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Bauen mit Holz ist aktiver Klimaschutz

Die größte CO2-Bindung erfolgt im Bauwesen

Bauen mit Holz ermöglicht, über die drei Lebenszyklen-Phasen eines Gebäudes (Produktion, Nutzung, Rückbau) die CO2-Bilanz gering zu halten: Bereits in der Produktionsphase, die die Gewinnung, Produktion und den Transport zur Baustelle umfasst, ist der Energieaufwand (graue Energie) weitaus geringer als bei der Verwendung von CO2-intensiven Materialien, wie Ziegel, Beton oder Aluminium. Holz ist das Baumaterial, das zu seiner Herstellung die geringste Energie braucht und damit den niedrigsten CO2-Ausstoß verzeichnet.

Wird mit Holz gebaut, entsteht in unseren Städten und Dörfern ein „zweiter Wald“ und damit ein beträchtlicher Kohlenstoffspeicher, der die Umwelt entlastet. Denn jeder Kubikmeter verbautes Holz speichert den Kohlenstoff aus einer Tonne CO2 und substituiert zudem CO2 aus den meist energieaufwändig hergestellten, nicht nachwachsenden Baustoffen, die ansonsten zum Einsatz gekommen wären. 1 Quadratmeter Außenwandaufbau in Massivholz beispielsweise erspart ungefähr jene Menge CO2, die ein vergleichbarer Wandaufbau aus Beton im Gegenzug verursachen würde.

Aus Lebenszyklusanalysen, die die Treibhausgasemissionen eines Gebäudes von Errichtung über Nutzung bis zum Rückbau und Entsorgung betrachten und dabei ebenso Substitutionseffekte berücksichtigen, ergibt sich, dass pro Kilogramm eingesetztem Holz 1,76 Kilogramm CO2 eingespart werden können.

Mehrgeschossiges Bauen in Holz ist mehrfacher Klimaschutz

Kommt im „zweiten Wald“ mehrgeschossiges Bauen in Holz zum Einsatz, ist die Menge an eingesparten CO2 umso größer. Denn abgesehen von einer großen Baugeschwindigkeit, die Vorfertigung und Modulbauweise möglich machen, sowie der Substitution treibhausgasintensiver Produkte, sind mehrgeschossige Holzbauten enorme CO2-Speicher. Beispielsweise beträgt im achtgeschossigen Londoner Bridport House in Massivholzbauweise (Fertigstellung 2011) im Vergleich mit einem Gebäude aus Stahl oder Beton die Einsparung an CO2 2.113 Tonnen. Beim zehngeschossigen Forté Tower in Melbourne (Fertigstellung 2012) konnten 1.400 Tonnen CO2 eingespart werden.

Gebäude in Holz erzielen eine positive Ökobilanzierung

Ökobilanzen berechnen Umwelt- und Klimawirkungen (wie Ressourcen- und Energieverbrauch, CO2-Ausstoß) von Gebäuden über deren gesamte Lebensdauer. Die errechneten Daten geben Aufschluss darüber, welche Rolle die Wahl des Baumaterials spielt.

Ein Vergleich von fünf ausgewählten realisierten Holzbauten in Österreich und Deutschland mit fünf simulierten Zwillingsbauten mit gleicher Kubatur, aber hauptsächlich aus mineralischen, metallischen oder synthetischen Rohstoffen, zeigt, dass durch die Holzgebäude zwischen 36 und 71 Prozent weniger Treibhausgase verursacht werden.

Die Vergleichsberechnungen wurden im Rahmen einer Studie von Ingenieur Holger König durchgeführt. Als Holzbauten wurden Gebäude herangezogen, bei denen Holz die primäre Tragstruktur bildet und die in vielen Bauteilen nachwachsende Rohstoffe einsetzen.

Neue Werkstätten der Lebenshilfe

Standort

Lindenberg/D

Fertigstellung

2005


Finanzamt Garmisch-Partenkirchen/D

Standort

Garmisch-Partenkirchen/D

Fertigstellung

2011


Gemeindezentrum Ludesch/A

Standort

Ludesch, Vorarlberg/A

Fertigstellung

Oktober 2005


Passivwohnhausanlage Samer Mösl/A

Standort

Salzburg/A

Fertigstellung

2006


Campus Kuchl, Fachhochschule

Standort

Kuchl, Salzburg/A

Fertigstellung

2009