Modellvorhaben Bayern



  Aus der ruhigen Nische des Experiments an die zugige Kante der landläufigen Praxis. Mietwohnungen in Holzsystembauweise.
1992-2000


  Der öffentliche Anschub für die Holzsystembau-weise hat sich in Bayern als sinnstiftend erwiesen. Sie hat zu neuer Variationsbreite im Wohnbau beigetragen, aber sie musste ihre Kriterien zuspitzen, um praktikabel zu sein. Sie ist trotzdem kein Selbstläufer geworden. Wichtige Erkenntnisfelder sind: die Abwägung des Standorts, die Akzeptanz bei den Zielgruppen, die Detailkultur, die industrielle Vorfertigung und die Baulogistik, der Preisvergleich mit dem Massivbau.
       
   

Ökonomische Dimension
Kosteneinsparungen im Wohnungsbau sind eine wichtige Voraussetzung, um erschwingliche Preise und Mieten zu erreichen. Relativ zum Einkommen haben sich die Kosten für das Wohnen seit Mitte der Fünfzigerjahre verdoppelt. Um diese Entwicklung zu bremsen und umzukehren, initiiert die bayerische Oberste Baubehörde Pilotprojekte des experimentellen Wohnungsbaus, um am gebauten Beispiel zukunftsfähige Wohnkonzepte und innovative Bauweisen zu erproben. [weiter ...]

   

Text:
Karin Sandeck
Baudirektorin, Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Inneren, München


Ingolstadt, Buxheimer Weg 1996
Architekten Ebe+Ebe München, 17 Wohneinheiten
Foto: Dittmann

               
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