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Gelenk in Holz

Anne Isopp
Erschienen in
Zuschnitt 66: Dichter in Holz
Juni 2017, Seite 10

Dort, wo sich die beiden schräg zueinander stehenden Bestandsbauten am nächsten sind, hat sich ein Holzbau wie ein Parasit zwischen die beiden Gebäude ­gesetzt. Eine zweigeschossige, gefaltete Brettsperrholzkonstruktion über dem bestehenden eingeschossigen Eingangsbereich fungiert als Gelenk: Querungen sind nun auch in den Obergeschossen möglich, neue Gemeinschaftsräume wie eine begehbare Loggia und eine Kapelle sind im Dachgeschoss entstanden. Die sogenannte Barbara­kapelle ist ein trapezförmiger Raum, an dessen schmalster Stelle der Altar steht. Mithilfe von raum­hohen Holzportalen kann er zweigeteilt werden.

Die Architekten Alexandra Stingl-Enge und Winfried Enge haben die Bestandsbauten saniert und zu Studentenwohnungen umgebaut und ein Verbindungsstück ­geschaffen, das sich optisch bestmöglich abhebt. In seiner Haptik, Optik und Leichtigkeit ist der mit Holzlatten verkleidete Holzkörper ein guter Kontrast zum altersschweren Bestand.

Foto

© Paul Ott photografiert

Text

Anne Isopp
leitende Redakteurin der Zeitschrift Zuschnitt

redaktion@zuschnitt.at

Gelenk in Holz

Standort

Erzherzog-Johann-Straße 4, Leoben/A

Bauherr

Kinder- und Jugendwerk Josefinum/A, www.josefinum.com

Planung

stingl-enge architekten, Trofaiach/A, www.architekturbureau.at

Statik

Helmut Stingl, Tragwerk Engineering, Trofaiach/A

Holzbau

Strobl Bau – Holzbau GmbH, Preding bei Weiz/A, www.strobl.at

Fertigstellung

2010