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Die Fassadenkonstruktion

Holz besitzt eine widerstandsfähige Oberfläche. Nur eine dauerhafte Durchfeuchtung führt zu Schädigung und Verringerung der Lebensdauer. Bauliche Holzschutzmaßnahmen sorgen für eine einwandfreie Wasserableitung an der Fassade und verhindern das Eindringen von Wasser. Alle Arten von Anschlüssen müssen so ausgeführt werden, dass ein nachträgliches Austrocknen des Holzes möglich ist (z.B. Hinterlüftung).

Holzverkleidungen im Außenbereich sind nicht nur als dekoratives Element zu betrachten, sondern als funktionaler Bestandteil der Gesamtkonstruktion. Diese wird so gewählt, dass die Verkleidung neben ihrer dekorativen Funktion auch die an sie gestellten bauphysikalischen Anforderungen erfüllt.

Tipp: Beim Einbau soll der Holzfeuchtegehalt von Holzverkleidungen zwischen 13 und 18 Prozent liegen, um Schädigungen durch holzverfärbende oder holzzerstörende Pilze zu vermeiden.

Konstruktiver Holzschutz

Zum Schutz der Holzfassade vor Spritzwasser ist auf einen ausreichenden Abstand der Holzverkleidungen vom Erdboden, Mauerwerk und Beton bzw. von Fenstersimsen zu achten. Der Abstand des Geländes zur Unterkante der Holzfassade sollte mindestens 30cm betragen.

Ein konstruktiver Holzschutz, wie vorspringende Bauteile oder Vordächer, kann Teilbereiche der Fassade vor direkter Bewitterung und den damit verbundenen negativen Auswirkungen schützen. Auch die Aufbringung von Holzschutzmitteln, Lasuren oder Lacken kann eine sinnvolle Lösung zum Schutz der Oberfläche darstellen. Diese Maßnahmen ersetzen jedoch nie den konstruktiven Holzschutz.

Hinterlüftung

Die Hinterlüftungsebene zwischen tragender Wand und Außenverkleidung hilft, eventuell entstehendes Kondensat oder von außen eingedrungene Feuchtigkeit schneller abzutrocknen. Eine zuverlässige Hinterlüftung benötigt einen durchgehenden Hohlraum von mindestens 20mm. Am unteren und oberen Ende sind entsprechende Hinterlüftungsöffnungen erforderlich. Diese sind mit einem Insektenschutzgitter zu verschließen.

Tipp: Grundsätzlich ist eine Hinterlüftung der Außenfassade ideal. Eventuell eingedrungene Feuchtigkeit kann so hinter der Fassade wieder leicht abtrocknen.

Unterkonstruktion

Die Ausbildung der Unterkonstruktion ist abhängig von

  • der Verlegerichtung,
  • den Verkleidungselementen,
  • der Zusatzdämmung.

In der Regel besteht die Unterkonstruktion aus Holzlatten mit den Abmessungen 24 x 48mm oder 30 x 50mm.

Tipp: Zur Aufbringung einer Wärmedämmung und Ausführung einer Hinterlüftungsebene ist eine Konterlattung empfehlenswert.

Befestigung

Für die Befestigung der Fassadenverkleidung sind unverzinkte Nägel gar nicht, verzinkte Nägel nur bei verdeckten Befestigungen zu verwenden. Bei sichtbarer Befestigung ist eine Verletzung der Zinkschicht fast unvermeidbar und führt in weiterer Folge zur Verfärbung des Holzes durch Korrosion oder Reaktionen mit den Holzinhaltsstoffen.

Mit der Verwendung von Befestigungen aus rostfreien Legierungen kann unerwünschten Verfärbungen vorgebeugt werden.

Bildnachweis

Ignacio Martinez

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