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Relevante Gefühle
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Haus an der Lorze – eines der untersuchten Objekte |
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Mehrgeschossige Wohnbauten in Holzbauweise sind zwar nach wie vor nicht in der Überzahl, ihre Menge nimmt jedoch – in der Schweiz ebenso wie in Österreich – kontinuierlich zu. Nach wie vor fehlen aber genaue Erfahrungswerte bezüglich der Wohnbefindlichkeit von Mietern und Eigentümern, obwohl entsprechende Untersuchungen und Veröffentlichungen sowohl für Architekten und Planer als auch für ausführende Firmen und Bewohner hilfreich wären und dazu beitragen könnten, den Standard von mehrgeschossigen Holzwohnbauten zu optimieren. Mit dem Ziel, diese Lücke zumindest teilweise zu schließen, verfasste Iwan Besmer im Rahmen seines einjährigen Praktikums im Ingenieurbüro Pirmin Jung eine Diplomarbeit, die allerdings ausschließlich 21 mehrgeschossige Wohnbauprojekte des Ingenieurbüros Pirmin Jung erfasst und daher nicht als allgemeingültige Aussage zum mehrgeschossigen Holzbau gewertet werden kann. Die für die Arbeit angewandte Methodik einer Umfrage mittels Fragebogen zielte darauf ab, durch einfache Grundsatzfragen allgemeine Tendenzen und allfällige Schwachpunkte zu erkennen. Die Fragen betrafen die generelle Berechtigung des Einsatzes von Holz im Mehrfamilienhausbau, die subjektive Wohnbefindlichkeit sowie die Beurteilung von Schallschutz-, Lüftungs-, Energie- und Sicherheitsfragen, wobei eine ausgezeichnete Rücklaufquote von 75% der ausgesandten Fragebögen erreicht wurde und generell eine sehr positive Einstellung zu Holzwohnbauten ablesbar war. Besonders hervorzuheben ist die Beurteilung der Brandsicherheit: 95% aller Bewohner betrachten ihre Wohnung als ebenso brandsicher wie Wohnungen in Massivbauweise.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass im mehrgeschossigen Holzwohnbau das Schallproblem geringer als befürchtet, jedoch gerade bezüglich des Trittschalls durchaus vorhanden ist. Die Wahl geeigneter Deckenaufbauten und der Einsatz von Masse ist unter dem Aspekt des Schallschutzes sinnvoll, weitere Untersuchungen zur Erlangung von umfassenden Erfahrungswerten ebenso. Insgesamt wurde die Befindlichkeit in Holzwohnbauten mit 38% der Antwortenden, die sich in Holzbauten behaglicher und mit 33%, die sich in Holzbauten viel behaglicher als in Massivbauten fühlen, extrem positiv bewertet und der gerechtfertigte Trend zum mehrgeschossigen Holzwohnbau, der sich bereits auch in der Gesetzgebung niederschlägt, bestätigt. |
Text: Eva Guttmann Text: Eva Guttmann | ||
| (Zeitschrift Zuschnitt 18, 2005; Seite 16) | |||