Produktionshalle Trisa in Triengen (CH)      
    Planung
Marc-Thomas Steger

Tragwerksplanung
Ingenieurbüro Bosshard,
Schenkon

Bauherr

Trisa AG

Standort
Triengen, CH

Fertigstellung

1998


 

Holzbau
Häring & Co. AG, CH

Hallengröße

5.230 m²

Umbauter Raum
62.000 m³

Bruttobaukosten
1.110 €/ m²

       
 
     
Fotos: Hans Ege   Marc-Thomas Steger
Arch. Dipl.-Ing.
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  Für die bisher in unterschiedlichen Gebäuden untergebrachte Herstellung von Zahnbürsten wurde, an ein vor fünfzehn Jahren errichtetes Lagerhaus anschließend, eine neue Produktionshalle gebaut. Die Vorgaben des Bauherrn lauteten: Eine Halle mit einer Fläche von rund 85 x 62m, möglichst große Spannweiten und eine lichte Höhe von mindestens 6m. Zudem waren möglichst viel Tageslicht, behagliche Temperaturen und eine angenehme Akustik verlangt. Für die Konstruktion wurden unterschiedliche Materialvarianten eingehend geprüft: elementweise vorgefertigtes Mauerwerk, ein Stahltragwerk mit einer Fassade aus Zementplatten oder aus Metall. Weil sich die Kostendifferenz zu einer Holzkonstruktion für Tragwerk und Fassade als vergleichsweise gering erwies, wurde Holz bevorzugt. Die Produktionshalle, deren Untergeschoß und Kern in Hallenmitte aus Beton mit Pfahlgründung besteht, ist aufgrund des Primärträgerabstands von 12 m mit nur einer mittigen Stützenreihe sehr flexibel. Der klare Konstruktionsraster (Achsabstand 3m längs, 3,80m quer) begünstigte die Vorfertigung der Wandund Deckenelemente. Reihen von Sheds bringen das Tageslicht tief in den Raum mit 6 m lichter Höhe. Die Außenhaut des Gebäudes bildet eine offene Stülpschalung aus unbehandeltem Lärchenholz, Blau und Weiß als Farbakzente bei den Fensterbändern spiegeln die Firmenfarben wider. Die Anordnung der Fenster macht es möglich, auf eine mechanische Belüftung zu verzichten. Die Abwärme der Produktionsmaschinen erwärmt mittels Wärmetransfer das benachbarte Lager und die Spedition und verringert den Heizbedarf dadurch laut Angaben um jährlich 100.000 Liter Heizöl. Zudem wird das Regenwasser der großen Dachfläche gesammelt und als Brauchwasser verwendet. Die Firmenidentität wird bei diesem Bau durch die konsequente Umsetzung ökologischer Aspekte glaubwürdig betont - mit einem Mehraufwand von rund einem Fünftel der Baukosten.

Bearbeiteter Textauszug aus der Fachpublikationsreihe »Holzbulletin« mit freundlicher Genehmigung der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für das Holz.
Titel »Hallen: Produktion, Lager, Veranstaltung«, Lignum 48/ 1998) Bestellung: info@lignum.ch
www.lignum.ch
               
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