 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
| |
Nägel
|
 |
|
|
|
| |
Die gebräuchlichsten
Nägel sind einfache Drahtstifte mit Flachkopf, in tragenden Nagelverbindungen
vorwiegend auf Abscheren (quer zur Nagelachse), aber auch auf Herausziehen
(längs der Nagelachse) beansprucht. Sie werden im allgemeinen
flächenhaft angeordnet. Von der Vielzahl der auf dem Markt befindlichen
Nageltypen dürfen nur die nachfolgenden für tragende Nagelverbindungen
verwendet werden. |
|
Die Verbindungstechnik beeinflusst die
Werkstatt- und Montagekosten eines Bauwerks wesentlich.Die richtige
Auswahl der für den gewünschten Zweck optimalen Verbindungsmittel
ist deshalb mitentscheidend für eine wirtschaftliche Lösung.
Zuschnitt stellt in dieser Zusammenfassung die wichtigsten stabförmigen
Verbindungsmittel vor.
|
| |
|
| |
Im Detail |
|
|
| |
|
| |
|
|
| |
|
|
|
din 1151 Drahtstifte
din 1143 Maschinenstifte
|
|
|
|
|
Durchmesser dn von 1,8 - 8,8mm.
Länge ln von 35 - 260mm.
Senk-, Tiefsenk-, Stauch-, Flach-, Breit-, Halbrund-
oder Linsenkopf.
Kopfdurchmesser nach Eurocode 5 mindestens 2 dn. |
| |
|
|
Material
Stahl
_ naturplank
_ galv. verzinkt
_ feuerverzinkt
_ ev. gehärtet
_ nicht rostend
Aluminium (z.T.)
Kupfer (z.T.) |
|
|
|
|
Glattschaftige Nägel
Anwendung
Die Nägel werden mit Schlagwerkzeugen wie Hämmern oder mit
Nagelmaschinen in das Holz eingetrieben. Die Anzahl und Dimension
der Nägel wird nach Berechnung in Abhängigkeit von Material,
Materialdicken und Einbausituation (ein-, zwei- oder mehrschnittig)
gewählt.
Die Einschlagtiefe sowie die Abstände der Nägel vom Rand
und untereinander sind abhängig von Materialdicke, Holzart und
Sortierklasse sowie von den zu verbindenden Materialien (z.B. Vollholz
mit Holzwerkstoffen, Stahl, Beton...). Durch Vorbohrung (< 0,9
dn) kann die Spaltwirkung der Nägel reduziert und die Tragfähigkeit
erhöht werden. Die Abstände untereinander können verringert
werden.
Nägel in Hirnholz sind auch für untergeordnete Bauteile
nicht zu verwenden. |
| |
|
| |
|
|
| |
|
|
Rillen-, Kamm-/Ankernägel
Mit waagrecht profiliertem Schaft (Widerhakenprofilierung)
Durchmesser dn von 2,5 - 6mm
Längen ln von 35 - 100mm
Material
Stahl
_ galv. verzinkt
_ phosphatiert
_ nicht rostend
|
|
Nagelschrauben /Sparrennägel
Mit Schraubgewinde.
Durchmesser dn von
4,2 und 5,1mm
Längen ln von 100 - 320mm |
|
|
Sondernägel
Sind Nägel mit profiliertem Nagelschaft.
Sondernägel mit bauaufsichtlicher Zulassung sind in die Tragfähigkeitsklassen
I - III eingeteilt.
Anwendung
Sondernägel besitzen eine hohe Haftkraft im Holz, die durch die
Verzahnung zwischen Holz und Profilierung entsteht. Deshalb werden
sie meist dann eingesetzt, wenn planmäßige Dauerlasten
auf Herausziehen (in Richtung der Nagellängsachse) zu übertragen
sind. Sie dürfen auch kombiniert, das heißt auf Abscheren
und auf Herausziehen dauernd beansprucht werden. Vor allem werden
sie für Nagelverbindungen mit Stahlblechformteilen verwendet,
die Sparrennägel für die Verbindung Sparren - Pfette. Ihr
Einbau erfolgt nach bauaufsichtlicher Zulassung. |
| |
|
| |
|
|
Nagelplatten
Nach dem 2. Weltkrieg fand aus Kostengründen, aus Gründen
der Materialbeschaffung und des materiellen Aufwands für Vollholzbinder
der aus genagelten Brettern zusammengefügte Nagelbrettbinder
weiteste Verbreitung. Das aufwändige Anlegen von Nagelbildern
und das Vorbohren der Nagellöcher hat heute zum Einsatz von Nagelplatten
geführt. Nagelplatten sind 1 - 2mm starke Stahlbleche mit nagel-
oder krallenförmigen Ausstanzungen, die einseitig oder beidseitig
abgewinkelt sind. Sie werden mit hydraulischen Pressen in die Hölzer
eingepresst. Die Urform der Nagelplatten wurde schon 1891 in Berlin
als »Zackenblech« patentiert. |
| |
|
| |
|
|
| |
|
|
Durchmesser dn 1,2 -
2,0
Rücken min. 15mm
Schaftlänge ca. 30 - 90mm |
|
Material
Stahl
_ galv. verzinkt
_ Rostschutzfarbe |
|
|
Klammern
U-förmig gebogene Drähte.
Anwendung
Klammern werden vor allem in der Tafelbauweise bei mittragenden oder
aussteifenden Beplankungen verwendet, die kraftschlüssig an Vollholzrippen
angeschlossen werden. Der Einbau erfolgt von Hand oder mit einem Nagelschussapparat,
nach bauaufsichtlicher Zulassung. |
| |
|
|
|
|
Die Zusammengestellung der Systematik
stabförmiger Verbindungsmittel erfolgte unter Verwendung mehrerer
Quellen, u.a. aus dem Buch »Holzbau. Details, Produkte, Beispiele«
Edition Detail mit freundlicher Genehmigung des Instituts für
internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG, München.
Beratende Tätigkeit und Beitrag »Eingeleimte
Gewindestangen«, von Gerhard Schickhofer, Ao. Univ.-Prof.Dr.techn.
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |