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Aufgebügelt

Dachprojekt »FF50«, Innsbruck

Franziska Leeb
Erschienen in
Zuschnitt 13: Holz hebt ab
April - Juni 2004

Dachprojekt »FF50« in Innsbruck (A)
Selbstbewusst, aber straßenseitig weniger dominant fiel das Innsbrucker Dachprojekt FF50 der beiden jungen Architekten Christian A. Pichler und Ferdinand Reiter aus. Es lagert auf einem Gründerzeithaus im Stadtteil Wilten und beherbergt keine luxuriösen Oberschichtwohnungen, sondern drei Einheiten mit jugendlichem Flair.  Das im Rahmen des Tiroler Holzbaupreises 2003 ausgezeichnete Projekt wurde in vorgefertigter Holztafelbauweise errichtet. Die Wandoberflächen bestehen aus dunkelbraun befilmtem Sperrholz (Metsäform). 

Alle Ver- und Entsorgungseinrichtungen birgt der zwischen die Satteldachflächen gelegte »Infrastrukturcontainer«. Seine Kertoträger lagern auf der Außenwand des Stiegenhauses, den straßenseitigen Stahlstützen und auf den Brettschichtholzstützen der seitlichen Dachflächen auf. Die Dachflächen dienen als diagonale Aussteifung. Straßenseitig gibt es über die vollverglaste Front Zutritt auf eine Terrasse. Der hofseitig in expressiver Gestik auskragende Bügel umfängt den Zugang auf die Dachterrasse, die als halböffentliche Zone allen Hausbewohnern zur Verfügung steht.

Ferdinand Reiter
Andreas-Hofer-Strasse 11
6020 Innsbruck
T +43 699 10 05 67 60
ferdinand.reiter@holzbox.at

Christian A. Pichler
Franz-Fischer-Strasse 50
6020 Innsbruck
T +43 699 10 27 53 75
capichler@chello.at

Fotos:
Stefan Schmid (D)

Text

Franziska Leeb
geboren 1968, Architekturpublizistin, lebt in Wien 

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