Holz(an)stoß

Holz-Kreativ: Innovative Projekte zeigen die universellen Einsatzmöglichkeiten von Holz in den Bereichen Kunst und öffentlicher Raum.

  • Thomas Demand
    Text: Stefan Tasch
  • Yoshitomo Nara
    Text: Stefan TaschYoshitomo Nara ging 1988 nach Deutschland, schrieb sich an der Kunstakademie Düsseldorf ein und blieb dort zwölf Jahre. Aufgrund seiner mangelnden Sprachkenntnisse und der damit verbundenen Schwierigkeit zu kommunizieren, empfand Nara ein tiefes Gefühl der Isolation. Diese Erfahrung führte Nara zu jener Ästhetik, die ihn später unverwechselbar machen sollte:
  • Petrit Halilaj
    Text: Stefan Tasch1999 war Petrit Halilaj gerade 13 Jahre alt, als der Krieg in seiner Heimat Kosovo ausbrach. In einem Flüchtlingslager in Italien wurde er zum gefragten Interviewpartner für Journalisten und man erkannte sein Talent als Zeichner. Halilaj brachte die trau­matischen Erlebnisse des Krieges zu Papier und ­arbeitete in dieser Zeit an Hunderten Zeichnungen. Er blieb zunächst in Italien und ging schließlich auf die Kunst­akademie in Mailand.
  • Peter Fischli und David Weiss
    Text: Stefan TaschWenn jemals Künstler oder Künstlerinnen ernsthaft daran interessiert waren, den Menschen die Schwellenangst vor der zeitgenössischen Kunst zu nehmen, so sind es wahrscheinlich Peter Fischli und David Weiss.
  • Oscar Tuazon
    Text: Stefan TaschSeattle, der Geburtsort Oscar Tuazons im Nordwesten der Vereinigten Staaten, ist bekannt für seine Eisen- und Stahlindustrie sowie die Holzverarbeitung und die Grunge-Ikone Kurt Cobain. Man kann dies natürlich als Zufall werten, ebenso wie den Umstand, dass just in dem Jahrzehnt, in dem Tuazon zur Welt kam, die Do-it-yourself-Bewegung (DIY) in Nordamerika ihren großen Durchbruch feierte.
  • Erwin Wurm
    Text: Stefan TaschErwin Wurm versucht den elitären und mitunter begrenzten Raum der zeitgenössischen Kunstrezeption zu durchbrechen und zu erweitern. Dieser Anspruch manifestierte sich schon relativ früh in seinen Arbeiten.
  • Chris Burden
    Text: Stefan TaschChris Burden gilt als einer der radikalsten und kompromisslosesten Performancekünstler der frühen 1970er Jahre.
  • Carsten Höller
    Text: Stefan TaschFür die meisten sind Kinder ein Synonym für Zukunft und Glück. Bei Carsten Höller stehen die drei Begriffe zunächst für drei voneinander unabhängige Werkphasen.
  • Peter Sandbichler
    Text: Stefan TaschGesellschaftsrelevante Fragen und systemkritische Komponenten spielen neben formaler Kohärenz eine wichtige Rolle im Werk des Bildhauers Peter Sandbichler.
  • Gregor Zivic
    Text: Stefan TaschDie von Gregor Zivic geschaffenen Welten sind ein Panoptikum seiner inneren Befindlichkeit.
  • Richard Woods
    Text: Stefan TaschDer britische Künstler Richard Woods zeigt mit seinem ironischen Konzept und dessen radikaler Ausfertigung, wie man bereits Vorhandenes verschönern, neu interpretieren und veredeln kann.
  • Doris Salcedo
    Text: Stefan TaschDie in Kolumbien geborene Künstlerin Doris Salcedo setzt sich in ihren Arbeiten vorwiegend mit politischen Inhalten auseinander und thematisiert dabei räumliche Fragen ebenso wie unbewusst ausgelöste Assoziationsketten.
  • Wim Delvoye
    Text: Stefan TaschDie Arbeiten von Wim Delvoye gehören zu den unprätentiösesten und zugleich am schwersten verdaulichen in der zeitgenössischen Kunst.
  • Manfred Pernice
    Text: Stefan TaschSowohl die Skulpturen als auch die Installationen von Manfred Pernice wirken auf den ersten Blick verwirrend, aber zugleich auch faszinierend in Bezug auf ihre Dimension und Ausführung.
