Holzrealien

Kolumnen, Glossen, Statements zu Holz-Objekten aus dem Bereich Kunst und Design.

  • Selbst ist der Kuli
    Text: Michael Hausenblas
  • Kurvenstar
    Text: Michael Hausenblas
  • Brettl eben!
    Text: Michael Hausenblas
  • Buchstabenhocker
    Text: Michael Hausenblas
  • Kistenwald
    Text: Michael HausenblasEin ganzer Wald zu Hause am Nachtkastl – mit dieser Kiste aus dem Hause Naef wird’s machbar. 21 Holzarten mit ihrer jeweils typischen Maserung und Farbgebung gibt’s in der so genannten „Holzkollek­tion“.
  • Gadget-Legende
    Text: Michael HausenblasApps auf Smartphones gibt es unzählige, doch mit keinem einzi­gen lässt sich ein Butterbrot streichen, ein Stecken schnitzen oder eine lockere Schraube anziehen. Dafür eignet sich noch ­immer am besten das gute alte Sackmesser.
  • Privatflieger
    Text: Michael HausenblasDas Design für den Flieger “Yoshida Hishou“ geht auf das Jahr 1911 zurück, ist in Sachen Ästhetik aber noch immer ein Prachtstück. Der Bausatz besteht aus Balsaholz, Styropor und Gummibändern.
  • Holzwelle
    Text: Michael HausenblasDer Entwurf geht auf das Jahr 1940 zurück, aber erst heuer ­wurde das Stück mit seiner organischen Wellenform auf der Mailänder Möbelmesse vorgestellt.
  • Traumzoo
    Text: Michael HausenblasDas „Jungle Friends Bamboo“-Mobile aus nachhaltig gewonnenem Bambus ist eine fast archaisch anmutende Abwechslung zu allerlei albtraumfördernden Vertretern dieser Anti-Munter-Macher.
  • Scheibchenweise
    Text: Michael HausenblasMit gelungenen Garderobenständern ist die Welt der Möbel nicht gerade übersät. Das dachte sich auch der äußerst ­umtriebige britische Top-Gestalter Tom Dixon und entwarf, draußen im Londoner Industriegebiet Portobello Docks, ­unter anderen den „Peg Coat Stand“.
  • Die Wanne ist toll
    Text: Michael HausenblasFür ihre Badewanne „Ofuro“ ist die italienische Bäderfirma Rapsel von der Style-Auskenner-Bibel „Wallpaper“ mit der Auszeichnung „Best 2010“ geehrt worden.
  • Rundling
    Text: Michael HausenblasDas Sichtbarmachen der Handwerkskunst war ihm wichtig. Souveränität sollen sie ausstrahlen, auf keinen Fall prätentiös sein. Das sind die stilistischen Eckdaten, die der deutsche Mode-Designer Wolfgang Joop zu seiner ersten Möbelkollektion, die er für die Neue Wiener Werkstätte entwarf, anmerken will.
  • Tuchfühlung
    Text: Michael HausenblasAus einer sehr erfrischenden und ebenso überraschenden Kollektion des größten Schweizer Möbelhauses namens Pfister stammt dieser Kleiderschrank der etwas anderen Art, entworfen von Moritz Schmid.
  • Hüttengaudi
    Text: Michael HausenblasDas gertenschlanke Gartenhaus stammt aus der Feder von Nils Holger Moormann, der „Nr. 1 des beherzten Möbelhandels“, wie ihn manche nennen.
  • Big Vogel
    Text: Michael HausenblasOb man dem Designer des Nistkastens „Big Brother“ namens Dennis Nino Clasen einen Vogel im Sinne einer Paranoia vor dem totalen Überwachungsstaat unterjubeln kann, sei dahingestellt.
  • Brett vor dem Topf
    Text: Michael HausenblasSchneidbrett, Jausenbrett, Untersetzer oder einfach nur Objekt: Die Zielgruppe, die sich für das Holzteil „Pro“ interessieren könnte, lässt sich weit fassen.
  • Der Sieg der Knöpfe
    Text: Michael Hausenblas16 Arbeitsstunden und insgesamt zwanzig Arbeitsschritte werden benötigt, bis das „Wooden Radio“ empfangsbereit ist und zum Versand in Seidenpapier gewickelt wird.
