Sutterlüty Markt in Weiler (A)      
    Planung
Hermann Kaufmann

Tragwerksplanung Holzbau
Merz Kaufmann Partner

Bauherr
Sutterlüty GmbH&Co

Standort
Weiler, Vorarlberg

Fertigstellung
2002


 

Holzbau
K'ANN Holding AG
(vormals Kaufmann Holz AG)

Hallengröße
1.412m²

Umbauter Raum
7.000 m³

Nettobaukosten
950 €/ m²

       
 


Fotos: Ignacio Martinez


Hermann Kaufmann
Arch. Dipl.-Ing.
ZT GmbH
Sportplatzweg 5
A-6858 Schwarzach
T +43 (0)55 72/ 581 74
F +43 (0)55 72/ 580 13
office@archbuero.at
www.kaufmann.archbuero.com
  Hermann Kaufmann
1975 - 84 Studium in Innsbruck und Wien. Seit 1983 eigenes Architekturbüro in Partnerschaft mit Christian Lenz und Elmar Gmeiner.
Pionier des Vorarlberger Holzbaus z.B. beim Pilotprojekt Geschoßwohnbau Ölzbündt. Arbeitet an der Entwicklung von Systemen.
1999 Vorarlberger Holzbau - Anerkennungspreis für die Radwegbrücke Gaißau.
2001 Vierter Vorarlberger Hypo-Bauherrenpreis, Preisträger in drei Kategorien, 2 Auszeichnungen. 2001 Vorarlberger Holzbaupreis, in 3 Kategorien Auszeichnungen.
Seit 2002 O. Professor für Holzbau an der TU München

Weitere Bauten (Auswahl)

von Hermann Kaufmann
in Vorarlberg
1995 Metzler KG
Holzlagerhalle, Bezau
1999 Hotel Adler
2000 Wohnanlage
Neudorfstraße, Wolfurt
2001 Impulszentrum Egg
2002 Naturhotel Chesa Valisa
2002 Dobler Bau, Röthis
2002 Gewerbepark Bezau
 

Hermann Kaufmann materialisierte in Weiler die Hallendecke des Einkaufsmarktes als optisch dominierende Raumfläche besonders homogen, als neutralen und zugleich stimmungsgebenden »Fond« des Ganzen.

Die 47cm starke Dachplatte, ca. 1.500m² groß, überdeckt in 5m Höhe gleichsam monolithisch den Innenraum mit Auskragungen in den Außenraum bei Eingangsfront und Lieferrampe. Diese Platte ist ein Gefüge aus Hohlkastenelementen, gespannt zwischen den seitlichen Außenwänden und Hauptträgern aus Brettschichtholz, die über zwei Reihen von Stahl-Pendelstützen die Last im Innenraum abtragen. Die Spannweite der Hohlkästen beträgt zur Hälfte ca. 14m, im übrigen Bereich (trapezförmiger Grundriss) kontinuierlich bis auf 8m verkürzt. Die vorgefertigten Teile sind beidseitig mit Dreischichtplatten beplankt und haben Rippen aus Brettschichtholz. Die untere Platte ist die fertige Deckenuntersicht.
Um diese helle Untersicht in Fichte völlig ruhig und ungeteilt zu erhalten, sind auch die bis zu 72cm breiten Hauptträger in die Deckenhöhe integriert.

Neben der schnellen, einfachen Montage und der speziellen Materialwirkung hat diese Holzplatte noch den Vorteil, dass sie keine Kältebrücke bildet und kontinuierlich durch die Glaswände der Stirnfronten in die Auskragungen der Vordächer hinauslaufen kann. Der ganzheitliche, zusammenfassende Effekt der Dachplatte hat eine weitere konkrete Wirkung, indem sie als statische Scheibe auch das ganze Gebäude stabilisiert.


Markt für Architektur
Text: Otto Kapfinger
(Zeitschrift Zuschnitt 10, 2003; Seite 16ff.)



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Architekten: Hermann Kaufmann
Autor: Otto Kapfinger

               
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