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zuschnitt 43

Die Außenwand

Ob stab- oder plattenförmige Elemente, ob Rahmen- oder Massivbau, Bauen mit Holz bietet eine große Vielfalt an Wandtypen. Allen ist gemeinsam, dass Holz den Innenraum vor Kälte, Hitze, Lärm und dem Wetter schützt, und das mit all seinen positiven Eigenschaften.

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Die Außenwand ist die äußere, ein Gebäude abschließendeWand. Dieser Bauteil übernimmt – imGegensatz zur Innenwand – nicht nur trennende undtragende Funktionen, er schützt den Innenraum vorKälte, Hitze, Lärm und dem Wetter.

Dieser Zuschnitt behandelt diesen einen Bauteil,die Außenwand, und schließt damit an das Buch »Fassaden aus Holz« an. In diesem von proHolz Austria herausgegebenen Fachbuch geht es um die äußerste, bewitterte Schicht der Außenwand. Wir konzentrieren uns nun auf das, was sich hinter der Fassade versteckt, auf die Wand. So viel sei gleicheinmal vorweggenommen: Ein Rezept, also einegenaue Vorschrift, wie so eine Wand aus Holz zuplanen und zu bauen ist, gibt es nicht. Es gibt natürlich konstruktive und bauphysikalische Regeln, die zu beachten sind, aber innerhalb dieses Regelwerkes gibt es viele Lösungen. 

Welche davon die richtige ist, entscheiden die Rahmenbedingungen. Soll es eine Massivholzwand werden oder doch lieber ein Rahmenbau mit hinterlüfteter Fassade –ein Blick auf dataholz.com, den Online-Katalog bauphysikalisch und ökologisch geprüfter Holzbauteile, zeigt, dass die Bandbreite enorm ist. An die hundert Wandaufbauten kann man dort zählen. Natürlich können wir hier nicht alle Möglichkeiten lexikalisch auflisten. Wir präsentieren Ihnen vielmehr eine kleine Auswahl an Projekten, anhand derer wir aufzeigen, warum die Architekten sich für Holz, für dieses oder jenes Wandsystem entschieden haben und was die jeweiligen Vorteile sind. 

»Eigentlich ist die Außenwand im Holzbau der leichteste Bauteil«, meinte Karl Torghele, Bauphysiker in Dornbirn, bei einem Vorgespräch zu dieser Ausgabe. Sicher fordern die Luftdichtigkeit und die Anschlüssean die anderen Bauteile besondere Aufmerksamkeit, die bauphysikalischen Anforderungen aber vom Wärmeschutz über den Schallschutz bis hin zur geforderten Speichermasse sind im Holzbau leicht zuerfüllen. Wenn alles so einfach ist, was aber sind dann die Herausforderungen, die sich den Planern und der Holzbranche im Zusammenhang mit der Außenwandstellen? Da wäre einmal die Holzmassivbauweisezu nennen. Die Brettsperrholzplatten sind schwer, viele Arbeiten wie das Dämmen und der Fenstereinbau werden wieder häufiger auf der Baustelle ausgeführt. Ist dies ein Nachteil oder Vorteil? 

Die Holzforschung Austria untersucht im Zuge eines Forschungsprojektes Außenwände und hier im Besonderen die sommerliche Überhitzung, die Phasenverschiebung in der Wand sowie die thermische Behaglichkeit eines Holzhauses. Wenn man über Herausforderungen für den Holzbau spricht, ist auch das Thema der thermischen Sanierung zu nennen: Die TES EnergyFacade zum Beispiel – ein System zur Gebäudedämmung mit großflächigen Holzelementen– hat die Kompetenzen des Holzbausauf die Gebäudesanierungen übertragen. 

Diesmal haben wir die Aspekte des Brandschutzes und des Schallschutzes ausgeblendet, wohl wissend, dass sie beim Bau einer Außenwand ebenso relevantsind wie die anderen bauphysikalischen Aspekte. Doch haben wir uns in früheren Zuschnitten bereits intensiv mit Schallschutz und Brandschutz beschäftigt und werden diese Themen sicher wieder aufgreifen. 

So wie wir im zuschnitt 29 – Holz und Glasund im zuschnitt 40 – Holz und Stahl den Schwerpunkt auf Materialkombinationen gelegt haben, geht es in diesem Zuschnitt um einen bestimmten Bauteil. Damit stehen wir am Anfang einer Reihe, in der wir uns auf Bauteile im weiteren Sinne konzentrieren werden und die wir zu Themen wie Dach, Fenster und Tür fortsetzen werden.

  € 8,00
Auflage 15000.00
Format A4
Gewicht 0.15 kg
ISBN 978-3-902320-85-8
ISSN 1608-9642
Seiten 28.00