Inhalt

Literaturempfehlungen

Erschienen in
Zuschnitt 27: Zweite Lesung
September 2007, Seite 28

Holzbau mit System

Josef Kolb
Hrsg.: Lignum
Birkhäuser, Basel 2006
320 Seiten
zahlreiche Abbildungen
ISBN 3-7643-7613-9, ca. € 69,90

Der Holzbau hat sich grundlegend erneuert. Er hat gegenüber Konkurrenzbaustoffen deutlich an Marktanteilen gewonnen und wird von Systemen« wie Rahmen-, Skelett- und Massivholzbau dominiert. Jeder Holzbau ist durch Struktur bestimmt. Dabei ist es wesentlich, die Zusammenhänge vom Entwurf bis zur Konstruktion zu kennen. »Holzbau mit System geht dieses Thema auf völlig neue Weise an. Es ist eine analytische, visuell aufgebaute Gesamtdarstellung vom einfachen Einfamilienhaus bis zum mehrgeschossigen Großbau. Einbezogen sind auch die für das Energiesparen so wichtige Gebäudehülle und die konstruktiv grundlegenden Systeme für Decken und innen liegende Trennwände. Dieses Werk zeigt mit Plänen, schematischen Zeichnungen und Bildern den aktuellen und zukunftsweisenden Stand der Technik, wie sie in der Schweiz als einem führenden Land im Holzbau erfolgreich angewandt wird.

Holz – Große Tragwerke

Konstruktion, Architektur, Detail

Christian Holl, Klaus Siegele
dva, München 2006
192 Seiten
zahlreiche Abbildungen
ISBN 3-421-03584-9, € 92,50

Holztragwerke mit großen Spannweiten, die hohen Belastungen standhalten müssen, verlangen das reibungslose Zusammenspiel ästhetischer Anforderungen und ingenieurbautechnischen Know-hows. Christian Holl und Klaus Siegele zeigen eine Fülle von attraktiven Bauten, die im Hinblick auf ihre Konstruktion wie auch ihre Gestaltung vorbildlich sind. Das Tragwerk hat in diesen Beispielen prägende Funktion, seine Leistung geht über die Anforderungen des Wohn- und Bürobaus hinaus. Gezeigt werden Sport- und Gewerbehallen, Kirchen, Schulen, öffentliche Gebäude, Tribünen und Tribünendächer. Die Darstellung der Details von Tragsystemen, Verbindungen oder Anschlüssen spielt eine große Rolle und rundet dieses Handbuch für Architekten, Bauingenieure und alle Holzbauinteressierten ab.

Entwicklung im Ingenieurholzbau

Der Schweizer Beitrag

Anton Steurer
Birkhäuser, Basel 2006
336 Seiten
zahlreiche Abbildungen
ISBN 3-7643-7164-1, € 51,30

Der Wandel vom althergebrachten handwerklichen Bauen mit Holz zum Ingenieurholzbau vollzog sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch methodische Grundlagenforschung. Der Holzleimbau machte das Material zur konkurrenzfähigen Alternative von Stahl und Beton, aber erst die Realisierung von beeindruckenden und außergewöhnlichen Tragwerken in den 60er Jahren rückte dies endgültig ins allgemeine Bewusstsein. Von zentraler Bedeutung haben sich zudem die Fortschritte in der Verbindungstechnologie erwiesen. Der Fokus dieser Darstellung liegt auf der Schweiz, es werden aber auch zahlreiche Beispiele aus anderen Ländern gezeigt, sofern sie von Schweizer Ingenieuren/Architekten gebaut sind oder auf die Schweizer Szene zurückgewirkt haben. Indem historische und technische Zusammenhänge aufgezeigt und mittels exemplarischer Anwendungsbeispiele erklärt werden, erhalten Bauingenieure, Holzbauer/Zimmerleute und Architekten wertvolles Grundlagenwissen für den qualifizierten Einsatz von Holz in Ingenieurtragwerken.

Keine Würfelwelt

Architekturpositionen einer »bodenständigen« Moderne, Graz 19181938

Antje Senarclens de Grancy
hda Verlag, Graz 2007
256 Seiten
227 Abbildungen
ISBN 3-901174-65-0, € 24,90

Das Buch, das im Oktober erscheinen soll, behandelt die architektonischen Positionen der Zwischenkriegszeit in Graz, die über alle politischen und gesellschaftlichen Veränderungen hinweg reichen, und rollt, nicht zuletzt als Vorgeschichte der »Grazer Schule«, eine Zeit der Widersprüche und Mehrdeutigkeiten auf. Es untersucht, wie im kulturellen Umfeld verschiedene konkurrierende Ideen aufgenommen, diskutiert und verteidigt wurden. Dabei wird unter anderem auch auf die Rolle des Baumaterials Holz eingegangen: Mittels Aufrufen, Ausstellungen und Wettbewerbsausschreibungen wurde versucht, Holz für Architekten, Baumeister und Auftraggeber attraktiv zu machen. Ausgangspunkt dafür waren primär volkswirtschaftliche Argumente, aber bereits damals wurden die Möglichkeit der Vorfertigung, die kurze Bauzeit und die hohe Elastizität als Vorzüge der Holzbauweise angepriesen.