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»Bin ich regular oder goofy?« ist eine der ersten
Fragen, die sich ein am Snowboarden Interessierter vor dem Kauf
stellen muss. Damit ist gemeint, ob man auf dem Brett, mit dem linken
oder rechten Fuß vorne steht.
Anschließend muss man sich darüber klar werden, ob man
seine Freizeit abseits im Gelände, in der Halfpipe oder beim
Carven auf der Piste verbringen möchte. Für das Gelände
kommen Freestyle- bzw. Freeride-Boards in Frage. Die Länge
der Bretter soll dem Fahrer mindestens bis an die Nasenspitze reichen.
Zum Halfpipe-Fahren braucht man ein Freestyle-Board, das höchstens
bis zum Kinn reicht und zum Carven eignen sich besonders taillierte
Carving-Boards. Was aber ist eigentlich der Kern der Sache? In guter
McDonald's-Tradition sind viele Snowboards als Sandwich aufgebaut.
Der Kern besteht aus Holz oder PU-Schaum, um ihn herum wird das
Volumen des Snowboards mit Kohlefasern und anderen Hochleistungswerkstoffen
aufgebaut. Bei den Hochpreisboards ist der Kern in Vollholz ausgeführt,
bei der Mittelklasse reicht die Bandbreite von geteilten Holzkernen
bis Holzlamellen. Die günstigsten Snowboards sind meist aus
geschäumtem Kunststoff mit eingelegten Verstärkungen.
Und warum wird Holz als Kern eingesetzt?
Er hat eine hohe Verwindungssteifigkeit und ein vorteilhaftes Schwingungsverhalten
und läuft ruhiger. Außerdem ist bei tiefen Temperaturen
die Wahrscheinlichkeit, dass ein PU-Kern bricht, höher. Der
Kern ist so etwas wie die Seele des Gerätes und bestimmt ganz
entscheidend die Fahrcharakteristik. Der Klassiker ist der Holzkern.
Dafür werden verschiedenartige Holzleisten in zum Teil entgegengesetzter
Faserrichtung miteinander verleimt. Zum Beispiel ermöglicht
ein Lamellen-Holzkern aus Buche und Pappel leichte, sehr gut dämpfende
Boards mit hoher Spannkraft. Einige Hersteller setzen sehr leichtes
Abachiholz ein und der Kantenbereich wird mit druckfestem Birkenholz
verstärkt, was die Spritzigkeit des Boards erhöht. Für
extrem reaktionsschnelle Boards mit hochsportlichen Fahrleistungen
werden Massiv-Holzkerne aus Douglasie und Buche verwendet. Auch
geschäumte PU-Boards sind sehr robust und günstiger als
verleimte Sandwich- oder Cap-Bauweisen. Sie werden häufig bei
Allround Brettern eingesetzt. Nachteilig wirken sich eine etwas
schnellere »Ermüdung« des Kerns, höheres Gewicht
und schlechtere Dämpfungseigenschaften aus.
In Österreich produziert 20% der weltweit verkauften Snowboards
die Firma Pale in St. Stefan im Lavanttal. Je nach Auftragslage
sind bis zu 240 Mitarbeiter beschäftigt. Bald nach 1982, dem
Geburtsjahr des Snowboards in den USA, war Pale die erste Firma,
die Snowboards nach der Schimethode fertigte. 1995 erreichte die
Produktion mit 500.000 Snowboards Höchstwerte. Pale produziert
neben dem Vollkunststoffschi auch holzlaminierte Schier und Snowboards.
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