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Seitenware II – Ephemeropteræ in Wien

Klang-Bühnen

Erschienen in
Zuschnitt 56: Holz hören
Dezember 2014, Seite 26

Bereits 2005 hatte der englische Architekt David Adjaye im Auftrag von Francesca von Habsburg für die Biennale in Venedig einen Pavillon aus Holz entworfen. Dieser steht heute auf der Insel Lopud in Kroatien. Auch für den Pavillon, der neben der Galerie TBA21 im Wiener Augarten steht, beauftragte von Habsburg den englischen Architekten, und wieder wählte dieser Holz.


Es ist ein kleiner, nach hinten trapezoid zulaufender Pavillon, vorne und hinten offen, der für öffentliche Aufführungen wie Konzerte und Lesungen genutzt wird. Der Pavillon, von der Holzbaufirma im Werk fix und fertig montiert, in einem Stück angeliefert und auf vier Punktfundamente gestellt, setzt sich aus 5 cm breiten und 10 bzw. 20 cm hohen Balken zusammen. Diese sind am Boden und an der Decke zu einer geschlossenen Fläche zusammengesetzt und gehen an den Seitenwänden in eine Lattenstruktur über. Ephemeropteræ wurde der Pavillon getauft. Darin versteckt sich das Wort ephemer für das Flüchtige und Vergängliche. Ob damit die Veranstaltungen gemeint sind oder das Material? Der Pavillon steht bereits seit zwei Jahren an diesem Ort, er vergraut langsam und wird dabei immer schöner.

Foto

© TBA21/Karim Crippa

Ephemeropteræ in Wien

Standort

TBA21 Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Atelier Augarten, Wien/A

Bauherr

TBA21 Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Wien/A,

www.tba21.org

Planung

Adjaye Associates, London/GB, www.adjaye.com

Holzbau

oa.sys baut GmbH, Alberschwende/A, www.oa-sys.com