  • Simon Starling
    Text: Stefan TaschViele von Starlings Arbeiten sind an Gegenstände oder Substanzen gebunden, die er einem komplexen Transformationsprozess durch Raum und Zeit unterzieht.
  • Dan Graham
    Text: Stefan TaschDer 1942 in Urbana, Illinois/USA geborene Künstler Dan Graham zählt zu den wichtigsten Vertretern der Conceptual Art.
  • Roman Pfeffer
    Text: Stefan TaschIronie, Transformation und Verdichtung bestimmen die Herangehensweise, mit der Roman Pfeffer den alltäglichen Gebrauchsgegenständen ebenso wie der bildenden Kunst zu Leibe rückt.
  • Ian Hamilton Finlay
    Text: Stefan TaschDiese aus dem Nichts entstandene Gartenanlage wurde seit 1965 sukzessive von Finlay ausgebaut und mit Zitaten, Monogrammen, Namen und Aphorismen auf Holz, Stein oder anderen Naturmaterialien bespielt.
  • Atelier van Lieshout
    Text: Stefan Tasch»The Disciplinator« ist eine käfigartige Konstruktion aus Stahl und Holz, in der 72 Insassen arbeiten, schlafen, essen und dabei einem schroffen Zeitplan unterliegen, einzig zu dem Zweck, Sägemehl aus vier Baumstämmen herzustellen.
  • Roman Singer
    Text: Stefan TaschDer in Appenzell geborene Künstler Roman Signer entwickelt ausgetüftelte und immer wieder erprobte Strategien, wenn es darum geht, die Fronten seiner Kunst gegen jegliche Vereinnahmung anderer Kunstströmungen abzudichten.
  • Marinus Boezem
    Text: Stefan TaschMarinus Boezems „De Groene Kathedraal“ zählt sicher zu den beeindruckendsten Beispielen begehbarer Land Art.
  • Tony Cragg
    Text: Stefan TaschDie Skulpturen des 1949 in Liverpool geborenen Tony Cragg zeichnen sich durch eine ungewöhnliche Vielfalt in Materialwahl und Formgebung aus.
  • Hans Schabus
    Text: Stefan TaschStrecken und Raumbewältigungen sind jene Parameter, die das Leitsystem von Hans Schabus’ Werk stützen.
  • Jan de Cock
    Text: Stefan TaschDer aus Belgien stammende, 1976 geborene Künstler Jan de Cock präsentierte 2004 im Rahmen der Manifesta 5 in San Sebastian seine bis dato spektakulärste Arbeit.
  • Stephan Balkenhol
    Text: Stefan TaschDie Skulpturen des 1957 im hessischen Fritzlar geborenen Künstlers Stephan Balkenhol lösten Ende der achtziger Jahre so etwas wie eine Revolution auf dem Sektor Kunst im öffentlichen Raum aus.
  • Gordon Matta-Clark
    Text: Stefan TaschGordon Matta–Clark, Sohn des surrealistischen Malers Roberto Matta, wurde 1943 in New York geboren. Er studierte Architektur an der Cornell University sowie französische Literatur an der Sorbonne. Bekannt wurde Matta-Clark durch seine geometrischen Einschnitte in bestehende Architekturen.
  • Stephan von Huene
    Text: Stefan TaschStephan von Huene wurde 1932 in Los Angeles als Sohn deutscher Emigranten geboren. Im Umfeld der Kunstszene der West Coast, Anfang der sechziger Jahre, verwirklichte er auch die ersten audio-kinetischen Skulpturen, in denen präzise kalkulierte Klang- und Geräuschprozesse mit mechanischen Bewegungsabläufen verbunden wurden.
  • Marjetica Potrc
    Text: Stefan TaschMarjetica Potrc wurde 1953 in Ljubljana (Slowenien) geboren und studierte sowohl Architektur als auch Kunst an der dortigen Universität. Ihre Kunst entsteht aus der Beobachtung von globalen Entwicklungen im Bereich der Urbanistik.
  • Rachel Whiteread
    Text: Stefan TaschRachel Whiteread gehört zu jener Generation von britischen Künstlern, die in den neunziger Jahren, von London ausgehend, die Gesellschaft quer durch alle Lager polarisierten. „Felt Floor“ ist ein Filzboden, der in einem sehr komplexen Verfahren die Oberflächentextur von Kiefernholz angenommen hat.