  • Schnabel auf
    Text: Michael HausenblasWer sein eigenes Nest schon gebaut hat, sich Freund des gefiederten Getiers nennt und zudem auf alternative Energien setzt, der hat in Form dieser Vogelbleibe ein Objekt gefunden, das sein Herz höher schlagen lassen dürfte.
  • Form follows Brett
    Text: Michael HausenblasRechtzeitig zu seinem 75. Geburtstag legt das kultige Möbelunternehmen Artek aus Helsinki einen Entwurf von 1974 neu auf. Wer denkt, das Stück sei im Werkunterricht für die Stube von Fred Feuerstein entstanden, irrt.
  • Reisebibliothek
    Text: Michael HausenblasGarcia will mit diesem Entwurf vor allem den Nomaden-Typus unter den Leseratten ansprechen. Verfügt man nämlich über die nötige Wohnfläche, dann kann dieses Objekt, das zwischen Kunst und Design angesiedelt ist, gleich einem Hamsterrad bestiegen werden.
  • Sonnenplot
    Text: Michael HausenblasDas gefinkelte Lümmelmöbel »X-Z« verfügt über ein einklappbares Sonnendach, eine Tasche für allerlei Krimskrams, die zum Kopfpolster umfunktioniert werden kann, und weiteren Stauraum unter der Sitzfläche.
  • Rohrstaberl
    Text: Michael HausenblasDie verschiedenen Objekte, es gibt auch einen Zeitungsständer und ein Tischchen, waren bisher nur in Stahl erhältlich. Jetzt gibt es die kultigen Teile in einer Bambus-Version, die leichter, wärmer und natürlicher daherkommt.
  • Kranlicht
    Text: Michael HausenblasFür die einen hölzerne Skulptur in Kranoptik, für die anderen Erinnerung an die gute Matadorzeit hat dieser Lichtspender auf jeden Fall das Zeug dazu, aus dem großen Meer an Lichtquellen herauszustrahlen.
  • Hock and Roll
    Text: Michael HausenblasDas Möbel ist für Kinder zwischen einem und fünf Jahren gedacht. Statt des Kinderzimmers stellt man einfach den Schemel auf den Kopf und schon heißt’s: »Zug fährt ab!«
  • HolzPod
    Text: Michael HausenblasRenner des Hauses VersAudio ist die allseits bekannte iPod-Hülle aus Bambusholz, mit UV-beständigem Lack überzogen und innen weich gefüttert.
  • Ratzfatz-Möbel
    Text: Michael HausenblasSir Paul Smith ist einer der erfolgreichsten Modedesigner Englands. Für ihn hat der Gestalter Michael Marriott - auch kein Neuling - dieses Leichtgewicht aus finnischem Birkensperrholz entworfen.
  • Bugknüppel
    Text: Michael HausenblasEin äußerst beschwingter Beweis dafür, dass Unternehmen mit großer Tradition immer wieder überraschend gute Wege finden, sich in die Zukunft zu bewegen, ist Thonet.
  • Nachgeben
    Text: Michael HausenblasGestalterische Zweisamkeit schuf das Trio The Bakery Studio in Form des Sessels »Elastic Wood«. Vor allem Flexibilität wird im Falle dieses äußerst feschen Möbels, bei dem die Holzelemente gleich Bändern mittels flexiblen Kunststoffteilen verbunden werden, großgeschrieben.
  • Kurz und klein
    Text: Michael HausenblasEin bisschen ist das wie mit den Tieren: Katzen- und Hundebabys finden einfach alle irgendwie süß. Dasselbe könnte man von Möbelklassikern behaupten, die geschrumpft werden und als Kindereditionen aufgelegt werden.
  • Schöner spielen
    Text: Michael HausenblasWer den Berufswunsch seines Sprösslings schon früh in Richtung Architekt drängen will oder einfach nur genug hat von 08/15-Puppenhaus-Baumeistereien, der ist mit der "Villa Sibis" von Sirch gut beraten.
  • Green Beauty
    Text: Michael HausenblasOb schaukeln die Motorik fördert oder nicht, dürfte den jüngsten Cowboys und -girls ziemlich piepegal sein.
