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Naturschutz in Österreich

Reine Handarbeit

Erschienen in
Zuschnitt 51: Der Wald
September 2013, Seite 25
Anteil an der Bundesfläche (%)
Nationalparks zum Schutz von Ökosystemen und zu Erholungszwecken2,8
Naturschutzgebiete zum Schutz von besonderen Lebensräumen mit seltenen bzw. gefährdeten Tier- und Pflanzenarten3,6
Natura 2000 (Europaschutzgebiete) zum grenzübergreifenden Schutz bedrohter Arten und ihrer Lebensräume 14,7
Naturwaldreservate: freiwillig von den Eigentümern außer Nutzung gestellte Waldflächen zu Forschungszwecken0,1
Summe streng geschützter Gebiete16
weniger streng geschützte Gebiete wie Landschaftsschutzgebiete u.a. 11
Summe streng und weniger streng geschützter Gebiete27
Quelle: Umweltbundesamt

16 Prozent des österreichischen Bundesgebietes sind als Natura-2000-Gebiet, Nationalpark oder Naturschutzgebiet naturschutzrechtlich streng geschützt, 11 Prozent weniger streng. Forstwirtschaft ist in den meisten Schutzgebieten aber erlaubt, teils mit Einschränkungen.

Im Mai dieses Jahres leitete die Europäische Kommission ein Natura-2000-Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich ein, weil Österreich nicht alle Gebiete, die die Bedingungen der Habitatrichtlinie erfüllen, gemeldet hatte. Die Beurteilung der neu auszuweisenden Gebiete ist im Gange.

Hinzu kommt die Forderung, 10 Prozent des Ertragswaldes außer Nutzung zu stellen. Hierzu Gerhard Mannsberger, Leiter der Sektion Forstwesen im Lebensministerium: »NGOs fordern schon seit längerem, dass 10 Prozent der gesamten Waldfläche außer Nutzung gestellt werden. Dies wird im Umweltausschuss der EU auch immer öfter diskutiert. In Deutschland gibt es auch bereits Bundesländer, die das umgesetzt haben, zum Beispiel Nordrhein-Westfalen. Für Österreich würde das 19.000 Arbeitsplätze weniger bedeuten, bei gleichzeitiger Reduktion der Rohholzimporte.«

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