»Bei der Gestaltung
räumlicher Konstruktionen dienen Flächen als Grenzen oder
zur Begrenzung eines Raumes. Soweit Architektur eine visuelle Kunst
der Ordnung von Form und Raum in drei Dimensionen ist, wird die Fläche
zum Schlüsselelement architektonischer Gestaltung.«
aus: Francis D.K. Ching, Die Kunst der Architekturgestaltung
Neue Bauweise gleich neue Architektur. Es ist nicht einfach, den
Nachweis der Gültigkeit einer solchen Formel zu erbringen,
ja überhaupt zu zeigen, dass zwischen Form und Konstruktion
ein echter Zusammenhang besteht. Am Beginn des 21. Jahrhunderts
stellt sich die Frage für die Holzfachwelt aber aufs Neue,
zeichnet sich doch mit der Herstellung immer größerer
flächiger Elemente in Form von Platten und vorfabrizierten
Wandelementen eine neue Bauweise ab, die im hohen Maße die
Vorteile der Fabrik als wettergeschützten Produktionsstandort
nutzt. Führt diese neue Bauweise aber tatsächlich auch
zu einer neuen Architektur? Der Holzbau ist aufgrund seiner langen
und wechselvollen Geschichte dazu prädestiniert, die Formel
»Neue Bauweise gleich neue Architektur« auf den Prüfstand
zu stellen, denn schon mehrmals veränderten neue Techniken
das Bauen mit Holz grundlegend.
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Zubau an das Hotel Post in Bezau, KaufmannKaufmann Architekten,
Dornbirn, Vorarlberg
Foto: Ignacio
Martinez
Text:
Christoph Affentranger
Studium der Architektur an der ETH Zürich und an der Technischen
Hochschule Helsinki.
1996 Gastforscher an der Architekturhochschule Oslo. Affentranger
arbeitet als Architekt und Publizist in Zug (Schweiz).
Buchpublikationen u.a. »Neue Holzarchitektur in Skandinavien«.
Beiträge in zahlreichen Fachzeitschriften und Zeitungen, darunter
die Neue Zürcher Zeitung, mit Schwerpunkt Bauen mit Holz und
Architektur in Skandinavien.
caf@affentranger-architekt.ch
http://www.affentranger-architekt.ch/
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