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Gemeindezentrum Ludesch⁄A

Eine zentrale Anforderung an das multifunktionale Gemeindezentrum mit Geschäften, Amts- und Vereinsräumlichkeiten sowie Büros und Wohnungen war, dem Straßendorf zu einer neuen Ortsmitte zu verhelfen. Zudem war die Umsetzung vom Bestreben geprägt, ein ökologisches Vorzeigeprojekt zu schaffen. Das gesamte Konstruktions- und Fassadenholz für den Bau aus Weißtanne stammt aus gemeindeeigenen Wäldern. Durch den bewussten Einsatz von toxikologisch unbedenklichen Materialien wurden ebenso hohe Umweltstandards gesetzt wie durch die bemerkenswerte Energieeffizienz des Gebäudes. Das Projekt steht für die Umsetzung eines architektonisch hochwertigen, gesamtökologischen Ansatzes im öffentlichen Bereich, ohne dabei wesentliche Mehrkosten zu verursachen.

Ökobilanz-Vergleich zwischen Holzbau und Bau aus herkömmlichen Baustoffen für das Gemeindezentrum Ludesch. Betrachtungszeitraum: 50 Jahre

Standard:

Bauweise mit Bauprodukten weitgehend aus nicht nachwachsenden Rohstoffen (mineralisch, metallisch, synthetisch).

Holz:

Bauweise des hier dokumentierten Gebäudes, bei dem Holz für die primäre Tragkonstruktion und zahlreiche andere Bauteile eingesetzt wurde.

Treibhauspotential:

Ausmaß der gebäudebedingten Emissionen, die sich auf die Erwärmung des Erdklimas auswirken.

Versauerungspotenzial:

Ausmaß der gebäudebedingten Emissionen, die sich auf die Versauerung des Regens auswirken.

Primärenergie nicht erneuerbar:

Verbrauch von Primärenergie aus endlichen energetischen Ressourcen für das Gebäude.

Primärenergie erneuerbar:

Verbrauch von Primärenergie aus erneuerbaren energetischen Ressourcen für das Gebäude.

Heizwert:

Die bei Verbrennung eines Stoffes maximal nutzbare Wärmemenge. Ein Teil der erneuerbaren Primärenergie besteht aus dem Heizwert der eingesetzten Materialien.

58 Prozent Klimaentlastung durch Bauen mit Holz

Quelle:

Edition 12
Bauen mit Holz im Ökovergleich, 2013

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