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Umfrage

Hat der Holzsystembau eine Zukunft in der Wohnungsproduktion? Ist Holz überhaupt ein Baustoff für verdichtetes Wohnen in der Stadt?

Erschienen in
Zuschnitt 1: Wohnen im Holzstock
Mai - Juni 2001, Seite 17 ff
Wohnanlage Volpe, Weiz, 1999
Wohnanlage Volpe, Weiz, 1999
Architekt Josef Hohensinn, Graz
Foto: Paul Ott

Umfrage unter Architekten, Ingenieuren und Unternehmern: die Chancen für Holzsystembau stehen für die mit dem Holzbau befassten Fachleute gut. Aber Planer, Produzenten und Vermarkter müssen sich der Qualitäten des Holzbaus noch bewusster werden, diese Eigenschaften offensiver vertreten, hohe Standards in Planung und Ausführung gewährleisten. Dann wird sich die Sinn- und Kostenfrage im Vergleich zum Massivbau nicht mehr stellen.

Welche technischen und logistischen Verbesserungen muss die Holzbauweise anstreben, um im Geschoßwohnbau auf Dauer einen größeren Marktanteil behaupten zu können?

Fink & Jocher Im Bereich der Kombination der spezifischen Vorteile des Holzbaus mit Vorteilen anderer Baustoffe und Bauweisen liegt das größte Potenzial für den Holzbau, sich neue Märkte zu erschließen.

Hermann Kaufmann Standarddetails müssen entstehen, besonders durch bauphysikalische Verbesserung. Die Anschlüsse Wand-Decke, Wand-Dach, Wand- Bodenplatte sind zu einfacherer Ausführbarkeit zu entwickeln. Das logistische Problem liegt in der kleinteiligen Firmenstruktur im Holzbau: Jeder Geschoßwohnbau ist noch ein Prototyp auf allen Ebenen. Die Interessen größerer Holzbaufirmen liegen großteils im Gewerbe- und im Hallenbau, weniger im Geschoßwohnbau. Es gibt wenige Holzbaubetriebe, die wie größere Baufirmen als Generalunternehmer auftreten und dadurch in den Wohnbaumarkt hineinkommen. Bis jetzt ist für die Entstehung eines Geschoßwohnbaues immer ein Sonderfall notwendig: Ein engagierter Bauherr, ein engagierter Architekt, sowie ein sehr risikobereiter Holzbauer. Der Holzbau wird sich erst dann verbreiten, wenn eine ähnliche Firmenstruktur wie im Massivbau entsteht.

Bernd Kohlbacher Der Vorfertigungsgrad von Holzbauelementen und der dazugehörenden Haustechnik ist weiter zu erhöhen. In unserem Unternehmen besteht diese Kombination bereits, da wir auch sämtliche Installationsarbeiten mit eigenen Mitarbeitern ausführen. Ein größerer Marktanteil kann nur über zufriedene Bauherren erreicht werden. Deshalb sollten Holzbauten vorzugsweise durch Unternehmen errichtet werden, die die Verantwortung für das Gesamtprojekt tragen.

Gerhard Schickhofer Spricht man von Holzbauweise, so ist zwischen der Holzleicht- und der Holzmassiv- Bauweise zu unterscheiden; unter letzterer versteht man das Bauen mit großformatigen, flächenhaften und massiven, dickwandigen Bauelementen aus Holzausgangsprodukten mit unterschiedlichem Zerlegungsgrad wie Brettern, Furnieren und Spänen. Verbesserungspotenzial liegt in Planung, Produkten, Produktion, Transport und Montage. So sollten dem Planer weitgehend produktunabhängige Leitdetails für beide Bauweisen zur Verfügung gestellt werden. Für eine qualitätskontrollierte Elementvorfertigung werden ausnahmslos normgemäß hergestellte bzw. zugelassene Produkte empfohlen. Besonders für großformatige Bauelemente ist auf eine einwandfreie Fügetechnik zu achten.

Erich Strolz Technische Verbesserungen im Holzbau werden meist durch intensive Zusammenarbeit zwischen Planung und Ausführung erreicht. Viele Zimmereien stellen auf vorgefertigten Elementbau um. Hier würden sich durch den Zusammenschluss mehrerer Betriebe und das Einbeziehen von verwandten Gewerken in einem »Vorfertigungspark« für alle Beteiligten Synergien ergeben.

