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| Vorigen Sommer lagerte das Ding
auf einer Wiese in Alpach. Architekt Volker Giencke hatte entworfen, proHolz
Austria sponserte. Die innen rote Leichtbaukonstruktion aus Fichtenholz
bot beim Durchschreiten ein derart stupendes Raumerlebnis, dass die frühherbstliche
Aussicht auf ein sang- und klangloses Verschwinden Energien freisetzte,
den Red Room auf Wanderschaft gehen und mit anderen räumlichen Situationen
interagieren ließ. Jetzt hat er sich im großen Hof des MQ niedergelassen, verengt ein wenig die Passage vor dem weißen Quader des Leopold Museums, bietet Fußgängern jedoch eine Alternative zum Durchschlendern. Vorn und hinten offen, ist das Objekt vorerst einmal reiner Raum. Ein Raum, der sich zur Mitte hin weitet und sich zugleich verdichtet, der aber, weil er schiefwinklig verformt ist, zu einem heißen, aufregenden Raum wird. Eben ein Red Room. Vom 1. Juni bis 3. August 2003 steht er zur Wahrnehmung, dem Genießen von Raum, allen Besuchern des MQ offen. Der Red Room bringt die Besucher des urbanen Raums in Kontakt mit dem Rohstoff und Werkstoff Holz. Eine Klanginstallation von Walter Zschokke versinnlicht den Besuchern den »roten Faden« vom Baum bis hin zum Werkstoff Holz. An den beiden Zugängen sind Klangvorhänge aus Blätterrauschen die beim Eintritt an- und abschwellen oder auch gänzlich verstummen. Im Inneren werden zirka zwei Dutzend kurze, aber erkennbare Wort-, Gesangs- und Musikzitate sowie kurze Geräuschsequenzen zum Thema Holz und Wald eingespielt. |
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