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Arbeiten
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Möbel machen Leute
Österreichs Büromöbelhersteller sind auf Erfolgskurs.
Innovative Einrichtungskonzepte, vermarktet über
pfiffige, »junge« Werbeauftritte mit hohem Erkennungswert
können sich auch gegenüber der internationalen Konkurrenz
behaupten - allen voran die Firma Bene, die mit 1.250 Mitarbeitern
und einem Umsatz von 216 Mio.Euro im Geschäftsjahr 2001 /02 zu
den Top Ten der europäischen Branchenleader gehört.
Sie alle folgen den Trends, die angesichts sich elementar verändernder
Arbeitsbedingungen Einrichtungssysteme forcieren, die flexibler und
»leichtfüßiger« sind, den Wechsel der Arbeitsorte
und Aufgaben unterstützen und Teamarbeit genauso ermöglichen
wie die des Einzelnen.
Büroeinrichtungen bestehen heute aus vielen einzelnen Elementen,
die immer häufiger auf Rollen daherkommen: Arbeitstische, Container,
Rollwagen - sogenannte Caddies - die bei keinem Anbieter fehlen, Steh-
und PC-Tische, sie alle signalisieren rollend Mobilität und Flexibilität.
Die Arbeit am Computer hat die Schreibtische schon seit Längerem
zunehmend kleiner werden lassen. Im Gegensatz zu den Sechziger- und
Siebzigerjahre verlangt man von ihnen nun nicht mehr, multifunktional
zu sein und Stauraum für alles und jedes zu bieten. Der Schreibtisch
wurde sozusagen wieder »abgespeckt«, zu seiner Seite stehen
bei Bedarf dienstbare Geister und Schränke behaupten sich als
repräsentative Solitäre im Raum. Mit hochwertiger Produktion
haben wir Österreichs Bürogestalter verbinden können.
Mit Holz ganz und gar nicht bis zu dem Moment, als uns höflich,
aber bestimmt, geraten wurde, uns doch genauer umzusehen. Konferenztische
wurden uns als Beispiel für die vorwiegende Verwendung von Holz,
von Holzwerkstoffen und furnierten Oberflächen genannt.
Nun gut, wir begaben uns auf die Suche - und siehe da, wir wurden
fündig. Schon in der ersten Fachpublikation für Architekten
stießen wir auf eine ganzseitige Anzeige. Sie versprach viel
und zeigte davon nur wenig (Siehe Abbildung, die exakt den Ausschnitt
der Annonce zeigt). »Die schönen Dinge gibt es noch«
hieß es da, und »nur feinste Materialien wie edle Hölzer,
präzise geformt, von Hand veredelt, exklusiv im Ausdruck, gediegen
im Charakter.« Das war unser Thema und wir wollten mehr wissen.
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Beispiele |
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MK_Group
Hersteller:
Bene Büromöbel KG,
Waidhofen an der Ybbs www.bene.com
Entwurf Bene: Christian Horner
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MK_Group
Wenn Holz - mit Qualität gleichgesetzt - bei Büromöbeln
punkten soll, wird selbst in Unternehmen, die mit zukunftsweisenden
Bürolösungen werben, der altbekannte Wertekatalog »traditionsbewusst
und stilvoll, bodenständig und der Natur verbunden« zitiert
und mit »Echtheit und Wahrhaftigkeit« argumentiert. »Zeitgemäße
Ausformung von Solidität und Vertrautheit« mutet man dem
Manager zu der wie das für ihn entworfene Programm MK_Group fest
auf dem Boden steht. Das zeigt schon das Angebot möglicher Tischbeine:
massiv gedrechselte oder in bester Retromanier designte, kannelierte
stehen neben solchen aus Aluminium zur Auswahl.