Sampo Widmann Konstruktionsbedingt: beim Holzrahmenbau eine Vereinfachung der Anschlussdetails. Logistisch: Vorfertigung im Ausbau für noch zügigere Bauabwicklung, etwa mit Sanitärzellen. Es mangelt nicht an Logistik oder Bautechnik. Es fehlen die Imagepflege und die »wertvollen« Beispiele. Bis jetzt wurde in Holz immer nur der »billige», also preiswerte soziale Wohnungsbau realisiert, nicht der gehobenere.

Josef Hohensinn Erstrebenswert sind: die Entwicklung und Anwendung hochwertiger Holzbausysteme mit Zulassungen bezüglich Formstabilität, Bauphysik, Brandsicherheit; die Verwendung entsprechender Holzqualitäten wie verleimte Stiele bei der Holztafelbauweise; die Vorfertigung kompletter Elemente, um die Bauzeit noch weiter zu senken; die Sicherung vor Feuchtigkeitsschäden durch die Vorfertigung und Koppelung kompletter Sanitäreinheiten einschließlich der Schächte in kontrollierter, wasserschadensicherer Ausführung.

Mit welchen Vorteilen können heute Ihrer Auffassung nach Geschoßwohnbauten in Holz aus der Sicht des Bewohners punkten?
Wie steht es um das Image der Holzbauten?

Fink & Jocher Vorteile für den Bauherrn sind Schnelligkeit, Leichtigkeit und Nachhaltigkeit. Vorteile für den Bewohner sind Behaglichkeit, Baustoffökologie und Energieeffizienz. Das Image von Holzbauten als Geschoßwohnbauten ist sehr schlecht. Auf keinen Fall darf mit Holzbau als Billigbau geworben werden.

Josef Hohensinn Gutes Raumklima bereits bei Wohnungsbezug durch Trockenbauweise, hohe Behaglichkeit durch höhere Oberflächentemperaturen. Bessere Wärmedämmwerte bedingen beträchtliche Einsparungen bei Betriebskosten. Steirische Wohnbauförderungsauflagen führen laut Messungen mittlerweile teilweise zu besseren Schallschutzwerten im Holzbau als bei Massivbau. Geringe Bauzeiten bedingen niedrigere Baufinanzierungskosten.

Hermann Kaufmann Holzbauten haben für den Bewohner den Vorteil, dass sie besonders in der Anfangsphase der Bewohnbarkeit ein angenehmeres Wohnklima aufweisen, zumal es sich meistens um Trockenbauweisen handelt. Ansonsten sind für den Bewohner schwer objektivierbare Vorteile gegenüber Massivbauten zu erkennen. Es sei denn, dass sich Bewohner allein wegen der Tatsache, mit Holz gebaut zu haben, wohler fühlen. Das Image der Holzbauten ist in Österreich regional verschieden: Während er im Westen sehr hoch im Kurs steht, sind im Osten noch viele Barrieren zu überwinden. Die alten Vorurteile wie wenig dauerhaft, provisorisch, brandgefährlich, vergänglich et cetera sind nicht so schnell aus dem Weg zu räumen.

Bernd Kohlbacher Die Vorteile sind Niedrigenergiestandard, Behaglichkeit und tendenziell positives Image. Letzteres ist in der jungen städtischen Bevölkerung noch am ehesten ausgeprägt; ständige Imagekampagnen für den Holzbau sind daher sicherlich in verstärktem Ausmaß notwendig, denn die Massivbau-Lobby betreibt massiv Antiwerbung in großem Stil!

Herbert Meyer-Sternberg Im mehrgeschoßigen Holzwohnungsbau müssen meines Erachtens zuerst Vorurteile entkräftet werden. Das betrifft vor allem die Themen Schall- und Brandschutz, sowie die Haltbarkeit. An Vorteilen ist der ökologische Aspekt zu erwähnen und eventuelle emotionale Sympathieeffekte für das Holz. Die kürzeren Bauzeiten werden den Bewohner nur am Rande interessieren. Das Image des Holzbaus ist dann gut, wenn nicht durch einen übertriebenen Ehrgeiz, billig bauen zu wollen, das Argument des »Barackenbaus« aufkommt.