  • Toller Schwindel
    Text: Michael HausenblasAus der Schweiz stammt diese Produktneuheit, genauer gesagt aus dem Hause Naef, wo man sich in Sachen Spielobjekte Begriffe wie Qualität, Nachhaltigkeit, Design und Kreativität auf die Fahnen heftet.
  • Zeitzonen
    Text: Michael HausenblasWer möchte sich schon auf Satelliten und selbststellende Uhren verlassen, wenn man sich seine Zeit auch selbst einteilen kann?  
  • Pinocchios Schreibblock
    Text: Michael HausenblasHätte es Pinocchio, den hölzernen Genossen, auf seiner Reise bis nach Japan verschlagen, er hätte sich bestimmt mit diesem Schreibblock aus dem Hause mr-design eingedeckt.
  • Lämpchen hüpf
    Text: Michael HausenblasDiese Lampe, die unserer Hightech-Welt so standfest und doch heiter den Stinkefinger zeigt, erinnert von ihrer Formensprache an Matador oder an den Fleiß eines besonders talentierten Werkerziehungsschülers.  
  • Hast Du Töne?!
    Text: Michael HausenblasIn Zeiten, in denen der DJ längst keiner mehr ist, der halt einfach Platten auflegt, sondern mitunter mehr verehrt wird als so mancher Musikant, braucht er freilich auch seinen Altar.  
  • Ein Sessel für Kapitän Nemo
    Text: Michael HausenblasDie Möbel aus der schicken Viteo-Kollektion schauen aus, als würden sie was aushalten.
  • Zeichensprache
    Text: Michael HausenblasDieses Möbel aus England eignet sich für vieles: Kindern spielerisch die Buchstabenschar nahezubringen, Gegenstände alphabetisch zu ordnen, als Highlight für Schubladenfreaks oder einfach als Hingucker im meist gewohnt gewöhnlichen Möbelwald.
  • Apfeltasche
    Text: Michael HausenblasEinen Laptop auf den Knien sieht man heute schon bald an jeder Ecke. Mit einem Apple-Notebook holt man keinen Techie mehr hinterm Ofen hervor.
  • Ohrenweide
    Text: Michael HausenblasStilvoll zeigen, dass man was an den Ohren hat, kann man mit diesen Kopfhörern, die beweisen, dass es noch andere Beschallungsapparate gibt als die weißkabelige Massenware, deren tönende Stöpsel man in die Ohrmuschel stopft.
  • Auf dem Holzweg
    Text: Michael HausenblasNein, der Designer Paul Coudamy ist kein Holländer, der vor lauter Heimweh in seinem Pariser Atelier Turnschuhe aus Holz fertigt.
  • Macht die Katze froh!
    Text: Michael HausenblasEigentlich schon ziemlich ungerecht, welche Präsenz das Katzenklo im Vergleich zum Katzenhaus genießen darf, dabei heißt es doch Hauskatze.
  • Sperrholzgebiet
    Text: Michael HausenblasMarco Dessi gehört zu den Erfolg versprechenden Youngsters der heimischen Designszene. Der 32-jährige, aus Südtirol stammende ehemalige Zahntechniker, der bei der Arbeit vor allem am sich ständig ändernden Designprozess interessiert ist, nähert sich seinen Objekten wie ein Schriftsteller.
  • Schaukelschale
    Text: Michael HausenblasWovon wohl mag Designer Thomas Pedersen in der Nacht geträumt haben, bevor er seinen Sessel "Stingray" ersann.
  • Häuslschmäh
    Text: Michael HausenblasNein, das ist kein Hasenstall, auch keine Futterkrippe.
  • Blattmacher
    Text: Michael HausenblasTord Boontje gehört zu dem heiteren Haufen international bekannter Gestalter, die es immer wieder schaffen, uns ein Lächeln auf`s Gesicht zu zaubern.
  • Ansteckend
    Text: Michael HausenblasMan kann da jetzt an vieles denken: Mikado, ein Indianertipi, ein Lagerfeuer und anderes mehr.
  • Feuerprobe
    Text: Michael HausenblasIn Zeiten wie diesen gehört holländisches Design zum Erfrischendsten, was es in der Welt der Objektgestaltung gibt.
  • Brettlsause
    Text: Michael HausenblasDie romantischen Brettchen in Postkartenformat sind Leichtgewichte, also briefträgerfreundlich, und hat die Herzensdame in dieser schnelllebigen Welt keine Zeit für Waldspaziergänge, ist das auch kein Problem mehr.
