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  Komm, bleib! Laute und leise Holztöne alpenländischer Gastfreundschaft
     
  Die Tourismusgeschichte ist reich an Legenden. Das liegt daran, dass sie eine erstaunliche Gegenwart zu erklären hat. Da gibt es etwa die Figur des Fremdenverkehrspioniers und Hoteliers, der seine Mußestunden mit dem Feldstecher am Fenster verbrachte und die Berghänge nach schön gewachsenen Zirben für seine Gaststuben absuchte. Ob solche Geschichten wahr sind oder nicht, sie künden nicht nur vom großen Einsatz und Ehrgeiz einer Gründergeneration, sondern auch von den traditionellen Mühen um die rechte Ästhetik im Tourismus. Und die hat längst nicht nur Gastwirte beschäftigt.


Dabei schien Tourismusarchitektur lange - und bis vor kurzem - ein Reizwort zu sein, weil es offensichtlich Tourismus und Architektur zusammenbringt, was schwer zusammenpassen will.(1) So jedenfalls lassen sich die Etiketten verstehen, mit denen hierzulande bis in die neunziger Jahre herein eine vielkritisierte Baupraxis versehen worden ist. Die Kritik an »Lederhosenarchitektur« und »Jodelstil« war so populär, wie die Sache selbst verbreitet war.(2)
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Gemütlichkeit am Gletscherrand: Die Schutzhütten der Alpenvereine als Ausdruck eines Lebensgefühls

Text:
Bernhard Tschofen
Kulturwissenschafter und Kunsthistoriker, lehrt und forscht als Ao. Univ.Prof. am Institut für Europäische Ethnologie an der Universität Wien. Mitarbeit an Museen und kulturwissenschaftlichen Ausstellungen, zahlreiche Veröffentlichungen zur Stadt- und Bergforschung, Symbol- und Wahrnehmungsgeschichte, Biographieforschung, Ethnizität und Museologie; u.a.: Berg Kultur Moderne. Volkskundliches aus den Alpen. Wien 1999.


Verweise:

1) Architektur und Fremdenverkehr
Arbeitsbuch zur Bundesversammlung 1974.
Hrsg. v. d. Zentralvereinigung der Architekten Österreichs.
Wien 1974.

2) Schmidt, B. O.
Tourismus-Architektur im »Alpenstil« als touristische Botschaft.
Der »Lederhosenstil« als kulturelles Symptom.
Salzburg Univ.Diss. 1998.
               
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