Gerhard Schickhofer Es ist eher davon auszugehen, dass aus der Sicht des Bewohners ein Unterschied zwischen einem Geschoßwohnbau aus Holz und einem aus Beton oder Ziegel gewöhnlich nicht erkennbar ist bzw. sein muss. Traditionell tendiert der Mitteleuropäer im Bereich des Wohnbaus jedoch eher zu »massiv« als zu »leicht«, da mit dem Begriff massiv ein Mehrwert suggeriert wird. Zukünftig kann das Image der Holzbauten über festgeschriebene Qualitätsprofile weiter verbessert werden. Die Holzmassiv-Bauweise wird weiter an Bedeutung gewinnen.

Erich Strolz Der Raumgewinn durch die dünneren Außenwände, die Flexibilität für den Bewohner durch den Holzskelettbau, die statisch, bauphysikalisch und baubiologisch günstigen Eigenschaften des Holzes sowie die einfache Montage von Holzelementen sind die herausragenden Vorteile. Das Image des Holzbaus ist regional verschieden; es ist dort besser, wo energiesparende Lösungen gesucht werden.

Wolfgang Winter Trockenbau, Vorfertigung, Winterbau und kurze Bauzeiten ergeben Vorteile auch für den Bewohner. Dazu kommen ein verträgliches Wohnklima, geringe Heizkosten, einfache Veränderbarkeit und die Möglichkeiten des Selbstausbaus. Das Image des mehrgeschoßigen Holzbaus hat sich in Österreich noch nicht endgültig herausgebildet. Man sollte versuchen, keine ungerechtfertigten Klischees entstehen zu lassen. Der Holzbau muss kurzschlüssige Gleichsetzungen vermeiden. Er darf weder sozialer Wohnbau in niedrigster Qualitätsstufe sein, noch alpenländisch »jodelnder« Baustil und hat nichts zu tun mit unästhetischen Manifesten des ökologistisch überreizten Bauens.

Welche Entwicklungsrichtung halten Sie für einen intelligenten Holzsystembau im Hinblick auf die Kombination mit anderen Baustoffen am sinnvollsten?

Fink & Jocher Sinnvoll ist jede Entwicklungsrichtung, welche die spezifischen Nachteile des Holzbaus kompensiert oder seine Vorteile stärkt. Entwicklungen könnten zum Beispiel Baustoffkombinationen sein, die mehr Masse für ein höheres Speichervermögen und höheren Trittschallschutz einbringen oder Kombinationen, die die bestehenden Vorteile im Bereich der Präfabrikation und Schnelligkeit ausbauen.

Josef Hohensinn Intelligenter Holzsystembau soll mit anderen Baustoffen jedenfalls kombinierbar sein, sowohl bezüglich seiner statischen Funktion, als auch bei Ausbauteilen und Verkleidungen (»Häute«).

Hermann Kaufmann Eine intelligente Entwicklungsrichtung ist beim System »Ölzbündt« in Dornbirn bereits aufgezeigt. Bei dieser Technologie kann die Primärstruktur, das heißt das Tragsystem, sowohl in Holz als auch in Massivbau (Betonskelettbau) ausgeführt werden. Die Anschlussdetails bei den Wandelementen bleiben gleich. Es wäre also ohne weiteres denkbar, dass sich im Massivbau eine stark vorgefertigte Skelettbauweise entwickelt, wobei stark wärmegedämmte Außenfassaden in Holz teilweise Vorteile haben.

Bernd Kohlbacher Bei der Kombination mit anderen Baustoffen ist die Beachtung der Schnittstellen und Anschlusspunkte entscheidend. Unser Unternehmen ist der Ansicht, dass man für einen bis zu dreigeschoßigen Holzwohnbau in der Primärkonstruktion keine Kombination mit dem herkömmlichen Massivbau benötigt. Die Kombination Stahlbetonskelettbau mit Ausfachungen aus Holzelementen ist im Wohnbau mit mehr als drei Geschoßen und im Bürobau entwicklungsfähig.

Herbert Meyer-Sternberg Einen zwingenden Grund für eine Kombination mit anderen Baustoffen gibt es auch aus technischer Sicht nicht. Trotzdem könnten hybride Konstruktionen, zum Beispiel Kombinationen von massiven Schotten aus Stahlbeton oder Ziegel mit Decken und Außenwänden in Holzbauweise durch das größere Speichervolumen zu einem ausgeglicheneren Energieverhalten führen.