  • Tischlein duck dich
    Text: Michael HausenblasMan muss schon zweimal hinschauen, bis man darauf kommt, was der Designer Matteo Ragni hier für Poltrona Frau ersonnen hat.
  • Klotz am Ohr
    Text: Michael HausenblasWenn das die Bäume wüssten: Was auf einen schnellen Blick aussieht wie ein Holzkeil für einen Wohnwagenreifen, ist in Wirklichkeit ein hölzernes Techno-Gadget.
  • Sitzen machen
    Text: Michael HausenblasNix da mit »Sitz gerade!«. Schon der Name des Designertrios »Gopingpong« dürfte klarmachen, dass die drei es mit den Konventionen nicht so haben, und das zeigt ihre äußerst erfrischende Möbelkollektion.
  • Zurück in die Zukunft
    Text: Michael HausenblasWer sagt, dass früher alles besser war, übertreibt natürlich maßlos. In Sachen Design dürfte man diese Äußerung trotz vieler Schandflecken, die in so manchem Möbelhaus zu finden sind, sogar ins Reich der Ignoranz verbannen.
  • Schuh mal!
    Text: Michael HausenblasEinen Schrank für Schuhe zu designen, gehört bestimmt nicht zu den aufregendsten Jobs für einen Gestalter.
  • Oh Wannentraum
    Text: Michael HausenblasMan sitzt in einem Boot und gleichzeitig im Wasser, sozusagen ein all-in-one-Badewannenkapitänserlebnis.
  • Man muss es nur finden
    Text: Michael HausenblasKlein und zierlich liegen sie da, aber auch grob und mächtig. Zerfurcht wie Greisengesichter oder glatt wie mit 1000er-Papier geschliffen.
  • Holzhaus steinalt
    Text: Eva GuttmannUnd wie alt ist das älteste Holzhaus? Letztere Frage kann - zumindest für Europa - seit 1998 eindeutig beantwortet werden.
  • Auf den zweiten Blick
    Text: Eva GuttmannEs soll ja Menschen geben, die können kein Holz mehr sehen. Andere hingegen kriegen nie genug von seiner mannigfaltigen Schönheit und vermissen Holz auch dort, wo es - nach gemeinhin üblichen Vorstellungen - nichts verloren hat.
  • Linz Café
    Text: Wolfgang PöschlWitz hatte dieses Gebilde vor allem als absurder Kopf, als Antithese des »Designzelts« von Haus-Rucker-Co, als Gegenpol zur Ausstellung, in der schon am Beginn des Designbooms dessen Fragwürdigkeit spürbar wurde und die das Linz Café auf den Punkt brachte, ohne eine wirkliche Alternative aufzuzeigen.
  • Mit dem Stenz auf der Walz
    Text: Claudia HubmannMit solchen Schlaghosen hätte man in Woodstock bestimmt Furore gemacht. Satte 70 Zentimeter misst die Cordhose, die den zünftigen Zimmerer auf der Walz bekleidet.
  • Drehmoment
    Text: Franziska KlugManchmal dreht sich alles im Kreis, ziemlich schnell sogar, besonders beim Drechseln.
  • Heimwerken
    Text: Mia EidlhuberHeimwerken ist ein weites Feld: Heimwerken beginnt damit, eine Glühbirne auszuwechseln, wenn der Lampenschirm eineinhalb Meter über einem schwebt.
  • Schutz den gefiederten Freunden
    Text: raumhochrosenVier Beispiele aus der bemerkenswerten Entwicklung der jüngeren Vorarlberger Architekturgeschichte wurden als Vorbilder für die Vogelhausserie ausgewählt.
  • "Das Ding" - ausdrücklich nachhaltig
    Text: Eva GuttmannDie Funktion des kleinen, flachen, rechteckigen, in der Mitte geschlitzten Holzstücks erschließt sich nicht beim ersten Hinschauen.
  • Alles paletti
    Text: Fabian WallmüllerManche Dinge sind eben genauso wie das Rad: so gut, dass sie nicht noch einmal erfunden werden müssen. Und so selbstverständlich, dass man auch nicht mehr präzise sagen kann, wer nun hinter der genialen Idee steckt.
