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Zubau
und Adaptierung des BG und BRG Stainach
Architektur
Alfred
Bramberger
Bauherr
IMG Immobilienmanagement des Bundes, Graz
Standort
Stainach,
Steiermark
Fertigstellung
2001
Fotos: Paul
Ott |
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Penthauswohnung
Schillerstraße, Bregenz
Architektur
Dietrich
I Untertrifaller Architekten
Bauherr
Hinteregger Bau GmbH |
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Standort
Bregenz, Vorarlberg
Fertigstellung
1996
Fotos: Ignacio
Martinez |
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Parasit
Temporäre
Wohnung in Rotterdam
Architektur
Rien Korteknie und
Mechthild Stuhlmacher
Bauherr
Parasite Foundation
Rotterdam
Standort
Rotterdam, Niederlande |
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Fertigstellung
2001
Holzbau
MERK Dickholz, Aichach
Innenausbau
Kerto Schichtholz,
Finnforest, Köln
Foto: Korteknie & Stuhlmacher |
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Einfamilienhaus,
St. Veit an der Glan
Architektur
Markus
Pernthaler
Bauherr
Fam. Moshammer
Standort
St. Veit an der Glan, Kärnten
Fertigstellung
1997
Fotos: Paul
Ott |
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Dachaufbauten, Implantate
und Zubauten ihnen allen ist eines gemein: Sie nützen
bestehende Strukturen, an die sie andocken. Sie nisten sich ein, zapfen
die Infrastruktur ihres Wirtes an und hängen sich an vorhandene
Systeme für Wasser- und Stromleitungen. Mit geringem Aufwand
für die Aufschließung sind sie ressourcenschonend und leisten,
ebenso wie Dachbodenausbauten, einen wertvollen Beitrag zur Stadtverdichtung.
Als An- oder Aufbauten behaupten sie sich im Gegensatz zu diesen jedoch
durch optische Präsenz und formale Eigenständigkeit. Auch
als nichtautonome Strukturen verweisen sie im besten Fall wenn
nicht versucht wird, die nachträgliche bauliche Adaption zu vertuschen
auf ihre Entstehungszeit, fügen dem Bestand eine neue,
klar ablesbare Zeitschicht hinzu.
Holz erweist sich für all diese Bauaufgaben als ganz besonders
geeignet.
_Holzbau ist Trockenbau, es gibt keine Austrocknungszeit und damit
keine Verzögerungen auf der Baustelle.
_Als leichtes Baumaterial belastet es die Tragstrukturen nicht übermäßig
und lässt sich, etwa bei Dachaufbauten, als Ersatz für eine
abzutragende Dachkonstruktion und unter Einbeziehung einer Berechnungsreserve
ohne Verstärkung des bestehenden Stützenrasters montieren.
Am Dachaufbau des Bundesrealgymnasiums Stainach von Alfred Bramberger
schuf der statische Nachweis der Festigkeitszunahme des Betons infolge
von Alterung die Voraussetzung für die Aufstockung. Die ausgeführte
Holzkonstruktion mit verleimtem Brettschichtholz (KLH-Platten) bedingt
lediglich eine Laststeigerung um 8 bis 9 Prozent am bestehenden Altbau.
Diese Belastung ist durch die altersbedingte Festigkeitszunahme des
Betons, die bei diesem Bauwerk um die 20% beträgt, abgedeckt.
_Als Baumaterial, das sich zur Vorfertigung ganzer Wand- und Deckenelemente
in der Werkstatt eignet, ist Holz prädestiniert für eine
schnelle, Substanz schonende Montage. Offengelegte oberste Geschoßdecken
können bei der Verwendung vorgefertigter Wand- und Deckentafeln
in wenigen Tagen wieder verschlossen werden. Die Montagezeit für
den gesamten Rohbau in Stainach betrug 3 Wochen. Dadurch minimierte
sich die lärmintensive Montagezeit und der Innenausbau konnte
in dem abgeschlossenen Aufbau ohne Beeinträchtigung des laufenden
Schulbetriebes vor sich gehen. Die gewählte Form des Zubaues
als Aufstockung beanspruchte nicht den wertvollen Freiraum als Platz
für die Baustelleneinrichtung und Baustellenzufahrt.
_Als leichtes Baumaterial ist Holz bestens geeignet, eine Klimahülle
zu schaffen, die raumabschließend wirkt, die vorhandene Struktur
jedoch weitgehend unangetastet lässt. Angedockt an den Bestand
wird nur, wo Übergänge notwendig sind. Am Beispiel der Adaptierung
eines Stadels in Kärnten in ein Wohnhaus wird das »Haus
im Haus« Prinzip deutlich. Markus Pernthaler schreibt
dem ortstypischen, im Obergeschoß offenen Bauwerk mit mächtigem
Dach und schwerem Bruchsteinmauerwerk eine leichte nichttragende Struktur
aus Holz ein. Die offene luftige Loggia, zwischen Steinpfeilern und
Wohnraum als wettergeschützte Pufferzone platziert, kontrastiert
Alt und Neu in einem reizvollen Nebeneinander.
_Als Baumaterial ist Holz in vorgefertigten Tafelelementen mit einem
(Leicht-)baukastensystem vergleichbar relativ unaufwändig
und platzsparend transportierbar, mittels intelligenter Verbindungstechnik
schnell montierbar, ebenso demontabel und damit mobil. Temporäre
Bauten wie der »Parasit« auf dem Liftschacht eines ehemaligen
Werkstattgebäudes in Rotterdam, ein unkonventioneller Wohnraum,
der von den holländischen Architekten Mechthold Stuhlmacher und
Rien Korteknie entworfen und in Massivholz ausgeführt wurde,
können zur Stadtverdichtung beitragen. Sie sollen das Potential
von Orten erkunden, die als unbewohnbar gelten, oder Behelfsquartiere
darstellen an Orten mit akuter Raumnot. Der ungewöhnliche Holzbau
ist der erste einer Reihe von Prototypen, die die Parasite Foundation
Rotterdam an verschiedenen Standorten in den Niederlanden errichten
will. Ein leichtes Aperçu, gelandet am Dach der »Las Palmas«
Halle, einem ehemaligen Industriebau, bereit zum Abflug in andere
Gefilde auf der Suche nach einem neuen Wirtsbau. |