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Zum Thema
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Wer baut mischt. Kein Gebäude mit annähernd konventioneller Nutzung kann errichtet werden, ohne dass verschiedene Materialien neben- und miteinander zum Einsatz kommen. Notwendige Eigenschaften wie Tragfähigkeit, Dichtheit, Transparenz etc. erfordern die Verwendung von dafür geeigneten Baustoffen. Darüber hinaus verfügen alle Materialien über spezifische Merkmale und es ist eine Frage der Perspektive, ob diese in einem bestimmten Zussammenhang für wünschenswert erachtet werden oder nicht. Man kann sich für oder gegen Holz entscheiden, weil es schwingt, man kann sich für oder gegen Glas entscheiden, weil es transparent ist, man kann sich für oder gegen Beton entscheiden, weil er Wärme und Kälte speichert, man kann jenseits materialdogmatischer Präferenzen entwerfen. Das Zusammenspiel von Materialien, die verteilten Rollen, die unterschiedliche Baustoffe übernehmen, lassen im Idealfall Bauwerke entstehen, die um vieles selbstverständlicher, harmonischer und »authentischer« sind als solche, bei denen unter Aufbietung aller technischen Möglichkeiten auf »Materialreinheit« hingearbeitet wurde. Die vier Projektbeispiele, die in diesem Heft vorgestellt werden, decken völlig unterschiedliche Themen ab, gemeinsam ist ihnen der materialgerechte Zugang:
Eine Übersicht über Holz und Holzwerkstoffe, deren Eigenschaften durch Hinzufügen anderer Materialien spezifiziert werden, vervollständigt den Themenschwerpunkt dieses Heftes, das mit der Beschreibung eines Produkts (beinahe) endet, welches exemplarisch ist für effizientesten Materialeinsatz auf Lowtech-Basis: der Steinschleuder als Bild für die intelligente Kombination und Anwendung verschiedener Bestandteile gemäß ihren Eigenschaften und gegen engstirnigen Materialfetischismus. Denn Holz ist zwar einzigartig, aber durchaus gesellschaftsfähig. |
Text: Eva Guttmann |
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| (Zeitschrift Zuschnitt 17, 2005; Seite 3) | |||