Gerhard Schickhofer Mit einer entsprechenden Holzbauweise ist die lastabtragende Struktur eines Geschoßwohnbaus auch ohne Kombinationen mit holzfremden Baustoffen realisierbar. Für mehrgeschoßige Wohnbauten (Holzbauten sollten sich vorerst auf drei Geschoße beschränken; fünf Geschoße mit unerprobten Holzbausystemen vermieden werden) werden großformatige massive und flächenhafte Holzelemente an Bedeutung gewinnen. Sinnvolle Kombinationen ergeben sich in Form von innovativen Holz-Holz-Verbundlösungen, sowie in der Verwendung von Kombinationen Holz-Glas (Transparenz) und Holz-Beton (Wärmespeicher).

Erich Strolz Der intelligente Holzsystembau ist mit fast allen Gewerken (wie Stahlbau, Fenster- und Glasbau, Trockenbau, Betonbau) kombinierbar. Der Fensterbau und der Stahlbau sind bei der Montage meist schon Teil des Holzbaus. Es ist aber für die einzelne Aufgabe die jeweils sinnvollste Kombination auszuloten.

Sampo Widmann Den Mischkonstruktionen gehört die Zukunft: Wohnungstrennwände in Betonfertigteilen, Außenwände und Dach in Holz, Innenwände in Holz oder in Gipskarton, Schrankwände als Innenwände. Ausbau und Treppen in Holz und Holzwerkplatten; Stahl für Balkone und Treppen, … Trockenbau sollte nicht aufgegeben werden.

Wolfgang Winter Eine Entwicklungsrichtung sollte zu hohlraumfreien Wänden und Decken mit 20 bis 50% Anteil an mineralischen Baustoffen gehen. Dadurch kann der Holzbau die Robustheit, die Masse, die Nichtbrennbarkeit und den Preisvorteil von Lehm, Gips, Ziegel, Beton etc., nutzen und mit den eigenen Vorteilen (hohe Tragfähigkeit bei geringem Gewicht, Vorfertigbarkeit, einfache Montage und Rückbaubarkeit) verbinden.

Wohnbau Permoserstraße, Ingolstadt, 1994
Wohnbau Permoserstraße, Ingolstadt, 1994
Arch. Schröder & Widmann München
Foto: Oberste bayr. Baubehörde

Können und sollen Holzsystembauten für urban verdichtetes Wohnen über das Kostenargument mit dem Massivbau konkurrieren?
Welche Randbedingungen müssten die Politik oder andere gesellschaftliche Kräfte setzen, um dem Holz eine bessere Startposition zu sichern?


Fink & Jocher Holzsystembauten dürfen auf keinen Fall mit dem Kostenargument gegenüber anderen Bauweisen konkurrieren, sonst werden sie nie das Image der Baracken verlassen. Offensiv müssen die realen, speziellen Eigenheiten des Holzbaus als moderner Werkstoff herausgestellt werden.

Josef Hohensinn Holzsystembauten sind für urban verdichteten Wohnbau sehr gut geeignet, sollen jedoch nicht über das Kostenargument mit dem Standardmassivbau konkurrieren! Der Holzwohnbau kann und leistet mehr und sollte daher auch nur mit im Wärmedämmstandard usw. gleichwertigem Massivbau verglichen werden. Die sehr anspruchsvollen Auflagen der Wohnbauförderung in der Steiermark sowohl für Planung als auch Ausführung von Holzbauten tragen zur Qualitätssteigerung und -sicherung bei; dieselben Ansprüche müssten aber auch für Massivbauten erhoben werden.Vom Holzbau mühelos erreichte hohe Wärmedämmwerte müssten durch höhere Förderungen honoriert werden. Auf die Vermittlung des Positivimages des Holzbaus bei »ausführenden« Institutionen wie Wohnbaugesellschaften und »bewertenden« Instanzen wie lokalen Baubehörden, Bürgermeistern, Beamten, Sachverständigen muss mehr Augenmerk gelegt werden. Die Lebensdauer von Holzsystembauten ist vergleichend mit anderen Bauweisen darzustellen.
 
Hermann Kaufmann Holzsystembauten können das sicher, wenn sie über das Stadium des prototypischen Bauens hinauskommen. Wenn Wohnbauförderung und Baugesetze verstärkt die Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit von der Bauwirtschaft fordern würden, dann wären für den Holzbau verstärkt Chancen vorhanden.

