Inhalt

Hock and Roll

Michael Hausenblas
Erschienen in
Zuschnitt 39: täglich Holz
September 2010, Seite 27

Nicht nur Beine, sogar Rollen machte man dem Hocker namens "Stool" von Collect Furniture. So wird aus dem Objekt etwas, das Kinder viel lieber ist als ein fader Schemel: ein Spielzeug, eine Lokomotive, ein Auto, ein Schiff - was auch immer sich Hosenmatz und -mätzin gerade einbilden. Auch diese Idee ist nicht neu, aber auf jeden Fall gut genug, dass sie von Frederic Collette redesignt wurde. Das Möbel ist für Kinder zwischen einem und fünf Jahren gedacht. Statt des Kinderzimmers stellt man einfach den Schemel auf den Kopf und schon heißt's: "Zug fährt ab!", wobei die Füße des Möbels, pardon Spielzeugs, auf dem Kopf stehend zu einer Art Steuerelement werden. Gemacht ist das mobile Ding aus massiven Eichenplanken, schließlich sollte das Objekt schon etwas aushalten. Die Kinder-Physiotherapeutin Louise Hærvig empfiehlt "Stool" als eines der besten Kindermöbel, da es neben Spaß und Funktion auch noch helfe, die motorischen Fähigkeiten zu entwickeln. Und fesch ist es schließlich auch noch.

 

 

Text
Michael Hausenblas
geboren 1969 in Bregenz
seit 1999 Mitarbeiter der
Tageszeitung Der Standard

Dieser Artikel ist abgelegt in: