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Österreichische Waldinventur 2016/18

Die Waldfläche nimmt zu

Erschienen in
Zuschnitt 74: Im Innenraum
Juni 2019, Seite 27

Die Waldfläche ist erstmals größer als 4 Millionen Hektar. Mit 47,9% ist damit fast die Hälfte der österreichischen Staatsfläche Wald. Die Gründe für die Zunahme sind verschiedenartig und reichen von einem Rückgang der landwirtschaftlich genutzten Flächen in tieferen Lagen bis hin zu Almen, die nicht mehr bewirtschaftet werden.

Holznutzung auf hohem Niveau

Derzeit liegt die Holznutzung bei 88 Prozent des jährlichen Zuwachses. In diesem hohen Nutzungsanteil spiegelt sich der gestiegene Bedarf an Holz für stoffliche und energetisch Nutzung und die hohen Schadholzmengen durch Stürme und Borkenkäfer der letzten Jahre wider. Diesen hohen Bedarf konnte man auch decken, indem man in den letzten Jahren die Holznutzung aus Wäldern von Kleinwaldbesitzern forcierte.

In Deutschland liegt der Nutzungsanteil bei 63 Prozent und in der Schweiz bei 86 Prozent. Eine hundertprozentige Nutzung ist nicht möglich und wäre auch nicht nachhaltig, weil in dieser Berechnung auch Naturschutzgebiete enthalten sind sowie Flächen, die nicht wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden können, zum Beispiel steile Hanglagen.

Baumartenverteilung im Wandel

Die Entwicklung zu mehr Laub- und Mischwälder hält an: Die Nadelholzbäume, vor allem die Fichte, verlieren kontinuierlich an Fläche. Bei den Laubhölzern hat vor allem der Anteil der Buche zugenommen.