Bernd Kohlbacher Das Kostenargument wird für den Bauherrn immer wesentlich bleiben. Der Holzbau wird somit auch immer über das Kostenargument mit dem Massivbau konkurrieren. Die Wohnbaupolitik müsste für die gemeinnützigen Bauträger vermehrt Anreize schaffen, um mit Holz zu bauen (Niedrigenergiestandard usw.). Leider wird der Baustoff Holz oftmals von gemeinnützigen Bauträgern, die also auch öffentliche Fördermittel beziehen, für Geschoßbauten prinzipiell mit vordergründigen Argumenten abgelehnt. Die Politik muss in diesem Bereich zumindest Chancengleichheit herstellen!

Gerhard Schickhofer Es ist eine werkstoffneutrale Baugesetzgebung anzustreben. Eine Konkurrenzsituation über das Kostenargument (Konsequenz: Holz als Billigbauweise) gegenüber dem Massivbau mit Beton und Ziegel aufzubauen, wird als nicht zielführend erachtet. Mittelfristig bis langfristig werden Qualität und Zuverlässigkeit noch mehr an Bedeutung gewinnen. Nach den vorliegenden Erfahrungen sollte nicht mehr von einer Startposition gesprochen werden. Vielmehr geht es darum, die vorhandenen Erfahrungen zu dokumentieren und zu veröffentlichen.

Georg Steinklammer Höhere Förderung von Holzwohnbauten. Anerkennen des höheren Planungs- und Honoraraufwands, um eine größere Bereitschaft der Planer, in Holz zu planen, zu erreichen. Bei öffentlichen Bauträgern und Körperschaften sollten bewusste Entscheidungen für Holzbauwerke getroffen werden.

Erich Strolz Der Holzbau sollte nicht in eine Rechtfertigungsposition gedrängt werden. Vielmehr muss der intelligente Holzbau über gute Beispiele präsentiert werden. ArchitektInnen scheuen oft den größeren Planungsaufwand bei Holzbauten. Durch Förderungen und Preise für intelligente Holzbauten könnten hier Anreize geschaffen werden.

Sampo Widmann Das Holz nicht mehr über das Kostenargument verkaufen, immer nur über die Qualität. Baugesetze vereinfachen, Brandschutz aktualisieren (es geht ja immerhin unter bestimmten Bedingungen schon um fünfgeschoßigen Holzbau). Wirtschaftsförderung für nachwachsende Baustoffe, Energiebilanzgrenzen für Baustoffe. Immer wieder beispielhafte Bauten fördern und prämieren. Neue Baugebiete für experimentellen Wohnungsbau mit nachwachsenden Baustoffen!

Die vorliegenden Wortmeldungen sind Ergebnis einer schriftlichen Umfrage, die im Dezember 2000 durchgeführt wurde.

Dietrich Fink
Thomas Jocher Architekten, München
Planende Teilnehmer am Modellvorhaben Bayern

Josef Hohensinn
Architekt, Graz
Planer mehrerer Geschoßwohnbauten in Holzsystembauweise

Hermann Kaufmann Baukünstler, Schwarzach
Vorarlberger Vordenker im Holzbau, z.B. beim Pilotprojekt Ölzbündt

Bernd Kohlbacher
Geschäftsführer der Kohlbacher GmbH Langenwang, die einer der wenigen Komplettanbieter von Holzbauleistungen ist

Herbert Meyer-Sternberg 
Architekt in München
Planender Teilnehmer am Modellvorhaben Bayern

Folkmar Rasch
Bauingenieur, Geschäftsführer der Rasch & Partner Bauen und Wohnen GmbH, Darmstadt, die sich auf kostengünstigen Wohnbau in Elementbauweise konzentriert

Gerhard Schickhofer Graz, Universitätsdozent für Holzbau und Holztechnologie
Institut für Stahlbau, Holzbau und Flächentragwerke, TU Graz

Georg Steinklammer Lienz, Planer eines der ersten Dreigeschoßer in Holzsystembauweise in Imst

Erich Strolz
Architekturbüro Kathan und Strolz, Innsbruck
Errichtete mehrere Geschoßwohnhäuser in Holz

Sampo Widmann Fachhochschule München. Architekt bei Schröder & Widmann, München
Teilnehmer am Modellvorhaben Bayern

Wolfgang Winter
Wien. Vorstand des Instituts für Tragwerkslehre und Ingenieurholzbau, TU Wien
Vorstand der Holzforschung Austria, Wien

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