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Schallschutzplanung unter Verwendung von Bauteilkatalogen wie www.dataholz.com

Christian Lux (Holzforschung Austria)

Modul VI, Di., 26. November 2019, Schallschutz

Christian Lux ist Mitarbeiter der Holzforschung Austria. Er stellt Datenbanken, Literatur und Normen vor, die bei der Schallschutzplanung von Gebäuden hilfreich sind.

Diese Datenbanken, Druckwerke und Normen sind bei der Schallschutzplanung von Gebäuden hilfreich:

Online-Datenbanken

  • www.dataholz.eu
    Hier kann man mithilfe verschiedener Filtereinstellungen schnell die Aufbauten finden, die u. a. den gesuchten Schalldämmwert erfüllen. Die Bauteildatenblätter sind auch zur Vorlage bei der Behörde geeignet.
  • www.lignumdata.ch 

    Hier sind die Messwerte im Gegensatz zu jenen von dataholz nicht als Nachweise für die Behörde gültig. Allerdings sind hier einige Luft- und Trittschalldämmwerte vorhanden, die bei dataholz nicht zu finden sind.
  • www.vabdat.de 

    Wer es genau wissen will und tiefer in die Materie einsteigen möchte, kann in dieser Datenbank nachschauen. VaBDat ist eine Datenbank der Hochschule Rosenheim. In ihr findet man u. a. Eingangsgrößen, mit deren Hilfe sich die Flankenschalldämmung von Bauteilknoten in Brettsperrholzbauweise näher beschreiben lassen.

Druckwerke

  • Holzforschung Austria (HFA)-Broschüren
    Es gibt folgende HFA-Broschüren mit schalltechnischen Kennwerten:
    • Bauen mit Brettsperrholz im Geschossbau
    • Holzrahmenbauweise im Geschossbau
    • Deckenkonstruktionen für den mehrgeschossigen Holzbau

Um das Schalldämmmaß zu ermitteln, müssen alle Übertragungswege berücksichtigt werden. In den Broschüren werden neben Bauteilaufbauten auch Knotenpunkte dargestellt, wobei u. a. auf die Wirkung von Elastomerauflagen und Verbindungswinkeln auf die Flankenschalldämmung eingegangen wird.

  • Broschüren des Informationsdienstes Holz 

    Diese sind schon älter, haben aber das Wissen gut vermittelt. Dieser Inhalt kann, etwas überarbeitet, auch dem Bauphysikkalender 2014 entnommen werden. Hier ist auch eine vereinfachte Methode zu finden, um den Einfluss der Flankenübertragung abschätzen zu können.
  • Atlas Mehrgeschossiger Holzbau
    Auch hier findet man Schallkennwerte von gebauten Beispielen, die auf der Baustelle gemessen wurden.

Normen

  • DIN 4109-2/33:2016-07

    Diese Norm zum Schallschutz im Hochbau von 2016 stammt aus Deutschland. Bei der Berechnung des Trittschalldämmmaßes der Decken geht man in Deutschland einen anderen Weg als in Österreich: Das Schalldämmmaß wird berechnet, indem zwei Korrekturwerte für die beiden Flankenwege hinzugerechnet werden. Dabei geht es um die Schallübertragung erstens über die Decke und zweitens über den Estrich in die Flanke. In Österreich wird diesem zweiten Flankenweg derzeit keine Beachtung geschenkt. Generell aber gilt: Je besser die Schalldämmung der Decke an sich, desto wichtiger wird die Flanke.
  • ÖNORM B 8115 – Teil 4
    
Diese ÖNORM stammt von 2003 und ist derzeit in Überarbeitung. Ziel der Überarbeitung ist u. a., stärker auf den Holzbau einzugehen, als dies in der derzeitigen Version der Fall ist. Die Holzbauteile im Bauteilkatalog der Norm werden inzwischen kaum noch in dieser Art ausgeführt.


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