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Raumzellen bestehen aus tragenden Elementen, die als dreidimensionale
Struktur vorgefertigt werden. Ihre Bauweise ist weder an ein bestimmtes
System noch an ein bestimmtes Material gebunden, sie kann aus Holzrahmen-,
Holzmassiv- oder Hohlkastenelementen bestehen. Da die Zellen jeweils
selbsttragend sind, lassen sich daraus in sehr kurzer Zeit komplette
Gebäude errichten. Die Dimensionen des Systems schränken
die Anwendungs- und Gestaltungsmöglichkeiten im Vergleich zu
anderen Formen der Vorfertigung im Holzbau ein. Aufgrund der biegesteifen
Konstruktion des Rahmens kann allerdings räumliche Großzügigkeit
durch Weglassen einzelner Decken, Geschoßböden oder Wandbeplankungen
erreicht werden. Die im Regelfall durch Reihen oder Stapeln entstehende
Zweischaligkeit von Wand und Decke wirkt sich zwar verteuernd aus,
verbessert jedoch den Schallschutz.
Raumzellenbauweise eignet sich gut für temporäre Einrichtungen,
weiters für transportable Bauten, die zu einem späteren
Zeitpunkt an einen anderen Ort transferiert werden sollen, oder
für Bauabläufe unter Termindruck, etwa für die Hotellerie
oder Katastrophenhilfe. Der Reduktion der Aufbauzeit vor Ort steht
ein erhöhter Planungs- und Koordinierungsaufwand gegenüber.
(Zeitschrift Zuschnitt 6, 2002; Seite 20)
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