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energiesparend - Niedrigenergie- und Passivhäuser: Fachbegriffe

Kleines Wörterbuch rund um Energie sparen

Be- und Entlüftung, kontrollierte

reduziert den Verlust von Energie beim Lüften durch automatisierten Luftaustausch. Dabei wird der verbrauchten Abluft meist über einen Wärmetauscher Wärme entzogen und an die angesaugte Frischluft übertragen, wodurch diese bereits temperiert in die Räume gelangt

Biomasse

organische, in einem absehbaren Zeitraum erneuerbare Stoffe z.B. pflanzlicher Herkunft, die als Energieträger genutzt werden

Blower-Door-Test

ist ein wichtiges Instrument der Qualitätssicherung und dient dazu, die Luftdichtheit der Gebäudehülle zu messen und eventuelle Leckagen aufzuspüren

Dampfbremse / -sperre

Schicht an der Innenseite einer raumseitigen Wärmedämmung, als Schutz gegen schädliches Kondenswasser in Bauteilen bzw. gegen eine Durchfeuchtung der Wärmedämmung und daraus resultierende Bauschäden. Meist Folien aus Kunststoff, bituminierte Pappen oder Aluminium

Energie, graue

jene Energie, die für die Herstellung, die Lagerung, den Transport, den Einbau und schließlich die Entsorgung von Materialien bzw. Bauteilen und Gebäuden aufgewendet werden muss

Elnerlgielauslweis beschreibt den rechnerischen Energiebedarf eines Gebäudes auf Grundlage der energietechnischen Parameter Gebäudehülle, Heizung, Kühlung, Lüftung, Warmwasserbereitung, Beleuchtung und eingesetzte Energieträger

Energieträger, erneuerbare

sind solche, deren Entstehung in einem angemessen engen Verhältnis Zeitraum und Ort ihres Verbrauchs steht

Elnerlgielträlger, foslsille jene kohlenstoffhaltigen Energieträger wie Erdöl oder Braunkohle, die in der erdgeschichtlichen Vergangenheit entstanden sind

Gesamtenergiebilanz

Maß zur Bewertung der Energiemenge, die im Lauf der Errichtung und Nutzung eines Gebäudes aufgewendet werden muss

Heizenergie

Teil des Endenergiebedarfs, der zur Heizungs- und Warmwasserversorgung aufgebracht werden muss

 
Holzschutz, chemischer

Anwendung von wirkstoffhaltigen Holzschutzmitteln, die einen Befall von Holz oder Holzwerkstoffen durch tierische und pflanzliche Holzschädlinge verhindern oder einen solchen Befall bekämpfen. Damit sind Holzschutzmittel klar abgegrenzt von Anstrichen

Holzschutz, konstruktiver

umfasst alle Maßnahmen, von der Planung über die Wahl der richtigen Holzart und die Verarbeitung bis zur Konstruktion und Detailausführung, mit denen eine dauerhafte Durchfeuchtung und daraus resultierende Schäden von Holz und Holzwerkstoffen vermieden werden können

Jahresheizwärmebedarf

ist die Wärmemenge in Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter, die nach einer Bilanzierung der in einem Gebäude auftretenden Wärmegewinne und -verluste aufgebracht werden muss, um eine angenehme Raumtemperatur zu erzielen.

k-Wert siehe U-Wert.

Im Zuge der europäischen Normung wurde europaweit die Bezeichnung für den Wärmedurchgangskoeffizienten von k- auf U-Wert geändert

Luftdichtheit

Fähigkeit einer innenseitigen Schicht, eine Durchströmung der Gebäudehülle zu verhindern, damit es nicht zu hohen Energieverlusten oder Feuchtigkeitsschäden kommt

Luftfeuchtigkeit

wichtige Kenngröße für Gesundheit und Behaglichkeit, die den Anteil des Wasserdampfs am Gasgemisch der Erdatmosphäre oder in Räumen angibt

Luftwechselzahl LWZ

gibt an, wie oft innerhalb einer Stunde die Raumluft erneuert wird. Eine Luftwechselzahl von 1 bedeutet einen stündlichen Austausch der gesamten Raumluft mit Außenluft. Die LWZ in Wohnungen sollte mindestens 0,4 betragen

Nachhaltigkeit

Konzept, bei dem die Bedürfnisse der heutigen Generation erfüllt werden, ohne die Möglichkeiten der nachfolgenden Generationen einzuschränken