  • Changing objects - Feine Früchte, gutes Holz
    Text: Eva GuttmannDie holz.bau forschungs gmbh schrieb den Wettbewerb »Changing objects« aus, dessen Ziel es war, die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der Edelkastanie aufzuzeigen und der Region einen Impuls zu verschaffen, welcher zur Wertschöpfungssteigerung dieser Holzart führt.
  • Schön langsam - Ein Fahrrad zum Genießen
    Text: Eva GuttmannAls Reminiszenz an den legendären »Schwinn-Cruiser« aus den 1930er Jahren, auf dem verrückte Kalifornier rund um Gary Fisher Berghänge hinunter rasten, beschreibt Philippe Haebig sein »Holzfahrrad mit integriertem Zahnriemenantrieb«.
  • Miss Baum 2006
    Text: Esther PirchnerSie ist eine Schöne. In ihren lieblichen Schatten lud Malinow den Tschitschikow, um zu philosophieren und sich in dieses oder jenes zu vertiefen.
  • Gedreht und gewendet
    Text: Eva GuttmannDer Erstkontakt zwischen Mensch, Wasser und Holz findet in unseren Breiten meistens in Form von Rindenschiffchen statt, die von geduldigen Bezugspersonen unter dem Einsatz verklärter Erinnerungen an ihre eigene Kindheit hergestellt werden.
  • Die Forcola - wertvoll und unverwechselbar
    Text: Franco LanerDie "Forcola" ist der aufragende, kurvige Stützteil venezianischer Boote, insbesondere von Gondeln, in dem der Riemen gelagert wird, um die Boote ruderfähig zu machen.
  • In den Wellen
    Text: Niklas Makk1966 war das Jahr, als Brian Wilson an »Good Vibrations« schrieb, ein durchschnittliches Surfbrett war mindestens 2,50 Meter lang und wog mindestens 15 Kilo.
  • Patentierter Pilzbefall
    Text: Charles von BürenPilze und Holz - normalerweise ist dies ein Grund dafür, möglichst rasch Gegenmaßnahmen zu treffen. Nicht so bei den Holzforschern der empa in Dübendorf (Schweiz), die sich an der Suche von GeigenbauerInnen und MusikerInnen nach dem perfekten Klangholz beteiligten.
  • Luxus unterwegs
    Text: Elke KrasnyDie bescheidenste aller Holzarten, das Spanholz, und die edelsten Produkte haben ein auffälliges Nahverhältnis. Die Lösung für das verpackende und schützende Transportgehäuse von Luxusgütern lautet Schlichtheit.
  • Muster, die verbinden
    Text: Renate BreußLandschaften mit Weidewirtschaft sind in ihrer Eigenart auch von Zäunen bestimmt. Auf Natur und Kultur ihres Ortes verweisend führen sie Gewachsenes im Gebauten fort, bauen über Linien und Kurven Spannungen auf, ähnlich dem Profil von Bergketten.
  • Schützende Wände
    Text: Michael FreundMag sein, dass es vom Wein herrührt. Wein ist verfeinerte Natur, nutzbar und lustvoll gewendet. Bevor er in den Becher kam, schützten ihn sehr früh bereits Amphoren, Tonkrüge, ebenfalls Ergebnisse eines intelligenten Umgangs mit Vorgefundenem. Und erst recht konnten sich Reben und Duft, Tannine und Alkohol in Fässern entfalten.
  • Daniel und die Gartenzwerge I
    Pro und Contra Schrebergarten
    Text: Mia EidlhuberAn sich ist gar nichts einzuwenden gegen die Idee, Gärten für arme, kinderreiche Familien zur Verfügung zu stellen. Daniel Schreber hieß der Leipziger Arzt, der dieses Konzept so forcierte, dass die kleinen Parzellen bis heute seinen Namen tragen.
  • Daniel und die Gartenzwerge II
    Pro und Contra Schrebergarten
    Text: Manfred RussoZu Beginn der 1930er Jahre unternahm eine Berliner Journalistin einen Ausflug in die Welt der Kleingärtner im Stile einer ethnologischen Expedition, so als würde sie ein unbekanntes Naturvölkchen im Großstadtdschungel Berlins aufsuchen.
