Inhalt

Wartung von Holzfenstern

Kontrolle, Instandhaltung und Instandsetzung

Erschienen in
Zuschnitt 58: Holzfenster
Juni 2015, Seite 23

Einmal jährlich sollten Fenster kontrolliert und bei Bedarf in Stand gehalten (Oberfläche warten) oder instand gesetzt (Erneuerung der Beschichtung) werden. Dabei ist auf Beschichtungsschäden wie Risse, mechanische Verletzungen (z. B. durch Hagelschlag) sowie Abblätterungen und Verfärbungen zu achten. 
Sind beginnende Schäden der Beschichtung ohne Abblätterungen oder Verfärbungen des darunterliegenden Holzes vorhanden, ist eine Wartung (Instandhaltung) nötig und erfolgt nach einer entsprechenden Vorbehandlung (Anschleifen und/oder Säubern) durch einen Wartungsanstrich. 
Die Wartungsintervalle sind abhängig von der Art der Oberflächenbehandlung und der Intensität der Bewitterung. Der konstruktive Holzschutz hat einen hohen Einfluss auf die Wartungsintervalle. 
Holzfenster können mehrmals renoviert werden und erreichen dadurch eine hohe Lebensdauer. 
Bei Holz-Alu-Fenstern kann auf eine Wartung der Beschichtung an der Außenseite verzichtet werden (siehe ÖNORM B 5305).

ArtFarbeLageWartungsintervall (1)
Lasuren
Mehrschichtlasur(2)
ca. 20-60μm
hellgeschützt3–4 Jahre
exponiert2 Jahre
dunkelgeschützt4–5 Jahre
exponiert3–4 Jahre
Doppelschichtlasur
> 60μm
hellgeschützt4 Jahre
exponiert3 Jahre
dunkelgeschützt6 Jahre
exponiert5 Jahre
Deckende Beschichtungen
Deckender Anstrich mittelschichtig(2)
ca. 30-60μm
hellgeschützt8 Jahre
exponiert6 Jahre
dunkelgeschützt6 Jahre
exponiert5 Jahre
Deckender Anstrich dichschichtig
> 60μm
hellgeschützt10 Jahre
exponiert8 Jahre
dunkelgeschützt8 Jahre
exponiert6 Jahre

Eigenschaft trägt zur Verlängerung des Wartungsintervalls bei
(1) ungefähre unverbindliche Richtwerte für Wartungsintervalle von Holzfensterbeschichtungen
(2) Eine Unterschreitung der gemäß ÖNORM B 3803 geforderten Mindestschichtdicken ist nur im Einvernehmen zwischen Beschichtungsstoffhersteller und Verarbeiter und mit nachweislichem Hinweis an den Endverbraucher auf damit verbundene Folgen zulässig.

Quelle: Quellen und Schwinden – Fensterinstandhaltung, Thomas Anderl, Gerhard Grüll, 
Beitrag der Holzforschung Austria zum Fensterseminar in Grossram, 2007.