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Dieter Kainz
Erschienen in
Zuschnitt 16: Holz sprich Holz
, Seite 3

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Als neuer Obmann von proHolz Austria ist es mein Anliegen, internationale Erfahrungen, ein gut funktionierendes Netzwerk, aber auch meine persönliche Leidenschaft für Marketing dafür einzusetzen, zukunftweisende Ideen im Bereich des Holzmarketings zu entwickeln und umzusetzen. Dabei ist gerade die Arbeit für proHolz eine Aufgabe, die sich mit meinen persönlichen beruflichen Zielen deckt. Maßnahmen zu treffen, die zur Steigerung des Pro-Kopf-Holzverbrauchs innerhalb der österreichischen Grenzen, aber auch darüber hinaus beitragen, sind eine motivierende Herausforderung. Einen wichtigen Stellenwert soll dabei die international ausgerichtete Holzwerbung einnehmen – eine Notwendigkeit, die sich auch aus der starken Exportorientiertheit Österreichs ergibt.

Erste gute Ansätze auf diesem Gebiet sind gemeinsam mit den wichtigsten europäischen »Holzländern« durchgeführte Initiativen wie etwa der »European Wood Day« in Japan, der im September stattgefunden hat. Ein weiterer zukünftiger Markt im asiatischen Raum ist China, dessen Wirtschaftsentwicklung auch gute Absatzmöglichkeiten für Holz verspricht.

Neben den Aktivitäten in Übersee zählt die Arbeit in Europa selbstverständlich weiterhin zu den Hauptaufgaben von proHolz, wobei Italien nach wie vor unser wichtigster Exportpartner ist. Mit promo_legno, gibt es hier bereits eine gut eingeführte Organisation, deren Aktivitäten weiterhin verstärkt werden sollen. Ebenfalls von großer Bedeutung sind die neuen eu- Mitgliedsstaaten in Osteuropa. Besonders in Hinblick auf die erweiterten Aktivitäten der Holzindustrie eröffnen sich Herausforderungen für Industrie und Vermarktung. Hier können wir unser Marketing-Knowhow den jeweiligen Partnern zur Verfügung stellen, um gemeinsam an der guten Positionierung von Holz zu arbeiten, wobei besonderes Augenmerk sowohl auf die Steigerung des Holzverbrauchs als auch auf die fachgerechte Anwendung von Holz gelegt werden soll. Die Ostaktivitäten starten im Nachbarland Tschechien.

Darüber hinaus bleiben österreichische ArchitektInnen und PlanerInnen – also die Fachöffentlichkeit– im Mittelpunkt unserer Bemühungen, da durch sie der Stellenwert von Holz als Baustoff gesamtgesellschaftlich etabliert wird. Ihnen gegenüber gilt es, den eingeschlagenen Weg der proHolz-Fachinformation mit jenem Qualitätsanspruch, der dieser Zielgruppe gerecht wird, fortzusetzen. Die Vorteile des Materials, seine technische Leistungsfähigkeit, seine gestalterische Bandbreite, aber auch seine Grenzen, sollen dabei transparent vermittelt werden. Die Kapazitäten von Holz den ArchitektInnen und PlanerInnen, den Bauherren und Entscheidungsträgern nahe zu bringen, ist eine wunderbare Aufgabe. Mit proHolz will ich die Visionen über den Werkstoff in seiner Vielfalt verstärken und zu ihrer Realisierung beitragen.

Text

Dieter Kainz