Selbstverständlich ist die Verarbeitungsqualität des Materials
Holz und die Detailgenauigkeit überzeugend. In Buche und Kirsch
furniert, enthält auch die MK_Group alle Attribute eines modernen
Programms: technisches Equipment wie die eingebaute Plugbox zur Stromversorgung,
weiters feststehende und mobile Stauraummöbel und Beistell-,
Konferenz- und Besprechungstische. Sonst alles wie gehabt: Ein ordentlicher
Auftritt erfordert nicht nur genügend Raum, sondern auch das
richtige Material. In diesem Fall Holz - der Manager wird es schätzen. |
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D 1
Hersteller: Svoboda Büromöbel, St.Pölten,
www.svoboda.at,
Design Nick Butcher,2001 |
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D 1
Der etwas trocken »D 1« genannte Schreibtisch gehört
zum Executive-Programm, einem laut Firmenbezeichnung »feinen
Premiumsegment mit avantgardistischem Design«, das neben dem
Standard-Programm geführt wird. Die Tischplatte ist teilweise
massiv, teilweise furniert - nähere Angaben oder Konstruktionsaufbau
werden nicht verraten - mit Stahlrahmen und zwei integrierten Holzladen.
Die dynamisch gespreizten Tischbeine sind aus massivem Edelstahl,
das lasergeschnitten und zweiteilig konvex geschmiedet und feinbehandelt
wird. Sonderausstattungen wie die feinste Nappaledereinlage, verschiedene
Hölzer wie Kirsch, Nuss, Eiche und »Edelhölzer«,
Sondermaße und unterschiedliche Oberflächenbehandlungen
gibt es auf Wunsch. Da wussten wir es! Dieser Schreibtisch ist eine
Einzelfertigung in handwerklicher Ausführung unter Einsatz des
hochwertigen firmeneigenen Maschinenparks. Seine Zielgruppe sollen
Architekten und Kunden mit ausgefallenen Wünschen sein. Sein
stolzer Preis macht ihn auf jeden Fall exklusiv. |
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Damenschreibtisch
Ein im Möbelbau unüblicher Querschnitt in Rhombusform findet
seine konsequente Anwendung für alle Gestellteile dieses zarten
Möbels. Die Reduktion in der Ausführung der Platte (ohne
Zargen bzw. Unterkonstruktion) hebt das Wesen eines Tisches hervor
und verleiht dem Möbel seine Einfachheit, Spannung und Eleganz.
Zeitgemäße Produktionsmethoden (Minizinken)und hochfeste
Leime gewährleisten die Stabilität. Unter der Platte hat
man einen großen Freibereich, in dem mobile Rollenschränke
oder Ähnliches Platz finden können. Der Schreibtisch mit
einer Platte aus stabverleimter Buche in knapp 150cm Länge und
einer Tiefe von 72cm ist neben dem Einsatz im Wohnbereich auch für
Hotelzimmer gedacht. |
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Flex-Table
Das Tischprogramm Flex-Table wird als
Kommunikationsmöbel bezeichnet. Anders als bei den Objektstühlen
der Firma wirkt das Design hier moderner, frischer. Die Tische mit
variablen Formaten sind mobil auf Rollen - auch dies ein Beispiel
für die neue Beweglichkeit von Büromöbeln - und sie
haben um 90 Grad schwenkbare Platten. Hochgeklappt und aneinandergereiht
und die Rollen gebremst - schon sind sie platzsparend geparkt. Mit
Zargen und Tischsäule aus Stahlrohr, Füßen aus Alu-Druckguss
und einer Tischplatte, mit Ahorn oder Buche furniert oder mit Kunststoffdekor,
hat das Möbel, wie der überwiegende Teil aller im Handel
erhältlichen Büromöbel, nicht mehr viel von einem Holzmöbel.
Immerhin sind die Holzoberflächen gebeizt oder lackiert auf Wasserbasis
in umweltschonendem Verfahren. |
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(Zeitschrift Zuschnitt 9, 2003;
Seite 17ff) |
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