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Sachlich bis heiter
Das Bilger- Breustedt Schulzentrum in Oberösterreich

Das Grundstück für das Schulzentrum liegt südwestlich des Ortskerns von Taufkirchen zwischen der Bundesstraße Richtung Schärding im Norden und dem Flüsschen Pram im Süden. Der Neubau schließt im Westen an den bestehenden Kindergarten an und besteht aus einem parallel zur Straße liegenden, dreigeschossigen, lang gestreckten Baukörper, in dem Hauptschule, Musikschule, Turnsaal und Heimatmuseum untergebracht sind, sowie einem eingeschossigen, von großzügigen Terrassenflächen umgebenen Pavillon südlich davon, der die Volksschule beherbergt. Damit ist das Schulzentrum einerseits vom Verkehr im Norden abgeschirmt, andererseits konnte eine Öffnung der Klassenzimmer zum Naturraum der Pram erreicht werden. Diese Differenzierung ist auch an den Fassaden deutlich ablesbar: Während an der Nordseite eine ruhige, geschlossene Schindel- bzw. Glasfassade die Ansicht vom Ort bzw. der Bundesstraße aus dominiert, öffnet sich das Gebäude nach Süden hin und schafft mittels beschattenden Dachüberständen, Balkonen und durchgehenden raumhohen Glaselementen eine starke Verbindung zum Außenraum.
Der gesamte Neubau ist hell und transparent: Elemente wie der Stahl-Glas-Kubus, der zwischen die drei Baukörper eingeschoben ist und als Foyer die einzelnen Funktionen miteinander verbindet, der durchgehende Glasstreifen, der das zurückversetzte Erdgeschoss von den Obergeschossen trennt, oder die stirnseitige Verglasung des zweigeschossigen Pausenbereichs tragen ebenso zu diesem Eindruck bei wie die Schindelfassade, welche die Enden des Gebäudes als dünne Scheibe überragt und dadurch besonders klare Kanten formuliert, die von der Fassade übers Dach gezogenen Verglasungen, die damit zugleich als Oberlichten dienen, und der leichte Knick des nach Süden hin auskragenden Daches mit seiner Holzuntersicht.
Grundlage für all diese gestalterischen Maßnahmen ist das konstruktive Konzept, dessen Ausgangspunkt im Turnsaal zu finden ist. Dieser wurde ins Untergeschoss abgesenkt, um entsprechende wärme- und schalltechnische Vorteile ausnützen zu können. Das stützenfreie Volumen reicht über eine Höhe von zwei Geschossen und hat eine Spannweite von 40 Metern. Um darüber zwei Vollgeschosse errichten zu können und dennoch eine leichte Wirkung zu erzielen, wird der Turnsaal in seiner Mittelachse von einem Stahlfachwerkträger überspannt, in den die beiden Obergeschosse eingeschoben wurden. Daraus resultiert das System, das im gesamten Gebäude umgesetzt wurde: Ein Stahlskelett bildet die Tragkonstruktion, Massivholzelemente aus




