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Projekt-Datenbank: Architektur, Holzbau

Diese Holzbau-Sammlung zeigt die technischen, gestalterischen und ökologischen Potenziale von Bauen mit Holz. Eines der ältesten Baumaterialien präsentiert sich mit neuen Perspektiven für Architektur und Stadtplanung – ressourcenschonend, smart, nachhaltig und urban. Geordnet nach Kategorien, wird diese Holzarchitektur-Datenbank laufend um aktuelle Bauwerke ergänzt.

LCT - LifeCycle Tower

Ergebnis eines Forschungsprojekts für ein vorgefertigtes Holz-Betonverbundbauwerk über die Hochhausgrenze hinaus.

Bild: CREE

Innen wird Holz bei den Schalungen und beim Tagwerk sichtbar.

Die Holzelemente werden vorgefertigt angeliefert.

Nur das Treppenhaus und der Liftschacht sind aus Beton.


Standort

Dornbirn, Vorarlberg/AT

Bauherr

Cree GmbH

Projektleitung

DI Christoph Dünser

Mitarbeit  

Ing. Benjamin Baumgartl, ADE Guillaume E. Weiss, DI Stefan Hiebeler, DI Michael Laubender

Kostenplanung

Cree GmbH, Bregenz

Bauleitung  

Cree GmbH, Bregenz

Tragwerksplanung  

merz kley partner, Dornbirn

HLS Planung  

EGS, Stuttgart

Elektroplanung  

Ing.Büro Brugger, Thüringen

Brandschutzplanung  

IBS, Linz

Fertigstellung

November 2012

Die Entwicklung eines Bausystems mit bis zu 20 Geschossen war das Thema des Forschungsprojekts Lifecycle Tower. Es wurde ein exemplarisches Gebäude auf einer Grundfläche von 25 x 38 Metern untersucht, bei dem auf zwei mineralisch konstruierten Sockelgeschossen 18 Geschosse in Holzbauweise ruhen.

Der Erschließungskern mit zwei Treppenhäusern, Personenaufzügen und Feuerwehraufzug nimmt die Horizontallasten aus den Deckenscheiben aus vorgefertigten Holz-Beton-Verbund-Deckenelementen auf. Diese liegen auf unbekleideten, in die Fassadenelemente integrierten Brettschichtholzstützen im Raster von 2,70 Metern.

Zwischen den sichtbaren Holzrippen werden vorgefertigte Installationselemente mit integrierter Heizung, Kühlung, Sprinklern und teilweise auch Beleuchtung eingehängt, die zudem die notwendigen akustischen Anforderungen erfüllen. Es ließ sich nachweisen, dass die Leistungsfähigkeit des Baustoffs in statischer Hinsicht ausreicht und sich der Ressourceneinsatz sowie der Primärenergieverbrauch gegenüber herkömmlichen Bauweisen stark reduzieren lässt. Auch die Verkürzung der Bauzeit auf ein Drittel konnte aufgrund der guten Vorfertigungsmöglichkeiten belegt werden.

Die Nutzungsflexibilität sowie die Trennung von Tragwerk, Gebäudehülle, Haustechnik und Innenausbau gewährleisten die Langlebigkeit– ein wichtiger Parameter für Nachhaltigkeit. Spezielle brandschutztechnische Maßnahmen erfüllen die geforderten Sicherheitsstandards. Dass es auch möglich ist, die wirtschaftlichen Anforderungen zu erreichen, zeigt der achtgeschossige Prototyp.

Weitere Informationen:
Edition: Holz-Hybrid-Hochhaus
Alles über Holz: Life Cycle Tower One, Dornbirn/A
Kategorie: Büro und Verwaltung, Potenziale und Grenzen