  • Bumerangs - Rückflug inklusive
    Text: Eva GuttmannEs ist nicht mehr nachvollziehbar, welche Zufälle zur Erfindung des Bumerangs geführt haben, wie viele Generationen von Menschen eigentümlich gewachsene Stöcke bearbeitet und geworfen haben, spielerisch oder auch mit der Absicht, jemanden oder etwas zu treffen, bis daraus ein kalkulierbares Gerät wurde.
  • Hochsitze
    Text: Walter EbenhoferDer Hochsitz hat seinen Platz in der Ebene, im Hügelland im Gebirge, am Baum, am Wegrand. Er prägt die Umgebung, die Umgebung prägt den Hochsitz. Er ist Landschaftsobjekt. Regionale Typen sind erkennbar.
  • Mit Betonung auf Holz
    Text: Manuela HötzlAus der Beobachtung des Bootsbaus hat Siegfried Muhr - Inhaber der Firma Art and Life in Wien - ein Thermoholzelement mit spezieller Gummiverbindung entwickelt. Mittels Gummifugen sind Lamellen aus Eschenholz zu einer biegsamen Membran verbunden, die außer Flexibilität in der Oberflächengestaltung erstaunlicherweise noch andere Eigenschaften mitbringt.
  • Tok, Boing, Rrrrrrrrr
    Text: Esther PirchnerDas schrecklichste Instrument, das er sich vorstellen könne, bemerkte der Komponist Bernhard Gander einmal, sei eine Panflöte aus lauter Didgeridoos. Dumpfes Tröten und zartes Flöten müssen auch wirklich nicht sein, denn Holz klingt ohnehin besser, wenn es geschlagen wird.
  • Ein poetisches Ding
    Text: Renate BreußJüngstes Ergebnis einer vierjährigen Entwicklungsarbeit in der HolzWerkstatt Faißt in Hittisau ist das im Spannungsfeld von Material, Form und Schwingung entstandene Klangobjekt Sinus-Sonus. Ein dünnwandiger, anthropomorpher Hohlkörper aus Fichtenholz.
  • Trennen und Verbinden
    Text: Renate BreußNeues Glied im modularen Holzmöbel-Bürosystem von Schmidingermodul ist eine mobile Bürotrennwand. Elemente auf-, ab- und zusammenbauen entspricht den Anforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt nach flexibler Raumgliederung.
  • Holz, Gummi, Draht und Steine
    Text: Willi HengstlerMeine Bekanntschaft mit dem "Hooke`schen Gesetz" begann damit, einen Streifen Löschpapier einzurollen, den Papierwulst zu krümmen und ihn anschließend über den 12-er-Gummi zu legen. Dieser Gummiring, über Daumen und Zeigefinger gespannt, verwandelte meine Hand in eine Schleuder.
  • Fische zählen
    Text: Mia EidlhuberEs muss so etwas sein wie frühkindliche Prägung - meine Hingabe zu Holzpritschen. Die Waschküche im Gasthaus der Großmutter war schon damit ausgelegt. Das Holz dort, angesaugt mit Wasser, hatte Spuren von Waschpulverresten, so dass es sich weich anfühlte, an manchen Stellen fast glitschig. Unter diesem Steg rann das Wasser über den rauen Beton in den Abfluss. Ich saß dort gerne.
  • Das Zündholz - sicher immer dabei
    Text: Elke KrassnyLeuchtende Kinderaugen vor der entflammten Geburtstagskerze, Entsetzen ob der entfesselten Feuersbrunst beim sommerlichen Waldbrand. In jedem Fall könnte es ein kleines Hölzchen gewesen sein, dessen Zündkopf die Reaktionen in Gang setzte. In der Geschichte dieses Hölzchens spiegelt sich eine kulturelle Entwicklung von höchster Bedeutung für unseren Alltag: Feuer, immer dabei und sicher verfügbar.
  • Stapeln, Türmen, Wölben Kapla das geniale Spiel
    Text: Otto KapfingerEs war ein Wochenende mit befreundeten Familien, Kindern und Jugendlichen. Eine der Mütter hatte eine Kiste mit hunderten Holzstückchen dabei - für den Fall, dass es regnete und mit dem Hinweis: "Wenn die Kids das einmal in die Hände nehmen, sind sie zwei Tage voll beschäftigt, und wir können in Ruhe unseren Yogakurs durchziehen."