Niedrigenergiehaus

Gebäude mit einem Jahresheizwärmebedarf von 40–50 kWh/m2

Nulllelmislsilonslhaus ist ein Haus, das in der Jahresbilanz keine CO2-Emissionen aufweist. Erreicht werden kann dies nur durch eine Energieversorgung auf ausschließlich regenerativer Basis

Passivhaus

Gebäude mit einem Jahresheizwärmebedarf unter 15 kWh/m2 nach Berechnung des Passivhaus-Instituts in Darmstadt bzw. 10 kWh/m2 nach dem Österreichischen Institut für Bautechnik

Pholtolvolltaliklanllalge Anlage zur Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom

Raumklima

beinhaltet alle Bedingungen eines Raums, von denen das Wohlbefinden und die Leistungskraft der Benutzer abhängen, und wird durch Lufttemperatur-, Luftfeuchtigkeit und -geschwindigkeit, Gehalt an Fremdstoffen in der Luft sowie Oberflächentemperatur und Lichtsituation beeinflusst

Sanierung, thermische

die Modernisierung eines Gebäudes hinsichtlich seiner bauphysikalischen Eigenschaften durch wärmedämmende Maßnahmen, um Energieverlust zu vermeiden

Solaranlage

technische Anlage zur Umwandlung von Sonnenenergie in eine andere Energieform. Thermische Solaranlagen liefern Wärme, Photovoltaikanlagen liefern elektrische Energie

Solarnutzung, passive

Nutzung der Einstrahlungsenergie der Sonne ohne zusätzliche technische Maßnahmen, wie z.B. durch die Verglasung der Südseite eines Gebäudes

Thermografie

die berührungslose Messung und bildliche Darstellung der Wärmeabstrahlung eines Gebäudes zur Lokalisierung von Wärmebrücken oder Leckagen, wobei Messungen im Inneren des Gebäudes meist aussagekräftiger sind

U-Wert

Wärmedurchgangskoeffizient, der angibt, welche Wärmemenge pro Quadratmeter durch einen Bauteil verloren geht, wenn die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen 1 Kelvin (= 1° Celsius) beträgt

Wärmebrücken

Bereiche in Bauteilen, die eine geringere Wärmedämmung aufweisen als die sonstige Hülle eines Gebäudes und daher Wärmeverluste verursachen

Wärmedämmung

Maßnahmen zur Verringerung von Wärmeverlusten von Bauteilen oder Gebäuden, z.B. Verkleidung mit Dämmstoffen

Wärmedurchgangskoeffizient

siehe U-Wert

Wärmeleitfähigkeit

gibt an, welche Wärmemenge in einer bestimmten Zeiteinheit und bei einem bestimmten Temperaturunterschied durch eine definierte Fläche strömt

Wärmepumpe

Anlage, die mit Hilfe eines strombetriebenen Kompressors einem Medium wie Erdreich oder Grundwasser Wärme entnimmt und damit zusätzliche Energie gewinnt

Wärmerückgewinnung

Verfahren, mit dem die aus einem Kreislauf abfließende thermische Energie z.B. aus der Luft bewahrt und wieder einem Kreislauf zugeführt wird

Wärmeschutzverglasung

Zwei- oder Dreischeiben-Verbundglas mit Edelgasfüllung und einer Wärmefunktionsschicht, welche für die kurzwellige Wärmestrahlung der Sonne durchgängig ist, langwellige Wärmestrahlung jedoch reflektiert, wodurch Wärmeverluste verringert werden

Wärmetauscher

Apparat, der Wärme aus einem Stoff (Luft, Erde, Wasser etc.) in thermische Energie (Heizwärme) verwandelt

Warmwasserkollektor

nimmt Sonnenstrahlung auf und wandelt sie mit Hilfe des im Kollektor befindlichen Absorbers in Warmwasser um

Windbremse / - dichtung

dicht verklebte bzw. aufgebrachte, diffussionsoffene Schicht (z.B. Kunststoffvliese, Weichfaserplatten oder auch Putze), die auf der kalten Seite der Wärmedämmung liegt und verhindert, dass im Winter kalte bzw. im Sommer heiße Luft von außen durch die Dämmung ins Innere eines Gebäudes dringt. Fehlstellen haben enorme Auswirkungen