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Bergkapelle Andelsbuch

Anne Isopp
Erschienen in
Zuschnitt 40: Holz und Stahl
Dezember 2010, Seite 30

Bergkapelle Andelsbuch

Auf 1.600 Metern Meereshöhe, am Rande einer Alpe steht eine kleine hölzerne Kapelle. Sie ist innen wie außen von einfacher Anmutung, doch raffiniert im Detail und voll bewegter Geschichte. Vor dreißig Jahren haben Irene und Leo Feuerstein, die hier oben eine Fläche von 60 Hektar bewirtschaften sowie ein einfaches Jausenrestaurant führen, sich das Versprechen gegeben, eine Kapelle zu errichten, sollten sie einmal ein gesundes Kind zur Welt bringen. Einige Jahre später kam eine gesunde Tochter zur Welt. An ihr Versprechen aber erinnerten sie sich erst wieder, als die Frau an Krebs erkrankte. Sie beschlossen nun das Bauvorhaben anzugehen. Auf Wunsch des Gemeindesekretärs wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, den die Architekten Andreas Cukrowicz und Anton Nachbaur-Sturm gewinnen konnten. Das Preisgeld waren drei Laib Käse aus der hauseigenen Sennerei. Die Freunde der Familie, aber auch alle beteiligten Planer halfen mit, den einfachen Strickbau zu errichten. Er ruht auf einem steinernen Sockel unmittelbar an einer Geländekante und ist zu einem beliebten Startpunkt für Gleitschirmflieger geworden.

Bergkapelle Andelsbuch

Standort

Andelsbuch/A

Fertigstellung

2009

Planung

cukrowitz nachbaur architekten

Bregenz/A

www.cn-architekten.at

Fotos

© Hanspeter Schiess

Text

Anne Isopp
leitende Redakteurin der Zeitschrift Zuschnitt

redaktion@zuschnitt.at

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