  • Geleitete Linden
    Text: Rainer GraefeDie Magie der Bäume. Ihre Rinde, ihr Duft, ihre Früchte und der Schatten, den sie spenden. Ein Genuss, der noch wächst, wenn man sie besteigt, und der vervollständigt wird durch die Erfahrung der eigenen Körperlichkeit beim Klettern, durch die Aussicht, durch die Distanz zu den "am Boden Gebliebenen", durch den Nervenkitzel, den die Höhe verursacht, durch die Gleichzeitigkeit von Schutz und Gefahr.
  • Ode an den Bleistift
    Text: Isabella MarboeMein Großvater war ein Mann wie eine Eiche: knorrig und wortkarg, mit verwittertem Gesicht und trittsicher wie eine Gämse. Er war Oberforstrat, wurde neunzig Jahre alt und hatte immer drei Dinge bei sich: Bleistift, Messer und Stock.
  • Der oder die Klapotetz - klopotec
    Text: Gerald BrettschuhWer wie der Autor dieser Zeilen im steirischen Weinland geboren wurde, wuchs mit der Klapotetz auf - akustisch und optisch.
  • Matador - Eine hundertjährige Legende
    Text: Charlotte BlauensteinerEr war der Weihnachtswunsch vieler Buben und das heimliche Spielobjekt ihrer Väter: Der Matador. Ein Baukasten, der mit einer begrenzten Anzahl von Teilen schier unendliche Möglichkeiten der Verwendung bietet.
  • Teamarbeit unter freiem Himmel
    Text: Michael HausenblasBei Viteo gibt's keine halben Sachen, Hochwertigkeit wird auch oder gerade bei Möbeln für den Außenbereich ganz groß geschrieben. Zweites Zauberwort der Firma aus dem südsteirischen Straß heißt »modulare Bauweise«, aufgrund welcher individuelle Kundenwünsche leichter umsetzbar sind.
  • Der Bürgerthron im Garten
    Text: Manfred RussoMit dem Frühjahr kommt alljährlich die wiederkehrende Erweiterung des Wohnzimmers in den Garten, die auch in österreichischen Breiten trotz klimatischer Einschränkungen bei permanent zunehmendem Haus- und Gartenbesitz nicht aufzuhalten ist.
  • Der Loom Boom
    Text: Michael HausenblasSeit bald 90 Jahren am Markt ist der Werkstoff Loom noch immer voll auf Draht. Loom ist ein Bild von Sommer, von Leichtigkeit und doch vermittelt ein Loom-Objekt ganz besonders das Gefühl, als würde es mit allen Beinen fest am Boden stehen.
  • Weihnachten. Vegetationskultische Reflexionen
    Text: Manfred RussoIn wenigen Wochen ist es wieder soweit: An über-bordenden und protein-geschwängerten Festtafeln begehen wir erneut unseren archaischen Vegetationskult, in dessen Mittelpunkt jener ominöse Zauberbaum aus österreichischen Wäldern steht.
  • Facts zum Christbaum
    Text: Manfred RussoDie protestantische Prinzessin Henriette von Nassau-Weilburg, Gattin Erzherzog Karls, des Siegers von Aspern über Napoleon, führte hier-zulande einen alten Brauch aus ihrer rheinländischen Heimat ein.
  • Barrique Getoastetes Holz
    Text: Otto KapfingerEdle Weine in Eichenfässern reifen zu lassen hat Tradition, erfordert handwerkliches Know-How auf höchstem Niveau.
  • Wenn Möbel schweben lernen
    Text: Charlotte BlauensteinerEs kann schwimmen und es kann fliegen, es kann stützen und lasten, Helligkeit in einen Raum bringen und Düsternis: Holz.
  • Warum Ikea super ist
    Text: Ute WoltronWer die reine Lehre sucht, das sei gleich zu Anfang fest-gestellt, der hat im Reich des Elchs nichts verloren.
