in Österreich verursachten.

Architekt Markus Klaura forderte ein geändertes Förderungsszenario im Baugeschehen. Ein  verantwortungsvoller Umgang mit dem Siedlungsraum erfordere eine durchdachte Raumplanung und eine verstärkte Förderung des Holzbaus.

Die Rahmen der begleitenden WOODDAYS fand am 3. September ein Erfahrungsaustausch zwischen Politik, Behörden, Planung und Umsetzung zum Thema "Nachhaltige Entwicklung von Städten und Gemeinden mit Holz" statt. Die renommierten Architekten Tom Lechner, Dietger Wissounig und Tom Kaden zeigten im Klagenfurter Rathaus die Vielfältigkeit des modernen Holzbaus auf.

Bevor es für die WOODBOX  weiter nach Brüssel geht, macht sie vom 11. bis 17. September Station in Kiens/Südtirol. Als erster Sponsor hat die Firma RUBNER die WOODBOX im Rahmen ihrer Fachtagung "Bauen, Wohnen, Zukunft" angemietet.

 

 

Alfred Teischinger

Tom Lechner

Tom Kaden

Dietger Wissounig


Kontaktadresse:

Sieglinde Weger
proHolz Austria
Am Heumarkt 12
1030 Wien
T +43 (0)1/712 04 74 - 13
weger@proholz.at
www.proholz.at