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Holz-Beton-Verbunddecke

Erschienen in
Zuschnitt 54: Holzdecken
Juni 2014, Seite 6f.

Holz-Beton-Verbunddecken gehören nicht zu den kostengünstigsten Deckenvarianten und die gewerkeübergreifende Herstellung – Holz- und Massivbau – bedarf einer sorgfältigen Abstimmung. Sie vereinen jedoch eine Vielzahl von Vorteilen, die ihren Einsatz vor allem bei größeren Spannweiten und mehrgeschossigen bzw. öffentlichen Bauvorhaben mehr als rechtfertigen: eine geringe Deckenstärke, einfache Anschlussdetails sowie gute schalltechnische und brandtechnische Eigenschaften. Außerdem stellen sie eine einfache Lösung zur Vermeidung der Querpressung von Holz dar und können als Fertigteil vorfabriziert werden. Man unterscheidet je nach Anforderungen den Verbund zwischen Beton und stabförmigen Systemen und Beton und Massivholzsystemen.

Vorteile

  • geringe Deckenstärke
  • einfache Anschlussdetails
  • gute schalltechnische Eigenschaften des Grundelements
  • gute brandtechnische Eigenschaften, gegenüber der Massivholzdecke zusätzlich eine nicht brennbare Oberfläche an der Oberseite
  • auch als Fertigteil realisierbar

Nachteile

  • gewerkeübergreifend: Holzbau – Massivbau
  • Feuchtigkeit und Bauzeit bei Vorortbeton
  • für kurze Spannweiten nicht wirtschaftlich

Die Holzstützen und Holzbalken bleiben wie beim LCT-Tower (siehe Zuschnitt 45) sichtbar. Die Betonbalken an den Stirnseiten der Deckenelemente machen es möglich: Sie trennen die Geschosse brandschutztechnisch voneinander.

Fotos

© Darko Todorovic, Architekten Hermann Kaufmann

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