  • Erschöpfungszustände eines Abtrünnigen
    Text: Manfred RussoNoch spüre ich in meiner Brust leisen Groll, wenn ich an meine Erfahrungen aus naher Vergangenheit mit dem Zusammenbau eines Schreib-tisches und Kästchens für meine Tochter denke,
  • Das Gästebett
    Text: Renate BreußDen Anspruch, Möbel für alle zu machen, kann ein multi-funktionales Gästebett von Karl-Heinz Gasser in mehrerer Hinsicht einlösen. Mit einem einfachen Handgriff wird das drehbare Verschlussteil zum Fuß und aus der schlicht gestalteten Sitzbank ein Doppel- oder Einzelbett.
  • Ein Waschtisch aus Holz
    Text: Renate BreußIn einer die Sinne unmittelbar ansprechenden Kombination sind die elementaren Qualitäten von Wasser und Holz zu einem unkonventionellen Waschtisch vereint.
  • Entspannung pur
    Text: Renate BreußDer Bregenzerwald wirbt mit »Natur und Leben«, das Handwerk liefert mitunter die Grundlage. Baubiologie und Nachhaltigkeit bestimmen das Programm der HolzWerkstatt Markus Faißt in Hittisau.
  • Vom Umgang mit elementaren Dingen
    Text: Renate BreußNicht nur Adolf Loos wollte die Wiener »... zwecks trockener Köpfe und ausdrucksvoller Gesichter« zur Haferspeise bekehren
  • Die Holzwurmloch-maschine
    Text: Manfred RussoEs gibt sie. Viele haben schon von ihr gehört. Tschechische Antiquitätentischler sollen sie verwenden. Mittels einer Walze, die mit kleinen Metall-dornen gespickt ist, werden Löcher ins Holz gestochen
  • Holzahnen, neu belebt
    Text: Ute WoltronWo sich der Mensch ansiedelt, dort ist kein Platz mehr für den Wald. Das sollte man meinen, doch tatsächlich schlummern in den großen alten Städten, gut verborgen hinter Putz und Mauern, ganze Wälder in Form uralter Holzbalken und Träme
  • Alessis Twergi. Holz-Retro in der Futuristenküche
    Text: Manfred RussoTwergi sagen die Italiener, wenn sie »Zwergi« meinen und das Deutsche und seine Wald-männlein gutmütig verball-hornen. Twergi sagt Alessi und meint jene Produktlinie, die das fasrige Pflanzenmaterial, das wir Holz nennen, in die Küche zurückholt und somit einen Beitrag zur Ethik der Materialien liefert
  • Die Küchen und das Kochen oder von der Güte des materiellen Substrats
    Text: Renate BreußDen Künstlerkoch im alten Griechenland zeichnete seine Meisterschaft im Improvisieren aus. Dadurch unterschied er sich auch vom gewöhnlichen Koch. Mit dem Einzug der Professionalisierung zur Zeit der französischen Revolution blieb die Fähigkeit zur Improvisation den Hausfrauen überlassen, natürlich ohne künstlerische Ehren.
  • Vom Ursprung des Kunstwerks aus dem Geiste des Holzschuhs
    Text: Manfred RussoMartin Heideggers berühmter Aufsatz »Der Ursprung des Kunstwerkes« enthält bekanntlich einige fundamentale Passagen zur Kunst, die der Betrachtung der van Gogh`schen Bauernschuhe entspringen. Ungeachtet der Gültigkeit der Aussagen Heideggers entdeckten aber Kunstgelehrte vor einigen Jahren, dass es sich bei den besagten Schuhen nicht um die Schuhe einer Bäuerin, sondern um die einer Städterin handelte.
  • Wo drückt der (Holz)Schuh?
    Text: Antje MayerDer österreichische Landwirt geht mit »Töfflern« in den Stall, in Holland zieht man sich »Klompen« für das Gewächs-haus an und in Norddeutschland stapft man mit »holten Tüffeln« über den Deich. Etwas moderner klingt schon »Clogs«. Nun wird jeder wissen, wovon die Rede ist. Ja, genau! Vom guten alten Holzschuh.
  • Hybrides Holz. Holz-Handys
    Text: Manfred RussoBei hybridem Holz handelt es sich nicht, wie vielleicht zu vermuten wäre, um Riesen-bäume, sondern um Objekte, die auf besonders merk-würdigen Kreuzungen von Holz und anderen Materialien beruhen. Die Rede ist hier von Holz und Telefon, oder besser der Vereinigung dieser gegen-sätzlichen Elemente