  • Joseph Beuys
    Text: Stefan TaschWährend eines Einsatzes als Kampfflieger im Zweiten Weltkrieg stürzte Joseph Beuys über der Krim ab. Er entging nur knapp dem Tod. Einheimische retteten den Verwundeten, salbten ihn mit Talg und hüllten ihn in Filz. Diese Erfahrung prägt seine Kunst: Filz und Fett sind neben Wachs und Kupfer die zentralen Materialien.
  • Fridolin Welte
    Text: Fridolin WelteDas Objekt o.T. gehört zu einer Werkgruppe, die Fridolin Welte mit dem Sammelbegriff Der Inhalt des Zylinders bezeichnet. Bezogen auf die Genese dieser Werkgruppe steht die Arbeit am (vorläufigen) Ende der Entwicklung. Der Unterschied zu früheren Arbeiten derselben Werkgruppe liegt in der Annäherung an architektonische Formrepertoires und deren Maßstab.
  • Andy Goldsworthy
    Die Objekte von Andy Goldsworthy spiegeln die unermüdliche, alles ausschließende Konzentration des Künstlers auf den Versuch wider, den Sinn von Skulptur und damit den Sinn von Natur zu erfassen.
  • Christian Bartel
    Text: Martin HochleitnerEs entspricht vor allem im Bereich der Bildhauerei dem klassischen Kunstideal, wenn sich Formvorstellungen absolut stimmig zum verwendeten Material verhalten. Michelangelo soll seine Figuren schon in den noch unbearbeiteten Marmorblöcken gespürt haben. Ähnliches sagt man auch über Rodin.
  • Volker Giencke
    Text: Walter ZschokkeManche Insekten beenden ihr Larvenstadium in einer Schutzhülle, der Puppe, der sie nach einiger Zeit als bunter Schmetterling entsteigen. Die Menschen sind Säugetiere und kennen die Metamorphose nicht, aber für ihre geistige und emotionale Entwicklung sind reale Erfahrungen nicht unerheblich.
  • Rita McBride
    Text: Christiane Meyer-StollZerbrechlich und einzigartig erscheint die aus Muranoglas gefertigte Skulptur »Chair« (2000). Rita McBride wählte einen der bekanntesten Stühle, einen Thonetstuhl, als Vorbild für diese Arbeit.
  • Golser, Kandut, Pliem und Rubin
    Text: Harald SchwingerHolz ist für den Bildhauer Egon Rubin der Energieträger schlechthin und diese Energie ist für ihn das wichtigste für einen Dialog zwischen Künstler und Material. Rubin ist einer der vier Bildhauer, die für den Villacher Hausberg, den Dobratsch, auch Villacher Alpe genannt, Skulpturen aus Holz geschaffen haben.
  • Johann Feilacher
    Text: Angelica BäumerDas Rosental in Kärnten hat mit einer monumentalen Figurengruppe von Johann Feilacher ein neues Wahrzeichen bekommen. Grob behauen und teilweise ausgebrannt, hat der Bildhauer seine Holzskulpturen auf einem Freigelände bei Maria Rain aufgestellt.
  • Ernst Gamperl
    Text: Veronika HoferSeine Schalen werden in Galerien in New York, Tokio und Paris ausgestellt. Erst kürzlich kaufte die Münchner Pinakothek der Moderne einige Stücke von ihm.
  • Hubert Matthias Sanktjohanser
    Text: Charlotte BlauensteinerSanktjohanser macht Möbel. Möbel aus Holz. Doch das Material Holz ist für ihn nicht Ausgangspunkt – er wählt es, weil es das geeignetste ist, um einen bestimmten Zweck zu erfüllen.
  • Tadashi Kawamata
    Text: Angelica BäumerSo wie Konstruktivismus und Objektkunst wesentliche Elemente der zeitgenössischen Kunst sind, so ist es die Unbekümmertheit im Umgang mit Materialien.
  • Werkstatt Kollerschlag
    Text: Markus Mittringer»Das Material ist dumm«, sagt Tony Cragg. Und es gibt so gut wie kein Material, dem er das nicht ausgetrieben hätte, das er nicht zum Träger von Idee gemacht hat.
  • Alfred Haberpointner
    Text: Peter WeiermairHaberpointners künstlerisches Material ist das Holz. Zum Einen handelt es sich um konzentrierte dichte Kernformen, zum Anderen um lagernde, oft aus mehreren Teilen aufgebaute Quader und zuletzt um verhältnismäßig dünne Tafeln, die vor die Wand gestellt werden.